Gebrauchte Stromer: Schnäppchen oder Elektroschrott?
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00:00:01: Porsche präsentiert Elektrogeflüster. Faszination Sportwagen. Elektrifiziert.
Andi: Alberto, schön, dass du heute da bist. Ich darf dich kurz vorstellen, du bist seit drei Jahren Chef von Autoscout24, also Managing Director offiziell. Warst vorher auch schon, in Deutschland warst du auch schon tätig für Autoscout. Autoscout muss ich eigentlich nicht gross vorstellen, weil jeder, der schon mal irgendwie ein Auto gesucht hat, ist wahrscheinlich früher oder später auf Autoscout24 gekommen, kennt das mit hoher Wahrscheinlichkeit. Was viele vielleicht nicht wissen, viele denken an Gebrauchtwagen, an Occasionen, wenn sie an Autoscout denken. Ihr habt aber auch Neuwagen unter anderem auch auf eurer Plattform. Und die Bandbreite ist enorm. Also ich habe mich jetzt vor der Sendung mal ein bisschen schlauer gemacht. Das älteste Auto, wüsstest du was das ist bei euch auf der Plattform?
Alberto Sanz: Ui, heute? Da erwischst du mich. Kann ich nicht beantworten.
Andi: Das ist ein Renault AX von Jahrgang 1909. Für 57.000, also wer auf der Suche nach einem ganz alten Auto ist, irgendwie 116 Jahre, fast ein Schnäppchen würde ich sagen. Das teuerste Auto Bugatti Chiron Sport. für 4,2 Millionen. Also da sieht man schon, da findet man quasi alles, was irgendwie so noch fahren kann oder alles, was man Automobil so findet. Aber jetzt die Frage, was fährst du denn aktuell für ein Modell und hast das über Autoscout gekauft, das Auto?
Alberto Sanz: Also ich habe tatsächlich mein Auto über Autoscout gekauft und ich bin ein klassischer Gebrauchtwagenkäufer. Also ich habe unser Familienfahrzeug, das ist ein Mittelklassefahrzeug, das ich brav bei Autoscout gekauft habe, so wie man es macht, lange verglichen, die richtigen Sachen angeschaut und einen guten Glücksgriff gehabt. Und ich habe auch einen Firmenwagen. Auch da, typischerweise in das Leasingfahrzeug, aber da habe ich mich durchgerungen, dass ich einen jungen gebrauchten Wagen nehme, weil ich einfach der Meinung bin, also eine persönliche Meinung, das ist nicht falsch oder richtig, sondern ich finde, dass man bei Gebrauchtwägen ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis hinkriegt, wenn man auf die eine oder andere Sache verzichtet.
Andi: Also definitiv, ich habe jetzt kürzlich, lustige Side-Story noch am Rande, ich habe wirklich auch aktuell vor zwei Wochen für eine Kollegin ein Auto gesucht. Sie suchten Plug-In-Hybriden, so bis 20.000 Franken und ich habe da mal geschaut und bin jetzt auf einen Countryman gestossen vom MINI für irgendwie 17.000, Neupreis 67 und der ist jetzt dreijährig oder so oder vier. Also da, ich denke auch, so Occasion ist halt auch schon gebaut oder muss nicht noch neu produziert werden. Also ich bin da ganz auch bei dir. Also wenn ich mir ein Auto kaufen müsste, ich habe natürlich immer die neuesten Autos bei uns in der Testgarage, aber wenn ich müsste, wäre es wahrscheinlich auch eine Okkasion.
Alberto Sanz: Ja, nachvollziehbar. Und vor allem, wenn wir das Stichwort Elektrofahrzeuge gerade da, ist die Bandbreite nochmal um einiges grösser, weil die Okkasionswerte von Elektrofahrzeugen heutzutage noch nicht ganz so einfach zu ermitteln sind und zu vergleichen wie das bei Verbrennermotoren. Der Fall ist, wo wir eine lange Historie an Vergleichswerten, an Entwicklungsseilwerten haben und die technologischen Sprünge ja vergleichbar überschaubarer sind. Das heisst, es ist wirklich eine gute Zeit, um ein gebrauchtes Elektrofahrzeug zu suchen. Kann ich nur empfehlen.
Wilma: Andi hat erzählt, die Bandbreite ist gross auf Autoscout. Aktuell sind es um die 150.000 Autos, die dort ausgeschrieben sind. Und ja, du hast jetzt gerade schon ein bisschen Einblick gegeben, was du fährst. Und jetzt ist die grosse Frage, du sitzt ja an der Quelle, wie oft tauschst du die Autos?
Alberto Sanz: Nicht gar so oft, wie man vermuten könnte, weil ich zwar Autos gerne mag, aber ich bin jetzt nicht der Autofreak, der jedes zweite Jahr das nächste neue Auto haben will. Ich bin eher ein funktionaler Betrachter des Fahrzeugs, aber das Schöne ist, für Autos gibt es Platz für alle, die dir den Chiron immer wieder anschauen, aber nicht kaufen können. oder den Oldtimer sozusagen und dann viele, die dann sehr rational nachvollziehen können, welches Fahrzeug für sie passt und vom Preis her das beste Angebot darstellt.
Wilma: Was ist so, wenn ihr auf 2025 zurückblickt, was ihr seht vielleicht auch, welches Segment besonders gut funktioniert hat? Wir sprachen eben eh schon an, die E-Autos.
Alberto Sanz: Also das Jahr 2025 war ein spezielles Jahr. Ich würde sagen, das war ein Jahr des Wettbewerbs und ein Jahr, in dem mehr Angebot da ist. Das ist ein gutes Jahr für Käufer. Weil wir gesehen haben, dass im Schnitt im Okasionsmarkt ist gewachsen. Wir haben 16 Prozent zum Beispiel mehr Elektrofahrzeuge auf unserer Plattform. Die Mildhybriden sogar 30 Prozent mehr Fahrzeuge. Also das ist schon spürbar, gerade im Elektrobereich. Und das hat zu tun mit, da gibt es verschiedene Faktoren, wieso es jetzt viel mehr Angebot gibt. Zum einen, die Elektrofahrzeuge sind ja an sich nicht so alt. Ein Gebrauchtwagenfahrzeug sollte ja ein bisschen gebraucht sein. Das braucht so im Schnitt einige Jahre. Das heisst, wir kommen jetzt gerade so in die Jahre 25 bis 27. wo die ersten vier Jahre der Elektrofahrzeuge enden und die in den Gebrauchtwagenmarkt zurückkommen. Wir dürfen nicht vergessen, Fahrzeuge im Elektrofahrsegment, da wird das Thema Leasing gerne verwendet als Instrument. Macht auch sehr viel Sinn. Entsprechend gibt es dann so Zyklen und Vierjahreszyklen. Das ist ein Grund, wieso wir jetzt Gebrauchtwagen, Elektrofahrzeuge haben. Zum anderen ist es so, dass es eine Vielfalt an Elektrofahrzeuginnovationen gegeben hat in diesem Jahr 25. Und weil wir jetzt relativ grosse technologische Sprünge machen, haben wir jetzt die Generation der ersten Elektrofahrzeugkäufer. die ja neue gekauft haben, da gab es ja keine gebrauchten. Das sind ja technologisch affine Menschen. Und die haben jetzt sozusagen die ersten Jahre mit ihrem Fahrzeug erlebt, waren sehr stolz. Und jetzt sehen sie, dass sie links und rechts überholt werden von technologisch spannenderen Elektrofahrzeugen. Das sind die nächsten Kunden für neue Wegen im Elektrosegment. Wir haben aber auch sehr viele Leute, das sind die zweite Generation der Elektrofahrzeugkäufer, die sagen, interessiert mich, könnte eine Option sein. Aber ich bin noch nicht komplett überzeugt. Und da haben wir halt eine sehr noch reifende Gruppe an Leuten, die es nicht eilig haben und beobachten. Und das ist natürlich für die Fahrzeugproduzenten eine grosse Herausforderung, weil Innovation kommt, die Leute warten noch. Und jetzt, dadurch, dass die Elektrofahrzeuge in grösseren Zahlen in den Gebrauchtwagenmarkt kommen, Und die Preise sinken, wird ein Elektro-Gebrauchtwagen zu einer Option für Einsteiger, die noch ein bisschen skeptisch sind. Und für die ist jetzt eine Goldzeit. Ich habe die Preise angesprochen. Wir haben uns ja angeschaut. Letztes Jahr sind Gebrauchtwagen im Elektro-Bereich minus 12% gewesen, von 23 auf 24. Dieser Trend hat sich 2025 fortgesetzt, allerdings bei minus acht Prozent. Aber das sind schon ordentliche Summen, die da an Durchschnittspreisenreduktionen zu erleben sind. Und das ist natürlich wirklich eine spannende Phase. Aber auch die, die sagen, ich will den nächsten technologischen Sprung, Auch die sind zum Teil ein bisschen in Warteschleife. Man macht sich eine Idee von einem neuen Fahrzeug und dann hört man schon wieder von einer neuen Technologie. Und das ist schwierig. Ich mache gerne die Apple-Analogie. Apple, das ist eine Marke, die Leute warten und kaufen sich das Nächste. Ob sie es brauchen, ist eine andere Geschichte. Hier haben wir so viele Marken. Ganz viele Apples. Ganz viele Apples. Entschuldigung für die Samsung-Kunden, aber ich versuche ein einfaches Beispiel. Das heisst, die Vielfalt ist überwältigend. Das hat einfach dazu geführt, mehr gebraucht auf unseren Plattformen. geringere Preise und Druck auf Neuwegen. Und was auch kurios ist, finde ich ganz intuitiv, die Preise bei Neuwegen, die gestiegen sind, jetzt Neuwegen, sind die Plug-in-Hybride, sind gestiegen. Und ich wurde gefragt, wieso. Und ich kann das aus den Zahlen nicht rein herauslesen. Ich kann nur die Fakten bringen. Aber ich glaube, wir sehen da, die Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge sind ja die teuersten von den verschiedenen Modellen. Also wenn ich mir anschaue, Benzin, Diesel, Mild-Hybrid, vollelektrisch. Plug-in sind die teuersten Fahrzeuge. Ich habe die Zahl. Im Schnitt ist ein Plug-in Neuwagen-Plug-in-Hybrid, 84.000 Schweizer Franken. Und ein Gebrauchter auf unserer Plattform, 56.000. Das ist noch relativ hoch. Das sind richtig
Wilma: hohe Zahlen. Sind die dann so im Durchschnitt, die Fahrzeuge? Die
Alberto Sanz: Gebrauchten, die werden es sein so um die zwei bis drei Jahre,
Wilma: nicht
Alberto Sanz: mehr. Das sind wirklich noch junge, gebrauchte Wegen. Und die sind gestiegen. Und man fragt sich, wieso? Und natürlich, die Produzenten haben jetzt ein bisschen eine schwierige Herausforderung, weil ihre Händler sitzen auf vielen Elektrofahrzeugen, die sie verkauft haben und wieder zurücknehmen müssen als Leasingfahrzeuge. Das sind Händler, die wieder zurücknehmen. Und die stehen relativ lang am Hof. Gleichzeitig muss ja der Produzent irgendwie diese Verluste wieder wettmachen. Und diese Fahrzeuge sind ja nicht zufällig teuer. Technologisch haben die am meisten drinnen. Die haben einen super Verbrennermotor. Und die Elektromotoren, die da drinnen sind, die Ansprüche, die sind einfach sehr gestiegen. Die Ausstattung ist sehr hoch. Man redet also von wohlhabenden Kunden an, die sich mit Elektro anfreunden können, ohne Kompromisse zu machen. Und das ist viel Technologie in einem Auto. Das heisst, ein Plug-in, das 30 Kilometer Elektro reinfahren kann, das ist einfach nicht gut genug für die Leute, die sagen, ich will keine Kompromisse. Und das wissen die Produzenten, sie stecken mehr Technologie, Innovation in diese neuen Fahrzeuge, was die Preise nach oben treibt. Das wäre die Logik, die das erklärt. Die reinen Elektrofahrzeuge sind ja substanziell wirklich günstiger, wenn wir uns die Preise anschauen auf dem Markt. Und es kommen ja auch immer mehr günstigere Elektrofahrzeuge, reine Elektrofahrzeuge auf den Markt. Also wenn Sie mich fragen, ich glaube nicht, dass die reinen Elektrofahrzeugpreise im Schnitt brutal steigen werden. Aus dieser Mischung, die sich
Andi: ergibt. Ich finde auch den Zusammenhang finde ich noch spannend, weil für den Schweizer Neuwagenmarkt, für die Importeure, war ja ein schwieriges Jahr 2025. Da gingen ja die schlechtesten Verkaufszahlen seit 25 Jahren, glaube ich. 233.000 Autos. Gleichzeitig steigt aber das Angebot auf AutoScout und die Preise sinken. Den Zusammenhang verstehe ich nicht ganz. Eigentlich müsste ja dann theoretisch ja das Angebot dann auch auf Autoscout zurückgehen oder zumindest die Preise ansteigen. Wie erklärst du dann das, dass das Angebot wächst und die Preise von den meisten jetzt auch so von Plug-In-Hybriden und Mild-Hybride sind glaube ich auch bei Neuwagen gestiegen die Preise, aber sonst sind sie ja eigentlich überall gefallen. Genau, genau.
Alberto Sanz: Ja, also das ist, ehrlich gesagt, eine ganz natürliche Entwicklung und Marktsituation, die Angebots- und Nachfrage ausgleichen. Das heisst, wir haben jetzt immer mehr Angebot, da war viel Druck. bei den Herstellern diese Elektrofahrzeuge mit Elektromotor in den Markt reinzubringen, weil sie sie A. produziert haben, weil B. die CO2-Vorgaben dazu führen, dass der Schnitt ihrer CO2-Werte aller verkauften Autos runter muss. Da ist sehr viel Druck am Kessel gewesen. Und dadurch ist viel Angebot in den Markt. Zum Teil sind die Gebrauchtwegen mit Elektromotor ja nicht so alt. Da wurden Fahrzeuge zugelassen. Weil dieser Druck einfach, der konnte nicht durch Nachfrage gedeckt werden. Wir haben also mehr Fahrzeuge da. Die Leute sind vorsichtiger mit der Nachfrage. Und das ist ein klassisches Phänomen. Es sind mehr Fahrzeuge in Parkplätzen der Autohäuser. Die spiegeln sich auf unsere Plattform wieder. Und wenn mehr Angebot als Nachfrage ist, wirkt sich das letztlich auf die Preise aus. Also das ist in der Sequenz schon logisch, so wie wir immer den Markt betrachten. Bei Covid hatten wir weniger Fahrzeuge. Und die Preise stiegen. Genau der inverse Effekt. Jetzt haben wir den anderen Joy-Con-Effekt. Also es ist normal,
Andi: sag ich mal. Was ist denn so das Verhältnis von Hybriden, reine Verbrenner, Elektroautos, Plug-in-Hybride? Entspricht das, weil wir sagen ja jetzt auf dem Neuwagenmarkt war es jetzt ein Drittel circa Steckerfahrzeuge, also Plug-in-Hybride. 10 Prozent und etwas mehr 20 Prozent reine BEVs. Ist das auf Autoscout auch ähnlich oder dominieren da noch eher die Verbrenner bei euch? Nein,
Alberto Sanz: also es spiegelt sich nicht wider. Wir haben einen kleineren Anteil an Elektrofahrzeugen. Das hat natürlich damit zu tun, also um konkrete Zahlen zu sagen, bei Neuwegen sind 20 Prozent Elektrofahrzeuge. Im Markt entspricht das dem auch den Elektrofahrzeugen Neuwegen. Nur bei uns zählen wir auch Hybride dazu. Also wir haben de facto in Relation weniger. Und bei Gebrauchtwagen vor allem liegen wir bei sechs Prozent der Fahrzeuge, die Elektrofahrzeuge sind. Obwohl sich das verfünffacht hat in den letzten vier Jahren. Also das ist alles erst im Kommen. Wieso? Weil die Gebrauchten
Andi: erst gebraucht werden
Alberto Sanz: müssen. Das ist das eine. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, weil wir schon tendieren dazu zu schauen, wie waren die Neuwagenverkaufszahlen vom letzten Jahr. Aber wenn man sich den kumulierten Bestand der Fahrzeuge in der Schweiz anschaut, dann ist das Bild ja ein anderes. Das vergisst man. Wir haben ca. 4,8 Millionen Personenfahrzeuge. Davon sind 4,4 Millionen mit Verbrennermotor. ohne jegliche Elektromobilitätskomponenten im Fahrzeug. Das sind über 90 Prozent.
Andi: Der Radiobestand, da hatten wir das letzte Mal auch drüber, bis der sich ausgetauscht hat. Das geht
Alberto Sanz: natürlich. Ja,
Andi: da müssen wir gerne
Alberto Sanz: hochrechnen. Wir haben diese Rechnung, ich habe sie jetzt gerade nicht im Kopf, wann gebraucht wegen mehr Elektro, gebraucht wegen auf unserer Plattform sind. Das war überraschend weit noch. Deswegen, was im Neuwagenverkauf in einem Jahr passiert, bis sich das dann über den gesamten Fahrzeugbestand dann ausprägt, wird das noch ein Weilchen dauern. Also es gibt nur fünf Prozent reine Elektrofahrzeuge in der Schweiz, von allen Fahrzeugen, dem Bestand aller Fahrzeuge. Das sind 250.000 oder so. Es ist viel, aber dafür, dass man immer nur von IWI liest, sage ich mal, ist es ganz gut, das wieder in Relation zu
Andi: bringen. Nochmal ein Blick auf das letzte Jahr. Da haben wir im Frühjahr eine schöne Geschichte mit euch gemacht. Oder wir haben getitelt Preise von Elektro-Okkasionen im freien Fall. Das habe ich mit einem Kollegen zusammen gemacht, die Geschichte. Und da im Artikel hast du erklärt, dass die Preise von gebrauchten E-Autos auf AutoScout im Jahr 2024 um 12% gesunken sind. Also was du vorhin schon angesprochen hast. Jetzt sind sie ja noch mal mehr gesunken. Und besonders teure Fahrzeuge, also so von Premium-Marken, Audi, Porsche, hatten hohe Wertverluste. Wie sieht die Situation jetzt aus? Hat sich das da etwas entspannt oder muss man da gerade bei besonders teuren Elektrofahrzeugen sind die Wertverluste da immer noch so hoch, wie es damals schon der Fall war.
Alberto Sanz: Also die 12 Prozent von vor zwei Jahren sozusagen, haben sich jetzt auf 8 Prozent reduziert, aber es ist trotzdem noch substanziell, was da an Preisreduktionen zu sehen sind. Und die Premium-Elektrofahrzeuge, ich würde sagen, die haben es ganz schwer, weil die sprechen die anspruchsvollsten Kunden an. Und wenn du als sehr anspruchsvoller Kunde ein teures Fahrzeug hast, das aber von einem nicht Premium Fahrzeug links und rechts überholt wird, dann ist das unangenehm. Die fühlen sich dann nicht wohl. Und wenn man das Fahrzeug wieder beim ursprünglichen Händler verkaufen will und der gar nicht so froh ist, das wieder entgegenzunehmen, dann versteht man, dass da was bis in eine Schräglage stattfindet. Und die Antwort ist, was ich vorhin gesagt habe, die Premiumhersteller generieren noch tollere Fahrzeuge, die natürlich auch mehr kosten. Also das erklärt den Preis nach oben. So, was passiert jetzt mit diesen Elektrofahrzeugen von Premiumherstellern? Das ist ehrlich gesagt für die, die einsteigen wollen, ein perfekter Moment. Natürlich kann man mit einem günstigen kleinen Elektrofahrzeug starten, vollkommen legitim, aber man könnte sich ein Premium-Elektrofahrzeug gönnen im Gebrauchtwagen-Segment. Die Händler, die diese Fahrzeuge wieder zurücknehmen mussten, weil sie einen Leasingvertrag gemacht haben, die sitzen zum Teil auf einem Bestand, wo sie wissen, dass sie einen Verlust machen. Und was ein bisschen, wobei das ist schon seit vielen, vielen Jahren so, wir haben einfach ein Phänomen, Es gibt Händler, die sagen, nein, ich hatte beim Leasing Rückkaufwert von dem Fahrzeug 20.000, ich versuche das um 20.000 zu verkaufen. Und da vergeht die Zeit und die Zeit und sagt, nein, nein, das ist der Wert. Das ist wie wenn man eine Aktie kauft, die geht von 100 auf auf 50 und es wird nicht besser. Man sieht, dass dieser Firma nicht besser geht, aber ich habe sie ja für 100 gekauft, also werde ich sie nicht verkaufen. Und man macht dann irgendwo diesen Rechenfehler und man sagt, naja, die Zeit ist auch was wert. Verkaufst für 50 und machst zwei Transaktionen mit anderen Fahrzeugen und du bist wieder so. Das heisst, die sind am Hof. Dieser Druck, der hält nicht ewig. Also der Ding kann man nicht ewig aushalten und deswegen kann man sehr gute Premium gebraucht wegen im Elektro-Bereich
Andi: kochen. Okay. Ja, das war auch noch... Sorry, Wilma, dass ich... Ich lass dich gleich auch wieder zu Wort kommen. Alles gut. Aber ich hatte das eben auch... Ich predige auch immer hier wieder im Podcast, also so für Elektro-Einsteiger, die ein Schnäppchen machen wollen. Also, dass es im Moment auf dem Occasionsmarkt gibt, wirklich echte Schnäppchen zu holen. Das habe ich immer wieder gesagt. Und du teilst anscheinend diese Einsteiger. Also, das ist wirklich immer noch so.
Alberto Sanz: Ja, und ich habe jetzt nur über Preis gesprochen. Wenn man an Leistung denkt, es kursiert ja diese Angst, dass eine Batterie irgendwo seinen Wert verliert. Es gibt so zwei Aussagen, die man so… Die Batterie ist der Grossteil des Wertes dieses Fahrzeugs und die Batterie verliert an Wert. Das heisst, ich weiss nicht, was ich da einkaufe. Das ist ja de facto, wenn man das technisch betrachtet, gar nicht richtig. Zum einen hat man festgestellt, dass die Lebensdauer von Batterien viel besser ist, als man geglaubt hat. Da gibt es ja, unzählig ist übertrieben, aber es gibt verschiedenste Zertifikate von Batterien, die man sehen kann, machen kann.
Andi: Mittlerweile, oder?
Alberto Sanz: Mittlerweile. Es ist leider ein bunter Haufen, muss man sagen. Es ist nicht vereinheitlicht. Nichtsdestotrotz, das sind ja... Und wenn man mit diesen Herstellern, also diesen Zertifikatsanbietern redet, Die sagen dir alle unisono, diese Batterien halten echt lange. Die Haltedauer ist hoch. Und das ist wichtig, dass wir das auch den Leuten vermitteln. A. Die halten lang. Und B. Das kann man auch messen. Also wenn ich einen Gebrauchtwagen kaufen müsste mit einem Elektromotor, würde ich schon schauen, dass es ein Zertifikat hat. Das haben nicht alle. Das trennt
Andi: dann Spreu vom Weizen. Das ist auch nicht von euch verlangt, dass das quasi die Händler oder wenn man das Auto verkauft, dass es angeboten werden muss? Oder ist das angedacht, dass das vielleicht irgendwann auch mal kommen soll? Ja. Oder setzt sich das automatisch durch?
Alberto Sanz: Danke, das ist eine sehr gute Frage, finde ich. Es ist wichtig, die Sicherheit zu generieren, vor allem, wenn die Sicherheit ja da ist, rein von der Batterie. Ich rede über Garantien dann gleich. Die ist da. Wir müssen das irgendwie gut übermitteln. Und wir spielen ja, wir wollen ja den Markt widerspiegeln. Und jetzt sind wir konfrontiert mit unterschiedlichsten Zertifikaten. Wir wollen in einem ersten Schritt den Händlern die Möglichkeit geben, diese Zertifikate auf Autoscale24 bei den einzelnen Fahrzeugen darzustellen.
Wilma: Wie soll das so aussehen? Gibt
Alberto Sanz: es da schon Ideen? Ja, das kann man dann hochladen sozusagen in einem ersten Schritt. Das heisst, dann kann ich sehen, genauso wie es eine Beschreibung gibt oder eine Garantie gibt, gibt es da ein Zertifikat. Das kann ich mir anschauen. Und der logische nächste Schritt wäre zu sagen, okay, die sind jetzt da, die sind aber trotzdem bunt gemischt. Wie können wir das irgendwie vereinheitlichen? die Leseart. Zerfigate können wir nicht ändern, was sie sind, aber dass wir das in eine einfachere Art und Weise den Suchenden filtern lassen können. Da müssen wir uns noch Gedanken machen, aber da sehen wir uns in der Verantwortung zu helfen. Und das ist ja nur ein Teil der Preis-Leistungs-Diskussion und Innenleistung hat das mit der Batteriequalität zu tun. Und das andere ist, was man, wenn ich so mit Kaufinteressenten rede, irgendwie gar nicht erwähnt wird, diese Batterien haben Garantien. Und zwar beeindruckende Garantie. Und immer wachsende. Wachsende, also wir reden hier zum Teil von acht Jahren Garantie für eine Batterie. Jahrzehnt sogar. Jetzt ist es auch wieder ein bisschen kraut und rührend, aber im Grossen und Ganzen heisst es acht Jahre Garantie, dass bis dahin die Batterieleistung nicht unter einen Schwellenwert, der sehr hoch ist, runtergeht. Sonst tauschen wir die Batterie aus oder wie auch immer verküten wir dich. Und wenn es die Zeit nicht ist, sind es die Kilometer. Dann gibt es 300.000, 150.000 Kilometer. Das heisst, wenn man das jetzt nüchtern betrachtet, und jetzt kommen wir wieder zum Schluss, das ist echt eine perfekte Zeit, um sich ein gebrauchtes Elektrofahrzeug mit gutem Gewissen zu kaufen, weil die Batterien sind gut, man kann es belegen, man hat noch Garantien. und man kriegt Preise, die eigentlich fast schon unfair sind.
Speaker 00: Gegenüber den Herstellern und den Händlern, weil die in Vorleistung mit Innovation gegangen sind und unter sehr viel Druck hier viel produziert haben und die Nachfrage einfach ein bisschen mehr Zeit braucht. Und diese Geister müssen wir irgendwie ein bisschen verjagen, damit man mit gutem Gewissen ein Elektrofahrzeug kaufen kann. Und vielleicht noch eine Anmerkung, Man muss auch, wenn mich dann gefragt werde, ja, wie kann man den Käufern helfen? Ja, mit Transparenz. Aber eine wichtige Frage ist, was brauchst denn du? Wenn du jetzt zum Beispiel ein Plug-in, wenn du zwei Autos in der Familie hast, mit einem Langstrecken machst und in der Stadt nur brauchst, dann brauchst du vielleicht nicht 500 Kilometer Reichweite. Dann vergisst diese Artikel über das nächste Auto, das 600 machen kann, weil das machst du mit einem Verbrenner. zum Beispiel. Jede Situation ist anders. Aber man muss sich das nicht mitreissen lassen mit, ich muss das letzte Modell, die letzten Reichweiten, Kilometer und wenn ich lese 1000 Tests, ist die Reichweite 500 oder 530. Wenn du de facto jeden Tag maximal 100 machst und dann zu Hause wieder ansteckst. So, bei Plugin gleiche Geschichte. Ja, der nächste Plugin hat 100 km. Ja, aber ich mache zweimal in die Stadt rein, raus oder was auch immer die Strecke ist und dann bin ich hundertprozentig wieder zu Hause. Willst du dafür so viel mehr zahlen oder tut das die erste Generation der Premium-Marken nicht perfekt und du fährst ein wunderschönes Auto, bestens ausgestattet und Da darf man sich auch nicht reinreiten lassen in diese Technologie. Sagen wir mal, ich muss das Beste haben. Nein, was brauche ich? Und dann die andere Überlegung.
Wilma: Gerade was das Thema Technologie betrifft, gerade so ein Einsteiger, ich bringe öfter meine Mutter ins Spiel, die wäre so ein klassischer E-Autofahrer, die fährt nicht mehr als 30 Kilometer, die haben Solar auf dem Dach in Eigenheim und die wäre quasi genau die Richtung dafür. Und die bräuchte ja jetzt zum Beispiel auch keinen, die könnte guten Occasion kaufen, weil die braucht jetzt auch nicht die Technik, auf die vielleicht der ein oder andere im Premium-Segment jetzt in diesem Jahr noch wartet, bevor er wieder eins kauft. Und das ist, glaube ich, das, was du auch gerade so richtig auf den Punkt gebracht hast. Man muss sich bewusst sein, wofür brauche ich das Auto? Und seht ihr euch da auch so ein bisschen als die, die den Leuten auch sagen, nicht was sie brauchen, aber so ein bisschen auch erklären, so wie du es gerade gemacht hast. Wann brauche ich vielleicht ein reines E-Auto oder wann ist der Plug-Hybrid der richtige für mich?
Alberto Sanz: Ja, also wir versuchen, wir haben eine eigene Elektromobilitätsseite gebastelt, in der unterschiedlichen Informationen zur Verfügung gestellt werden. Sei es von Kalkulatoren, wo sind Tankstellen, was brauche ich, was passt zu mir. Ich glaube, die Information ist da. Und das ist auch unsere Verantwortung. Ich glaube, aber damit allein ist es nicht getan. Hier sind vor allem auch der Handel ist gefragt. Sie müssen helfen. Ihre Mutter mag vielleicht sagen, das klingt alles logisch, aber das ist neues Zeug, das ist Teufelszeug, ich möchte nicht irgendein Problem haben. Da braucht es eine sachliche, fachliche Unterstützung. Und der Handel ist bestens dafür gewappnet. Wir können sehr viel Information zur Verfügung stellen. Wir können filtern, welche Reichweite, welche Ladekapazität die Batterie hat. Das sind sehr rationale Aspekte. Diese gefühlte Sicherheit. Da können wir nur bis zu einem gewissen Grad, dann stossen wir dann auch an unsere Grenzen. Das sind die Medien auch in einer Rolle, diese Ruhe reinzubringen, glaube ich. Und Geschichten von Leuten, die eben ganz erfolgreich und glücklich den Strom produzieren und selber aus autonom durch die Welt fahren.
Andi: Oder unseren Podcast, den wir machen, der soll ja auch so ein bisschen... Ja, das meine ich.
Wilma: Euch meine ich. Ich bin einer mit Reichweitenangst. Ich bin noch nicht so ganz von E-Autos überzeugt. Obwohl wir
Andi: den Podcast jetzt schon so
Wilma: lange machen. Obwohl wir ihn machen und ich auch das eine oder andere Auto auch schon testen durfte. Dafür bin ich mehr überzeugt von Occasion, was aber viel auch mit dem Preis zu tun
Andi: hat. Vielleicht um ein bisschen wieder zu spiegeln, warum die Menschen oder wo es noch ein bisschen der Schuh drückt. Wir gehen ja auch immer wieder auf Kommentare ein, die über unsere Plattform reinkommen und da würde ich gerne mal Den Micha Andi nennt er sich, würde ich gerne zitieren. Und er sagt, schon mal drüber nachgedacht, dass sich viele keine Neuwagen leisten können und ein gebrauchten E wird dich aus dem Grund niemand holen, weil zu teuer und es aufgrund der Resthaltbarkeit ein unkalkulierbares Risiko ist. Da sind jetzt so alle Vorurteile drin, die du vorhin angesprochen hast. Dann antwortet aber der Heribert Wander auf den Micha Andi, wieso unkalkuliertes Restrisiko? Ein gebrauchtes E-Auto würde ich sofort kaufen, wenn ein Akku-Zertifikat beiliegt, in dem die Restkapazität aufgelistet ist. Akkus halten in der Regel 300.000km und mehr. Beim Verbrennermotor geht da schon öfter mal etwas in die Grütze. In einem haben sie aber recht, auch die gebrauchten E-Autos sind noch sehr teuer. Da siehst du schon, wo diese Diskussionen hingehen. Die Leute denken, wie bei allen Elektroautos, die sind einfach noch zu teuer. Wobei, hast du ja gesagt, die Preise sind weiter gesunken. Und was wir auch angesprochen hatten, diese Akku-Zertifikate, sie sprechen sich langsam rum. Und wie der Heribert Wander gesagt hat, eben in der Regel 300.000 Kilometer. Toyota hat bei ihrem neuesten BZ 4X eine Million Kilometer Garantie oder zehn Jahre. Mit dieser Akkuhaltbarkeit Das muss ich erst ein bisschen rum sprechen, bis das auch bei den Konsumentinnen so angekommen ist, aber es zeigt so mal die Grundstimmung so ein bisschen, oder?
Alberto Sanz: Ja, ich meine, es ist nicht widersprüchlich, dass die Preise sinken und trotzdem hoch sind. Das ist leider schon so, dass sie von einem sehr hohen Preis angefangen haben, weil die ersten Modelle waren teuer. Wenn ich mir die Preise im Gebrauchtwagen anschaue, die sind trotzdem über 40.000 Franken. Nur das ist ein Schnitt. Wir haben hier von einem Audi e-tron mit bester Ausstattung hin bis zu einem Renault Zoe. Also das darf man jetzt nicht nur im Durchschnitt sich anschauen. Es ist nicht inkompatibel. Aber das Thema mit der Garantie ist bestens beantwortet. Ich glaube, wir müssen einfach diese Garantien, beziehungsweise die Zertifikate, aber auch die Garantien einfach viel mehr hervorheben. Das sind echte Verpflichtungen der Hersteller. Das kann man nicht wegdiskutieren. Ich glaube, wir haben ein Thema, Ich habe vorhin das iPhone oder den Mobiltelefon erwähnt und ich glaube, das hilft uns nicht. Wir sind ja alle sehr aktive Mobilendgerät-Nutzer. Und nach drei Jahren, und dort kann man ja, das ist ja relativ bekannt, den Batteriezustand direkt am Handy ablesen. Und die Leute sehen, wie nach drei Jahren eine Mobiltelefonbatterie ausschaut.
Andi: Ich glaube, das ist genau das Problem. Und die
Alberto Sanz: ist schnell mal nach drei Jahren, ich sage mal, bei 80 Prozent. Genauso wie man sich fragen muss, wie weit muss ich mit der Batterie Auto fahren? Wenn man ein Handy nutzt, ist es eigentlich die ganzen wachen Stunden des Tages. Es ist bei allen ziemlich gleich. Das heisst, 80 könnte schon bei vielen Leuten so sein, dass man denkt, ich schaffe den Tag fast gar nicht. Und dann macht es Klick. Und ich glaube, das hat sich… Das ist irgendwo als Intuition bei uns. Handybatterien nach drei Jahren. Nichts mehr so wie fährt. Ich muss mein neues Handy kaufen. Wegen der Batterie, gar nicht mehr so wegen der Funktionalität, weil die können eh fast alles. Und das haben wir irgendwie automatisch in diese Autobatterien reingedichtet. Und das ist natürlich ein falscher Druckschluss. Und deswegen passieren auch solche Kommentare. Es ist nachvollziehbar. Es ist vollkommen logisch und nachvollziehbar. Deswegen braucht es da viel Info. Beruhigende Info. Aber die Hersteller bemühen sich wirklich, das muss man sagen. Irgendwann fragt man sich, was kann man denn noch machen? Garantie, Batterieladezustand ist da. Und die Palette wird ja wirklich immer grösser. Ich habe viel über Premium erwähnt, aber es kommen aus China Modelle rein, wo man sagt, ja Wahnsinn, das schaut aus wie ein Premium, kostet aber mittelklasse und mittelklasse kostet. Es wird immer breiter und bunter. Das ist das Eldorado für Gebrauchtwagen, aber auch für
Andi: Neuwagen-Elektrokäufer. Aber ich glaube, die Leute müssen einfach mal Elektro fahren. Das predige ich auch immer wieder. Aber wenn man, glaube ich, mal Elektro gefahren ist, sind viele Ängste werden dadurch auch genommen. Vielleicht kann da ja Autoscouter noch... Müsste man also Probefahrten mehr anbieten?
Alberto Sanz: Ja, das stimmt. Wir überlegen auch ein bisschen in die Richtung. Try-and-Buy als Konzept. Miete das zwei, drei Monate, sechs Monate und rausfinden. Und dann hast du eine Kaufoption. Sind wir noch nicht so weit. Aber das wäre so ein Schritt in die Richtung. Aber man darf jetzt auch nicht vergessen, ein Drittel der Fahrzeuge in der Schweiz werden über Leasing gekauft. Und Leasing ist ja, wenn man so Angst, also es gibt ja verschiedenste Ängste, die wir angesprochen haben. Wenn eine Angst das Thema Restwert ist, ich kaufe was und wenn ich es dann nicht will, dann habe ich so viel Wert verloren, dann mache ich mir ein echtes Minusgeschäft. Den Teil, der ist auch abgefedert. Man kann sich ja entscheiden, ein Leasingfahrzeug zu nehmen. Dann weiss man, was man zahlt und nach vier Jahren hat man keine Restwertfragen. Dieses Risiko trägt ein anderer. Also auch dafür gibt es eine Antwort. Es gibt viele Antworten. Aber am Ende sind wir viel, sind wir Menschen nicht immer so, wir reden fern über Veränderungen, aber am besten verändert der erst links und rechts von mir und dann komme ich nachher. Das haben wir in allen Industrien und das ist halt eine Situation, die wir mit viel guter Information nach und nach Wässern
Wilma: können. Wie gestaltet sich oder was ist eine gute Anzeige auf Autoscout? Was ist gut oder worauf soll man achten? Was ist es bei den E-Autos ganz konkret? Also wie gesagt, das Zertifikat ist sicher schon mal sehr, sehr gut, wenn auch ihr das quasi jetzt anbietet, dass man es hochladen kann. Stimmen die Fotos überein mit dem, was im Text steht?
Alberto Sanz: Was ich auf jeden Fall schaue, ist, wenn ich ein Gebrauchtwagenfahrzeug kaufe. Grosse Frage, ist es von einem Händler oder einem privaten Anbieter. Bei einem Händler gibt es per se und von Natur her gewisse Garantien und Sicherheiten, die man eher hat. Bei einem privaten würde ich, schaue ich etwas mehr auf gewisse vertrauensbildende Aspekte des Fahrzeugs. Das hat mit dem Serviceheft zu tun, das hat mit der schon allein die Beschreibung eines Fahrzeugs in einem Inserat. Gibt Aufschluss darauf, wie ehrlich eine Person ist. Wenn man zum Beispiel sieht, da scheint ein Kratzer zu sein. Bei einem gebrauchten Wagen ist ja auch okay und in Ordnung. Aber in der Beschreibung steht nichts davon und im Gegenteil, schaut aus wie neu. Dann sage ich mal, okay. Dann gehe ich vielleicht ein bisschen mehr Risiko ein. Kann man schon mal skeptisch werden. Oder man verwendet das als Argument in der Verhandlung und sagt, da ist das und das. Das machen Händler nicht anders. Das kann man machen, wenn man sich vorbereitet. Aber das geht es darum, zurück zur Frage, wie wohl fühle ich mich mit der Beschreibung, mit der Ehrlichkeit, die sie sozusagen übermittelt. Und aus dem heraus fängt man an, eine Meinung zu entwickeln. Aber die kann man eigentlich am besten machen, wenn man viele Angebote vergleicht. Wir sehen das ja auch, wie das Nutzungsverhalten ist. Es ist ja sehr selten so, dass jemand kommt, sagt, ich will ein Auto kaufen, klickt dreimal auf ein Angebot, ruft den Händler an und holt es morgen ab. So läuft das ja in den wenigsten Fällen. Hinzu kommt eben, es hilft unheimlich, wenn man so ein Zertifikat hat. Das kann man sich ja aus Privata auch holen. Zum TCS oder wo irgendeinem Händler, also nicht irgendeinem, findet man. Also es ist keine Ausrede, das kann man machen, weil dann hat man natürlich eine bessere Preisverhandlungsbasis. Und dann wäre meine Empfehlung zu beschreiben, welche Ladesituationen hat man durchlebt, wenn man immer mit einem normalen Stecker geladen hat oder wenn man jedes Mal mit einem Fast Charger, dann ist das an sich nicht so toll.
Andi: Wobei auch das
Alberto Sanz: sieht man ja an der Restkapazität. Genau, letzten Endes sollte das ja dann in dieser Restkapazität herauszulesen sein. Aber alles was so ein bisschen beruhigend ist, ich habe es jeden Tag nur gebraucht für ins Büro und zurück oder was auch immer es ist. Immer nur bis 80 Prozent. Und bis 80 und ich war ein braver Nutzer. Das hilft, wenn es stimmt. Und wie gesagt, der Wert kann man nicht faken.
Andi: Wahrscheinlich schon, aber...
Alberto Sanz: Ja, aber wenn man den faket, dann haben einige Leute Probleme, ja? Und wir werden sicherstellen, dass diese Leute nicht nochmal verkaufen. Und dass der Zertifikathersteller weiss, dass da Umfug getreten wird. Also ich glaube, das werden wir als Industrie regeln, weil es ist für alle wichtig, dass die Zertifikate an Wertigkeit gewinnen und an Visibilität. Aber das wären die Zusatzaspekte, die zu berücksichtigen wären aus meiner
Andi: Erfahrung. Wenn wir jetzt gerade schon bei den, wenn ich mein Auto verkaufen will als Privater, wenn wir auf die Seite wechseln, hast du vielleicht ein paar Tipps auch für unsere ZuhörerInnen, wenn ich mein Auto verkaufen will? Wie mache ich das möglichst erfolgreich, dass ich es wirklich loskriege? Gibt es da so gewisse Sachen, worauf Verkäufer oder ich als privater Verkäufer achten muss?
Alberto Sanz: Ja, absolut. Das fängt damit an und wir machen immer wieder Studien. Was suchen denn Autosuchende? Was ist ihnen wichtig? Und das Wichtigste ist die Fotos. Die Fotos sind... Es fängt nicht mit dem Preis und mit den Kilometern etc. an. Die Fotos machen den ersten... den ersten Eindruck. Und dann kommen die Fragen Preis, Kilometer und Zustand. Das Auge fährt mit, sozusagen. Das Auge fährt mit, genau. Deswegen, erster Punkt, gute Fotos und viele Fotos. Nutzen Sie alle Möglichkeiten an Fotos, die wir anbieten. damit das gut rüberkommt. Das heisst nicht, dass die perfekt im Sinne von fotografisch perfekt, aber richtig authentisch und alle Bereiche des Fahrzeugs abdeckt. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt beim Preis, nicht zu gierig sein und nicht zu tief schabbeln. Das heisst, man sollte die Hausaufgaben, die ich vorhin beschrieben habe, genauso als Verkäufer machen. Ähnliche Fahrzeuge, wo liegen die preislich? Und da gibt es immer Fantasiepreise von Autos, die sich nicht verkaufen, die dann den Preis reduzieren. Also da muss man ein bisschen ein Gefühl entwickeln und sich irgendwo in der Mitte finden. Das wäre dann der zweite Punkt. Und dann in der Beschreibung, also wir sind jetzt im Textbereich, ist es wichtig, bei Gebrauchtwegen dieses Vertrauen aufzubauen, indem man sagt, dieses Fahrzeug hat mich begleitet, zum Teil sind ja wirklich nette Beschreibungen drinnen, aber wenn darüber kommt, dass dieses Fahrzeug das eine oder andere Wehwehchen hat, aber das beschrieben wird authentisch, dann gewinnt man Vertrauen. Wenn alles perfekt ist bei einem 80.000-Kilometer-Fahrzeug und da steht nichts von, wann man die Bremsscheiben geändert hat oder Sonstiges drumherum, dann ist das zu schön, um wahr zu sein. Und dann hat man keinen Erfolg. Oder es dauert länger. Aber ich glaube, ein interessanter Punkt, der Prozess, als Privater ein Auto zu verkaufen, selber zu verkaufen, so wie ich das beschrieben habe, Der klassische Weg zur Alternative, zu einem Händler zu gehen, ist das Einfachste, aber nicht das monetär Attraktivste für den Privaten. Der Händler muss ja einberechnen, dass er das weiterverkauft, eine Marge einrechnen. Reparaturen, die er vielleicht im Nachhinein ... Das wird ja gedanklich vom Händler zurecht reinkalkuliert. Das heisst, man kriegt als Privater, wenn ein Fahrzeug verkauft wird, beim Händler einen etwas tieferen Preis im Schnitt, als wenn ich es selber verkaufe. Jetzt muss man all das, was ich vorhin beschrieben habe, machen. Man muss aber auch um einige Probefahrten viele Telefonate und E-Mails beantworten. Das ist zeitraubend. Es geht um viel Geld. Das ist für viele Leute etwas, wo man sagt, ja, das ist es mir wert, wenn ich da jetzt noch 2000 oder 500 Franken mehr raushole. Das ist es, dieser Aufwand wert. Es gibt aber dann jetzt ein Angebot, das wir jetzt entwickelt haben, weil wir mit den privaten Verkäufern geredet haben. Die haben gesagt, ja, beide Optionen, von denen ich jetzt geredet habe, die sind Beide nicht so gut. Gibt es nicht irgendwas dazwischen, dass der Preis vielleicht nicht so schlecht ist, wie wenn ich es beim Händler direkt verkaufe, aber ich die Mühsamkeiten nicht habe. Und da sind wir mit der Idee gekommen, wir nennen das Autoscout24 direkt. Das ist relativ neu. Ich kann als Privater mein Fahrzeug beschreiben, so wie ich das vorhin geschrieben habe. Und wir von Autoscout24 kontaktieren qualifizierte Händler, konkrete Angebote machen. Das ist eigentlich im Wesentlichen ein Auktionsverfahren. Das heisst, ich als Privat habe nur die Fotos gemacht, eine Beschreibung, das war's. Dann startet die Auktion und in 24 Stunden kann ich sagen, dieses Angebot gefällt mir und dann kommt ein Händler. Wir sind ein qualifizierter Händler, von dem wir wissen, dass er professionell arbeitet, und kommt und holt das Auto, weil es ein verbindliches Angebot ist.
Andi: Der mit dem höchsten Preis der Händler, der kriegt dann das Auto quasi?
Alberto Sanz: Kommt, das Auto abholt, bezahlt. Das heisst, man hat die Bequemlichkeit und Geschwindigkeit, wie wenn ich jetzt ein Auto... Es ist sogar noch bequemer, ich muss gar nicht mal von zu Hause wegfahren. und kriege einen fairen Preis von einem Händler. Und dadurch, dass mehrere Händler Angebote machen, hat man den Eindruck, und das ist auch so, dass das schon fair sein muss. Es ist ja nicht nur ein Händler, der mir ein Angebot bietet.
Andi: Also kostet das auch was, der Service? Wahrscheinlich schon. Ganz umsonst werdet ihr es ja nicht
Alberto Sanz: machen. Ja, wir müssen auch von was leben, ja. Also nur bei Erfolg wird eine kleine Gebühr für den Verkäufer und Käufer.
Andi: Also je nach Auto, je nach Preis, auch wie teuer es ist.
Alberto Sanz: Ja, also der private Verkäufer zahlt bei Erfolg 99 Schweizer Franken. Also bei einem Durchschnittswert der Fahrzeuge, so wie sie jetzt sind, ist das also
Andi: Ein sehr fairer Preis.
Alberto Sanz: Ein vertretbarer Preis. Ja, absolut. Und bei Händlern ist es natürlich so, dass die Beratung schon wichtig ist. Das können Private jetzt nicht leisten. Wir können mit unserer generellen Information helfen, aber ein Händler hat hier natürlich noch einmal einen Mehrwert und das können nicht alle Händler gleich gut. Es gibt auch Händler, die es Die wehren sich noch, die wollen mit Elektrofahrzeugen noch nicht so viel zu tun haben, nehmen auch keine Fahrzeuge in Kauf. Die gibt es, aber es gibt sehr viele gut informierte Händler, die werden dann ihrer Mutter erklären, dass sie bestens beraten ist, wenn sie ein Fahrzeug in der Batteriekapazität und mit der Reichweite für die Bedürfnisse bestens aufgehoben und wird Ihnen zehn, drei andere Kunden erwähnen, die in einer ähnlichen Situation sind. Und sie können zu uns kommen, wenn ein Problem ist. Das ist, was Personen wie Ihre Mutter wahrscheinlich helfen würden. Und das wird ein Privater, der ein Auto verkauft, nicht so ganz übermitteln können. Wahrscheinlich nicht, ja. Genau. Es gibt für alle eine ideale Option zu sein.
Wilma: Was glaubst du persönlich, wenn jetzt, es kommen ja jetzt ganz viele neue Modelle auf den Markt, alles eher Kleinwagen und das war ja auch das, was gefordert war, dass es einfach mehr Kleinwagen, bezahlbare E-Autos gibt, wird sich das irgendwie auswirken auch? Dass man dann doch vielleicht sagt, guck mal, wenn ich jetzt eins für irgendwie 25.000 neu haben kann, dann nehme ich es vielleicht lieber doch.
Alberto Sanz: Also ich würde sagen, der Druck auf die Gebrauchtwagenpreise wird nicht weniger. Denn alles was ich gesagt habe über das Jahr 2025, ich wüsste nicht wieso ich in einem Jahr nicht genau das gleiche nochmal sagen würde. Weil genau das passiert, noch mehr Modelle. Im unteren Segment. Weil irgendwie, gefühlt war ja so eher für die Mittelklasse und hohe Schicht. Und jetzt ist das runter verlagert. Proportional um X, aber gleiche Fragestellungen. Ich glaube Autokäufer, sei es gebraucht oder neu, haben auch 2026 ein gutes Jahr. vor sich.
Andi: Ich glaube, das waren jetzt gerade schöne Worte zum Abschluss. War auf jeden Fall sehr spannend, die Einblicke, die du uns gegeben hast. Vielen Dank, Alberto, dass du hier sein konntest. Vielen Dank natürlich auch an dich, Wilma.
Wilma: Ja, ich danke dir. Ich danke dir vor allem, dass du hergekommen bist und dir die Zeit genommen hast. Dann schauen wir auf ein spannendes
Alberto Sanz: 2026. Vielen Dank für die Einladung, Wilma und Andreas.
Andi: Und für unsere ZuhörerInnen, wenn ihr es auch spannend fandet, lasst bitte Kommentare da, liked uns und ihr findet uns wie immer auf allen Kanälen und dann freuen wir uns auf die nächste Folge von Elektrogeflüster.
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