Sind ältere Menschen von Elektroautos überfordert?

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00:00:01: Porsche präsentiert Elektrogeflüster. Faszination Sportwagen. Elektrifiziert.

Wilma: Herzlich willkommen zurück zu Elektrogeflüster. Wieder eine neue Folge und in dieser Folge wollen wir damit übersprechen, mal die These, warum sich ältere Generationen vielleicht auch gegen den Stromer entscheiden, weil ihnen die ganze Bedienung des Autos vielleicht zu kompliziert ist. Beginnend beim Laden, über die Displays, die alle neu sind, Sprachsteuerung und all der andere neumodische Kram, wie meine Mutter sagen

Andi: würde. Hallo Wilma, auch von meiner Seite. Welcome back. Und heute, wie du schon angesprochen hast, wollen wir mal ein bisschen der Frage nachgehen, ob ältere Personen von Elektroautos vielleicht auch überfordert sind. Wie du gesagt hast, angefangen beim Laden unterwegs, wo ich ja auch schon meine Erfahrungen mitgeteilt habe, dass es manchmal nicht ganz so leicht ist bis zur Bedienung des Infotainmentsystems. Viele denken dann vielleicht, bevor ich mir jetzt so ein Computer auf Rädern oder so neumodischen Kram wie deine Mutter sagen würde, bevor ich mir das kaufe, bleibe ich doch lieber bei meinem guten alten Verbrenner, da weiß ich, was ich habe, oder? Wobei man natürlich auch sagen muss, auch neue Verbrennermodelle haben ja moderne Displays drin. Da unterscheiden sie sich ja teilweise nicht fundamental von Elektroautos. Aber klar muss man natürlich sagen, gerade bei Elektromodellen ist so der Trend, immer mehr Bildschirme, immer weniger Knöpfe. Und da vielleicht gerade noch ein Beispiel, wir hatten kürzlich den Suzuki Evitara im Test. Und unser Praktikant, der Juan, der ist den gefahren, hat ihn abgeholt. In Zhafenwil müssen wir die Suzuki immer holen. Und er hat dann auch gesagt, also bis er sich daran gewöhnt hat und er hat dann wirklich gesagt, wie sollen denn gerade Suzuki's so in den Bergen und so oder 4x4, diese kleinen Flitzer. Sehr beliebt. Sehr beliebt und werden halt auch gerade, da ist glaube ich, der Altersdurchschnitt von den Fahrern ist da halt auch höher. Und die sind halt sich gewöhnt, du hast große Knöpfe für die Sitzheizung zum Beispiel, hast du jetzt in dem gar nicht mehr. Und der hat dann gesagt, wie sollen denn dann so Leute, die vielleicht das erste Mal dann elektrisch fahren, bisher hatten sie einen alten Suzuki, dann kommen sie in den E-Vitara und sie haben keine Knöpfe mehr. Und selbst er hat gesagt, er ist überfordert mit der Bedienung. Ich glaube, du hast in letzter Zeit ja auch wieder ein paar Erfahrungen gesammelt mit so neuen Stromern.

Wilma: Ja, das ist so. In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen mit BYD, die diesen Clou haben. Man drückt drauf und der Bildschirm geht von der waagerechten in die horizontale. Genau. Ich bin gerade den BMW Aceman gefahren. Da ist es so… Mini

Andi: Aceman.

Wilma: Genau, der Mini. Und bei Mini ist es ja typisch, es war schon immer dieses Runde und so leicht Verspielte. Jetzt gibt es halt so ein rundes Display. Ansonsten ist das fast quasi alles clean. Und es gibt noch ganz ein paar Bedienungen, wie ich das Automatikgetriebe ankriege, wie ich irgendwie noch den Gang einlege. Vorwärts, rückwärts. Und dann gibt es zum Glück ein Head-Up-Display, weil das war so für meine Sorge, weil sonst ist wirklich alles clean hinter dem Lenkrad. Wenn ich jetzt fahre, gerade in der Stadt, hier wird zwar angezeigt, was ich fahre, dass ich halt immer darüber gucken müsste. Aber zum Glück gab's so ein kleines Setup-Display, da war's dann einfacher. Weil gerade in der Stadt, wo neben dir noch die Tram fährt und noch ein Bus, und dann ist der nächste Zebrastreifen, und dann blinkt die Ampel, und du weißt gar nicht, warum sie blinkt. Vielleicht kommt der nächste Tram. Also ich habe mich dann dran gewöhnt, weil es ging mit dem Head-Up-Display, aber die Vorstellung, ich müsste halt immer wieder darüber gucken.

Andi: Gibt ja auch so Modelle, zum Beispiel im Tesla macht das ja, dass du wirklich nur das Display in der Mitte hast, wo dann die Geschwindigkeit anzeigt oder Volvo EX30, den wir auch mal im Dauertest hatten. Da hast du die Geschwindigkeit dann wirklich nur im Mitteldisplay und gar nichts mehr vorne dran. Ist gewöhnungsbedürftig auf jeden Fall, ja.

Wilma: Ja, definitiv. Ich habe mich auch schon mal gegen eine Testfahrt entschieden. Das war vorhin Polestar.

Andi: Genau, ja.

Wilma: Weil ich bin einfach so einer, ich gucke gerne noch mal in den Rückspiegel, gerade in der Stadt. Und dann kommt eine Sirene hinten und du weißt, da kommt ein Krankenwagen. Und die Vorstellung da ist einfach so, es gibt keine Heckscheibe mehr. Du hast stattdessen oben, du bist ihn glaube ich auch gefahren, du hast stattdessen oben eine Videokamera und das war für mich so, so weit war ich da noch nicht. Und ich bin, wie gesagt, nicht die ältere Generation auf dem Weg dahin, aber noch nicht ganz.

Andi: Es ist ja, es ist schon komisch, dass was du meinst, er hat so eine kleine Rückfahrkamera quasi hinten drin und das Bild wird quasi im, im Rückspiegel eingeblendet, also der Rückspiegel existiert in dem, also der ist nur noch digital und du hast quasi das Bild von der Kamera hinten. Kann mega praktisch sein, zum Beispiel wenn du Transporter hast, habe ich ja auch schon das ein oder andere Mal darüber gesprochen und normalerweise in so einem Transporter, du hast ja Normalerweise ist die Transportfläche ja abgetrennt und du kannst ja nicht hinten raus gucken. Du hast nur deine Seitenspiegel und wenn du dann natürlich die Rückfahrkamera dann noch in der Mitte eingeblendet hast, oben, da kann es dann praktisch sein. Kürzlich hatten wir auch den Audi S6 e-tron und der hat zum Beispiel, also der hat das als Feature, also als aufpreispflichtiges Extra, digitale Außenspiegel. Du hast dann nur noch so zwei Ärmchen, wo dann so jeweils eine Kamera drin ist und das Bild hast du dann in einer Seite drin. Es geht, sind auf jeden Fall deutlich besser als so die erste Generation, die sie hatten. Auch andere, ich glaube Lotus hat auch so ein System. Aber wie du sagst, es ist schon a gewöhnungsbedürftig. Und du hast natürlich was bei diesem digitalen Rückspiegel oder Außenspiegel, was du halt nicht hast. Die Distanz kannst du halt nicht einschätzen, weil das menschliche Auge stellt das natürlich ein. Du siehst die Distanz, kannst du viel besser abschätzen bei einem richtigen Spiegel, als wenn du es dann digital hast. Und dann für die 5 oder 10 Kilometer Reichweite, du hast natürlich weniger Windwiderstand, deswegen machen sie ja diese Außenspiegel bei Stromern. Ja, ob das dann wirklich so die letzte Lösung jetzt ist, um da noch ein paar Kilometer rauszuholen. Ja, ich weiß nicht. Ist, glaube ich, mehr so ein Gimmick. Jetzt heute wollen wir ein Stück weit herausfinden, Eben, für ältere Menschen ist es schwieriger, so ein Elektroauto als so für Digital Natives, die vielleicht wirklich mit dem Smartphone in der Hand groß geworden sind oder beziehungsweise die es schon relativ früh damit in Berührung gekommen sind. Und ja, für Ältere kann das natürlich schon eine große Umstellung sein.

Wilma: Ja, grundsätzlich gibt es da auch schon Umfragen zu. Oder es wird in die Umfragen verpackt, die allgemein gestellt werden zum Thema, würden Sie auf einen Stromer umsteigen? Da gibt es diesen Mobilitätsmonitor vom GFS Bern. Da war das Ergebnis, 27 Prozent der Befragten Sie können sich vorstellen, Stromer zu verkaufen. Bei den anderen war die gleiche Skepsis wie immer. Reichweite, Ladeinfrastruktur, Batterien zerstören die Umwelt. Mythen haben wir schon zweimal besprochen, was da alles vorherrscht. Und immer noch der Preis der Modelle. Aber auch da tut sich einiges. Auf der anderen Seite zeigt sich trotzdem, dass die Schweizer Bevölkerung sich so langsam verändert und bereit ist, Ja, zu wechseln. Kritiker merken aber immer noch, da haben wir auch schon drüber gesprochen und oft drüber gesprochen, solange das mit dem Laden nicht so bequem ist, wie viel dem Tanken, bleiben einige skeptisch.

Andi: Ja, es gibt immer noch sehr große Vorbereitungen, wie du die GFS Bern-Studie da zitiert hast, diesen Mobilitätsmonitor, finde ich schon krass, sodass nur noch knapp ein Drittel der Befragten können sich überhaupt vorstellen, Strom mal zu kaufen. Das heißt, zwei Drittel können sich es immer noch nicht vorstellen, obwohl man jetzt so viel darüber liest, obwohl die Technik wirklich immer besser wird. Aber in dem Kontext gab es noch eine weitere Umfrage im November, hatten wir auch im Blick, haben wir die dann auch zitiert und wir haben dann geschrieben als Überschrift, der typische E-Autofahrer, und das ist jetzt noch interessant, weil das eigentlich genau unsere These heute widerspricht, der typische E-Autofahrer ist alt und hat ein Haus. Da muss man jetzt aber zu sagen, eben diese Studie, die war im Auftrag vom Bundesamt für Energie. Und das waren unter E-Auto Besitzern. Also die hatten alle schon ein E-Auto, die sie da befragt haben. Und so die wichtigsten Ergebnisse waren, 70 Prozent der E-Auto Fahrerinnen besitzen Wohneigentum. Also wirklich mehr als zwei Drittel oder 48 Prozent, also fast die Hälfte haben sogar eine Photovoltaikanlage und fast drei Viertel sind über 45 Jahre alt. Liegt auch irgendwie auf der Hand, weil eben wenn man natürlich noch ganz jung ist, kann man sich selten schon Wohneigentum leisten. Das ist dann ja eher, wenn man dann irgendwie mit 40 oder was weiß ich so in der Kante irgendwann wird das dann vielleicht realistischer, dass man sich dann wirklich mal selber Wohneigentum leisten kann. Aber was auch trotzdem aus diesen ganzen Umfragen herauskommt, ist, dass Jüngere sind offener gegenüber E-Mobilität. Also das wird schon klar. Jüngere könnten sich eher vorstellen, Elektroautos zu fahren. Die meisten können es sich einfach nicht leisten. Aber theoretisch werden sie schon offener. Also es ist doch so eine gewisse Skepsis unter älteren Leuten gegenüber der E-Mobilität. Das kommt schon aus den Umfragen raus.

Wilma: Ich finde auch, die Zahl 45 Jahre alt, das ist unsere Generation. Wir haben ja schon mal einen Technologie-Bundle mitgemacht. Wir kennen noch die Wählscheibe über dem Telefon und sind aus Smartphones umgestiegen. Wenn ich höre, wir sind über 45 Jahre alt, sind das vielleicht die 50-Jährigen. Da kommt auch wieder raus, sie haben Wohneigentum und können sich das E-Auto leisten und haben halt gelernt. sich neuen Technologien anzupassen. Ich denke, das spielt da dann auch mit rein. Weil die Generation, von der wir sprechen, ist ja eher so die Generation unserer Eltern. Irgendwie Ende 60, Anfang 70, die noch fit sind, Auto zu fahren, aber natürlich auch viel Erfahrung mit dem schönen manuellen Schaltgetriebe haben. Da bring ich ja auch immer gerne meine Mama ins Spiel, die ja immer ganz klar sagt, dass sie nicht auf einen Stromer umsteigen möchte. Ich hab auch versucht, sie für diese Folge Dazu zu befragen. Sie hat das kommentiert mit keinem Kommentar. Was aber ja damit zu tun hat, dass sie nicht ganz so gerne in der Öffentlichkeit steht.

Andi: Aber wer weiß. A, würde ich da sagen, deine Mutter hat sicherlich ein Smartphone.

Wilma: Definitiv, das ist ja der Witz dabei. Da hat sie auch immer gesagt, brauche ich nicht.

Andi: Und er hat

Wilma: jetzt die meisten WhatsApp-Gruppen in der Familie.

Andi: Und irgendwann sind dann auch unsere Eltern mal auf dem Smartphone umgestiegen, oder auch wenn wir dann natürlich früher waren. Weißt du denn konkret trotzdem, hast du sie mal irgendwie trotzdem mal fragen können, warum sie jetzt so skeptisch ist, einen Stromer zu fahren? Weil eben, wie gesagt, sie wäre ja eigentlich Perfekt geeignet, oder?

Wilma: Genau, sie wäre das perfekte Testimonial. Aber Mama ist jetzt 74, das heißt, sie fährt seit knapp 55, 56 Jahren manuelle Schaltgetriebe. Und das liebt sie auch. Und sie kann auch besser anfangen am Berg als ich, das muss ich gestehen, weil wir da mehr Erfahrung haben. Und sie fährt auch mittlerweile manchmal das Automatikauto meines Vaters. Das findet sie schlimm, aber Papa findet es noch viel, viel schlimmer, weil er dann daneben sitzt und ihr immer wieder erklärt, sie soll bitte die Knüppel loslassen.

Andi: Wenn sie fährt, findet er es schlimmer.

Wilma: Genau, weil sie einfach automatisch immer nach

Andi: dem

Wilma: Schalthieb greift. Und sie kann es sich einfach nicht vorstellen, damit zurechtzukommen. Aber ich gebe dem Argument recht. Smartphone hat sie auch immer gesagt, brauche ich nicht, will ich nicht. Handy wollte sie auch nie. Also damit fing es ja schon an. Wir redeten eben über den neumodischen Kram. wie sie das immer alles gerne nennt. Was in dem Sinne jetzt noch spannend ist, und darauf werde ich wahrscheinlich auch noch mal zurückkommen, am Ende des Telefonats, wo ich sie darum bitten wollte, heute doch auch mal ein Auto umherzusteuern, meinte sie, dass ihr Auto jetzt kaputt sei. Und es ist wirklich nicht mehr fahrtüchtig. Deshalb bin ich jetzt ganz gespannt, was dabei rauskommt.

Andi: Ja, wer weiß, vielleicht kann sie ja doch noch überzeugt werden, vielleicht so nicht.

Wilma: Erstmal vielleicht beim Automatik, weil das muss ich eben dran denken, als du das sagtest. Wenn du wirklich komplett von so einem Auto wie meine Mutter, was über 20 Jahre alt ist, vom manuellen Schaltgetriebe, glaube ich, wirklich komplett sofort umsteigst, auch den Stromer, und noch nicht Automatik kennst, dann ist es wahrscheinlich noch mal eine größere Hürde.

Andi: Ja, ja, ich weiß nicht. Ich weiß noch, als kleines Anekdötchen am Rand, als ich das erste Mal Automatik gefahren bin, da war ich Noch in jüngeren Jahren, so vor 20 Jahren, war ich in Amerika und habe mir dann auch einen Mietwagen genommen. Und ich bin vorher auch nur Handschalter gefahren. Und ich bin dann halt auch mit beiden Füßen oder links, Bremse rechts und bin dann wirklich erst mal drei Vollbremsungen auf dem Parkplatz. Und ich habe dann fünf Minuten gebraucht, deine Mutter bräuchte vielleicht zehn Minuten, um sich dann umzustellen. Aber eigentlich eine Hexerei ist das. Es ist ja eigentlich wirklich viel angenehmer, gerade wenn du so oft im Stau oder in der Stadt unterwegs bist. Würde dann deine Mutter vielleicht auch schätzen. Aber ja.

Wilma: Wir werden es sehen. Vielleicht werden sie überreden können, was ich nicht schaffe oder unser Podcast.

Andi: Aber während deine Mutter die Aussage verweigert hat, habe ich meine Mutter auch gefragt, ob sie mir heute ein paar Fragen beantworten möchte. Und meine Mutter ist fast so alt, meine Mutter ist 73, mein Vater noch ein paar Jährchen älter. Wir leben jetzt auch seit 16 Jahren wieder in Deutschland, in dem Haus, wo ich aufgewachsen bin, also in unserem Elternhaus. Sie haben sich auch erst vor anderthalb Jahren wieder ein neues Auto gekauft, also eine Okkasion, aber noch nicht allzu alt. Aber es ist auch wieder ein Minivan, wie sie vorher schon hatten, aber mit reinem Benzinantrieb. Also auch kein Hybrid oder so. Lustigerweise auch. Meine Mutter wollte unbedingt Handschalter. Es ist auch kein Automat, wobei ich gesagt habe, das ist ja viel angenehmer, gerade wenn du so in der Stadt fährst. Wobei da, wo sie wohnen, da sind jetzt auch nicht so die Mega-Staus, da in Goslar, da beim Harz. Aber sie fahren halt auch häufig in die Schweiz, habe sie dann angefragt, ob sie mir ein paar Fragen für die Sendung beantworten möchte. Und da habe ich sie als erstes mal gefragt, ob es denn von Anfang an klar war, als sie davor anderthalb, zwei Jahren das Auto gekauft haben, ob es wirklich nochmal ein Auto mit konventionellem Antrieb sein soll. Und wir können ja mal reinhören, was sie da geantwortet hat. Okay, ich bin gespannt. Es

Margritta Engel: war von Anfang an klar, dass wir einen Benziner nehmen wollen, weil du ja weißt, wir fahren recht weite Strecken und bis jetzt mit dem System, wie das so ist, mit dem Auftanken und so, das ist uns im Moment alles noch ein bisschen, ja, gewöhnungsbedürftig. Wir fahren immer die weiten Strecken hier von Goslar, Hannover bis in die Schweiz und dann müssten wir ja meistens zweimal noch auftanken und das ist ja nicht so toll. Die weiten Strecken, die wir zurücklegen, Das war eigentlich die Hauptsache, weil das Auftanken unterwegs ja recht kompliziert zum Teil ist und auch viel Zeit in Anspruch nimmt.

Andi: Genau. Auftanken. Also wenn meine Mutter hier von Auftanken spricht, meint sie natürlich das Aufladen, genau das Nachladen unterwegs. Es drückt ja in der Antwort, drückt es ja auch schon so ein bisschen durch, dass da schon noch eine gewisse Skepsis vorhanden ist. Eben wenn sie sagt, das Aufladen ist noch recht kompliziert. Eben teilweise stimmt das auch wirklich. Habe ich ja auch schon meine Erfahrungen gesammelt. Wobei jetzt entlang der Autobahn, wenn du da deine Ladekarte hast vom Hersteller. Also bei mir, ich hatte da auf der Langstrecke wirklich noch nie Probleme. Es nimmt ja wirklich nicht so viel Zeit in Anspruch. Ich bin ja jetzt auch gerade wieder vor zwei Monaten zu ihm gefahren und ich war kaum langsamer, als wenn ich jetzt mit dem Benziner gefahren wäre. Aber ja, man sieht natürlich, sie ist noch nie groß gefahren. Einmal hatte ich ihr einen Testwagen gegeben, mit dem wir nochmal eine kleine Runde gedreht hatten.

00:16:37: Porsche präsentiert Elektrogeflüster. Faszination Sportwagen. Elektrifiziert.

Andi: Ich habe dann noch mal ein bisschen konkreter nachgefragt, warum die Skepsis noch so gross ist und wo vielleicht auch so gewisse Ängste und Vorbehalte sind. Und das hat sie dann darauf geantwortet.

Margritta Engel: Also man ist natürlich ein Gewohnheitsmensch und hat gerne seine alten Gewohnheiten und kennt sich damit aus. Ein E-Auto ist immer noch ein bisschen was Besonderes für uns. Außerdem sind die Autos noch recht teuer. Das muss man auch berücksichtigen. Und gerade unsere Jahrgänge sind Rentner, Pensionäre. Also die müssen dann manchmal auch schon aufs Geld achten. Und dann kommt so ein Auto so schnell nicht in Frage. Man hört einfach öfter, dass Leute mit E-Autos dann liegen bleiben oder so ein Brand passiert. Und du musst dir Hilfe holen. Natürlich musst du das mit jedem anderen Auto auch. Wenn du liegen bleibst und nicht weiterkommst, musst du halt den ADAC oder so anrufen. Aber beim E-Auto weiß ich gar nicht, ob ich da so viel mehr Angst hätte. Kann ich gar nicht so genau sagen. Grundsätzlich denke ich, man kann immer mit jedem Auto mal liegen bleiben und man muss sich dann eben Hilfe holen. Also direkt Angst, glaube ich, hätte ich davor nicht.

Wilma: Sie bestätigt quasi das mit dem Gewöhnungsbedürftig, hat sie im ersten Urton gesagt. Jetzt spricht sie vom Gewohnheitsmensch. Und das ist das, was ich auch eben angesprochen habe, was meine Mutter betrifft, die seit über 50 Jahren alt einfach das Schaltgetriebe kennt und dass sie einfach auch Sicherheit gibt beim Autofahren.

Andi: Ja eben, man ist halt so ein Gewohnheitstier, der Mensch und die bringt eigentlich wirklich alles schön zur Sprache, worüber wir ja auch in unseren Mythenfolgen immer wieder sprechen. Der Preis kommt zur Sprache, was teilweise ja wirklich auch noch stimmt. Die Autos sind teilweise noch teurer. Es gibt immer mehr, die günstiger werden und die wirklich diese Preisparität, dass Benziner und Elektro gleich sind, die erreicht wird. Es dringt aber noch nicht so zu den Leuten durch, weil viele befassen sich ja auch jetzt nicht so viel wie ich. Ich befasse mich ja täglich auch mit den Autos. Und eben, dass Leute liegen bleiben, dass die Autos dann brennen und man kann sie nicht löschen und so Sachen. Eben, das sind ja alle genau diese Themen, die wir ja immer wieder diskutieren. Aber das bleibt halt hängen. Das siehst du halt auch. Weil eben, wenn mal ein Elektroauto brennt, dann ist es in den Medien, dann kriegen das alle mit. Wenn hier auf der A1 bei was weiß ich irgendwo ein Benziner liegen bleibt und abbrennt, das ist vielleicht noch eine Randnotiz irgendwo im Regionalteil. Aber eben diese Skepsis, das ist nicht nur bei meinen Eltern so, sondern anscheinend auch in ihrem ganzen Freundeskreis. Weil ich hab sie dann auch gefragt, wie ist es denn bei euch im Freundeskreis? Fahren da schon viele Leute Elektro oder wie sieht es da aus? Zum Schluss sagt sie aber auch noch, was mich dann auch noch positiv überrascht hat, oder beziehungsweise ich wusste das ja auch, sie ist da auch offen, sie ist jetzt nicht grundsätzlich, ich will nie Stromer fahren, sondern sie sagt auch, sie kann sich das grundsätzlich vorstellen, aber da hören wir auch nochmal kurz gerne rein.

Margritta Engel: Also in unserem Bekanntenkreis kenne ich so gut wie keinen, der ein E-Auto hat. Ich weiß Freunde, die sind aber auch wieder zehn Jahre jünger, die gehen davon aus, dass sie sich demnächst ein E-Auto kaufen. Aber ansonsten alle anderen, die wir hier haben, da hat keiner ein E-Auto. Ja, ich könnte es mir vorstellen. Dazu müsste einiges besser laufen und die Autos müssen auch ein wenig günstiger werden. Aber ich bin ja, wie du mich kennst, immer schnell für sowas zu begeistern. Und ich denke, ich würde das gerne noch mal probieren. Also das...

Andi: Da hat's schon gewirkt. Ja, ja, nein, sie ist ja auch... Die ist ja jetzt nicht grundsätzlich... Ich will das... Also, was ich nicht kenne... Lehn ich ab. Lehn ich ab. Was ich nicht kenne, ist der Bauer nicht oder so. Eben, sie findet das schon auch, als ich sie da mal... Als wir mal ein ID4 hatten, als ich sie mal besucht hab mit denen. Ich habe sie auch mal fahren lassen und sie fand das schon auch toll, eben auch mit der Beschleunigung. Meine Mutter wie ich, sie fährt auch gerne ein bisschen zügiger und ihr hat das schon auch Spaß gemacht. Und ich meine manche Sachen, was sie sagt, ja, ich meine so Ladeinfrastruktur ist noch nicht perfekt, gerade auch in Deutschland. Ich hatte es vorhin noch mit Lorenzo wieder. Seine Mutter kriegt jetzt auch einen Ersatzwagen von der Garage für ihren Nissan. Sie kriegt jetzt so einen Elektro-Nissan. Und da hat sie auch schon gesagt, ja, kann ich denn dann überall laden? Kann ich da einfach hinfahren und mit der Kreditkarte zahlen? Da muss sie sagen, ja, mit der Kreditkarte, warum auch immer das nicht funktioniert, aber mit diesem ganzen System. Und ich meine, mich nervt das dann schon, wenn ich irgendwo hinkomme und ich muss dann wieder irgendeine App installieren. Und ich meine, meiner Mutter könnte ich das nicht zutrauen, dass sie dann da rumfuchtelt mit drei Kreditkarten und drei Apps. Und ich meine, da gebe ich ihr auch recht. Ich meine, wenn du einfach hinkommst an eine Ladestation, steckst ein, Kreditkarte ran, fertig, so muss es funktionieren. Und das ist auch noch so. Aber wenn das erstmal funktioniert, denke ich, könnte man auch, wie man es jetzt gehört hat, auch meine Mutter gut dafür begeistern. Und wenn dann die Modelle halt schon auch noch, ja, vielleicht auch in der Größe, was sie haben, wenn das dann auch noch ein bisschen noch günstiger wird und die Auswahl noch ein bisschen größer von den Modellen.

Wilma: Das sagst du gerade was ganz Wichtiges, weil du das so betont hast mit der Kreditkarte. Da wäre meine Mutter auch schon wieder raus, weil sie in ihrem ganzen Leben noch nie eine besessen hat. Das ist ja auch bei der älteren Generation. Wer besitzt eine Kreditkarte? Das sind Leute, die vielleicht Online-Abos haben. Wirklich? Meine Eltern haben keine Kreditkarten.

Andi: Also ich glaube, seitdem ich denken kann, haben meine Eltern… Also sie

Wilma: verreisen innerhalb Deutschlands. Da zahlt man eh nur mit Bargeld, oder? Nicht

Andi: ganz so schlimm, aber… Das stimmen wir jetzt auch bald drüber ab, dass wir hier das Bargeld noch schön behalten, das gute alte. Schön an den Gewohnheiten festhalten. Aber nein,

Wilma: also

Andi: die hätten noch nicht mal eine Kreditkarte.

Wilma: Karte,

Andi: um auszahlen zu bezahlen. Ja, das solltest du dann vielleicht schon haben. Außer du hast einen Tesla und fährst dann nur an die Supercharger, aber da brauchst du gar keine Karte. Aber eine Kreditkarte müsste man dann schon, sollte man dann vielleicht schon haben.

Wilma: Wäre das nicht so, wo ich sie dann überzeugen müsste.

Andi: Weil sonst kann man auch die ganzen Apps, die du runterlädst, da musst du immer eine Kreditkarte hinterlegen über diese Bezahl-Apps oder halt je nach Ladeanbieter. Ja, die ist dann zwingend. Also ohne Kreditkarte geht's dann nicht.

Wilma: Ja, aber meine Eltern, wie gesagt, in dem Zusammenhang kamen sich ja auch an die TAN-App. ihrer Sparkasse und ihrer Volksbank gewöhnt. Daher sollte das dann vielleicht auch noch möglich sein. Im Zuge unserer Recherche hast du ja auch kurz beim TCS angefragt, was sie halt dazu denken, dass vielleicht die ältere Generation auch davor zurücksteckt, auf einen Stromer umzusteigen. Die Antwort war, Pragmatisch, würde ich glaube ich mal sagen. Nämlich, es hängt weniger vom Alter der Menschen ab, als vom Interesse an Digitalisierung und Umgang mit Connected Devices. Autofahrer, die Probleme mit dem E-Fahrzeug haben, gehen meistens in die Werkstatt und fragen dort nach. Aber das kann auch mit digitalisierten Verbrennerfahrzeugen passieren. Also auch jüngere Menschen treffen. Das war ja auch so ein bisschen bestätigt aus, was deine Mutter gesagt hat. Sie kann auch mit dem Verbrennermodell liegen bleiben und weiß nicht dann weiter.

Andi: Genau. Ich hatte dann auch noch gefragt, ob Sie vielleicht auch mehr Leute, die sich wirklich melden, weil ich kenne aus dem Bekanntenkreis auch die Mutter von einem Bekannten, die jetzt neu Renault 5 fährt. Von dem hatten wir es in der letzten Folge ja, dieser Kleinwagen, der relativ neu ist, in diesem Retro-Design. Und sie hat da tatsächlich kürzlich beim TCS sogar angerufen, weil sie dann das Auto hat nicht geladen unterwegs und sie war dann komplett überfordert. Und wenn das dann nicht funktioniert mit diesem blöden Laden, dass das Auto dann lädt, was machst du dann? Du kriegst dann auch Panik, ich komme nicht mehr weg oder ich bleibe vielleicht liegen irgendwo auf der Landstraße und dann hat sie halt den TCS angerufen, aber die Pressesprecherin vom TCS hat dann gesagt, Ihnen, das ist jetzt vielleicht subjektiv von uns, dass wir gehofft haben, dass da vielleicht, oder nicht gehofft, aber es hätte die These noch ein bisschen unterstützt, aber Ihnen liegen jetzt keine Zahlen vor, dass jetzt irgendwie mehr Leute anrufen, weil sie nicht laden können oder so. Oder liegen geblieben sind.

Wilma: Klar gibt es jetzt mehr als noch vor 30 Jahren, als das

Andi: noch

Wilma: gar nicht gab, aber

Andi: ich denke. Aber sie hat auch gesagt, also die meisten Anfragen, das betrifft wirklich Verbrenner, Fahrer, Elektro gibt es halt auch noch nicht so viel und sie hätten da jetzt im Moment, sehen sie da noch keine gesteigerte Anfragen wegen, weil die Leute Angst haben, liegen zu bleiben oder nicht laden können. Aber eben, dass es wirklich nicht unbedingt am Alter liegt, zeigt auch das Beispiel von meinen Schwiegereltern, sage ich mal. Also die Eltern von meiner Freundin. Weil ich weiß, oder ich wusste jetzt in der Vorbereitung für die Folge, sie haben mir schon öfter gesagt, dass sie sich wirklich dem nächsten Stromer zulegen können. Also im Zeitraum von den nächsten zwei bis vier Jahren, wenn das nächste Auto dann halt fällig wird. Genau, da habe ich den Christoph Stulz. Der Christoph habe ich dann gefragt, ob er denn auch irgendwelche Bedenken hätte wegen der Reichweite oder wie das bei ihm genau aussieht und da hören wir doch jetzt auch mal gerne rein.

Christoph Stulz: Das Elektroauto ist viel umweltfreundlicher und für uns ist das ein wichtiger Punkt. Die Reichweite sehe ich überhaupt nicht mehr als Problem an, weil da Technik riesige Fortschritte macht. Die Bedienung ist auch wieder besser geworden. Ich schätze vor allem, dass es wieder mehr Knöpfe gibt, sodass man es wirklich intuitiv bedienen kann. Ich

Andi: denke, was er wirklich sagt, die Umweltfreundlichkeit ist, glaube ich, für Sie wirklich ein ganz wichtiger Punkt, warum Sie sich ein Elektroauto zulegen wollen. Reichweite hat er jetzt überhaupt keine Bedenken. Man muss auch dazu sagen, Sie haben auch eine Photovoltaikanlage zu Hause. Letztes Jahr haben Sie die sich angeschafft. Also das wäre natürlich auch für Sie dann ein Riesenvorteil. Und eben mit der Bedienung, eben mit dem Infotainment und so. Und ich glaube, das geht aber vielen so, Ich muss dazu sagen, er ist jetzt 65, also er ist jetzt wirklich gerade Rentner geworden quasi. Und aber nicht nur er schätzt, dass das wirklich auch wieder mehr Knöpfe in die Autos kommen, sondern das höre ich jetzt in jeder Altersgruppe. Das ist einfach manchmal, ist so ein Knopf halt praktischer, als wenn man jetzt alles über den Bildschirm steuern muss. Dann habe ich explizit Christoph gefragt, ob er denkt, dass das für ältere Semester ein Problem sein könnte, die Elektroautos, und wie das bei ihm im Bekanntenkreis aussieht. Ob er da auch schon gehört hat, ob sich die Leute überlegen, Elektroautos zu kaufen. Da hören wir vielleicht auch noch gerne rein.

Christoph Stulz: In unserem Bekanntenkreis sind nur ganz wenige, die bereits ein Elektroauto haben. Aber viele sagen, dass das nächste Auto, das sie anschaffen werden, ein Elektroauto sein wird. Ältere Leute setzen sich vielleicht mehr auf gewohnte Dinge. Und ein Elektroauto bringt halt schon viele neue Dinge mit sich.

Andi: Genau. Es lässt ein bisschen viel auf einmal. Aber was ich eben noch spannend fand, dass vielleicht noch nicht viele ein Elektroauto haben, aber es doch schon einige gibt, die sich eins zulegen wollen und sie haben mir dann nachher, hat mir Christoph dann nochmal geschrieben oder beziehungsweise mit der Monika, mit seiner Frau, sie haben das dann auch noch ein bisschen diskutiert und haben mir dann noch geschrieben, dass uns auffällt, dass in unserem älteren Umfeld vor allem diejenigen auf E-Autos umsteigen wollen oder stiegen, die auch eher umweltbewusst leben. Also es ist wirklich auch, ich denke für viele, wenn eben dieses Ganze mit der Was ja auch viele bedenken immer noch sind ja die schlimme Batterie, dass die dann irgendwo im Wald entsorgt wird und die ganze Umwelt kaputt macht oder beziehungsweise auch die Materialien die man braucht. Wobei es da ja auch viele Studien gibt. Du recycelst ja die Batterien wirklich fast komplett. Und es wird ja auch mit Zertifikaten geschaut, dass da eben nicht irgendwo im Kongo, in einer Mine, wo dann noch Kinder arbeiten und das Zeug dann aus der Erde holen. Also es wird natürlich viel mehr darauf geachtet. Deswegen eben, das Elektroauto ist ganz klar, sagen alle Studien, viel umweltfreundlicher, gerade wenn du in der Schweiz einen hohen Stromanteil hast. Bezüglich Bedenken haben sie dann noch gesagt, wir sorgen uns darum, dass in einigen Jahren immer genügend Strom zur Verfügung steht, vor allem im Winter. Man bedenkt nur, was künftig zum Beispiel all die Rechencenter an Strom benötigen werden. Also nicht jetzt die Autos, sondern die Rechencenter. In der Schweiz ist es derzeit nämlich echt schwierig, dass Projekte zur Gewinnung erneuerbarer Energien realisiert werden können, von Windkraft gar nicht zu sprechen. Eben, sie sind da auch sehr affin für, sie sind auch eher wirklich so technikaffin und auch bei diesen Themen, eben, es wird halt viel, wird auch blockiert, viele Projekte, die man umsetzen könnte, weil halt auch sonst die andere Energie noch so günstig ist, deswegen Investieren viele auch noch gar nicht. Ich glaube, man müsste wirklich viel mehr auf diese erneuerbaren Energien gehen und das finden sie auch. Aber das ist natürlich ein Punkt, dass im Winter, auch im Winter muss der Strom irgendwo herkommen, wenn wir dann halt nicht so viel Photovoltaik und so haben. Und das ist glaube ich auch noch ein ganz wichtiger Punkt, was sie da noch angesprochen haben am Schluss.

Wilma: Definitiv. Ich finde das spannend mit den Rechenzentren. Ich habe kürzlich mit jemandem gesprochen, der beim Elektrizitätswerk in Zürich tätig ist. Er sagt, wir müssen schon gucken, was die nächsten fünf Jahre gebraucht wird. Das sagt er nicht, weil hier mehr E-Autos auf die Straße kommen, sondern weil hier immer mehr Rechenzentren gebraucht werden. Aber wahrscheinlich, wenn es mal zum Blackout kommt, wird es den E-Autos zugeschoben und nicht den Rechenzentren. Da haben die Kritiker dann wieder was gefunden.

Andi: Aber das ist auch so ein Punkt, der halt wirklich auch vergessen wird, oder? Weil die brauchen halt, also manche Rechenzentren, wirklich die großen, die brauchen ja so viel Energie wie eine Kleinstadt, oder? Und dann kannst du dir ja überlegen, wenn da halt mehrere gebaut werden.

Wilma: Ja, in vielerlei Hinsicht, sei es erstmal ja um den Strom und dann noch die Kühlung und es ist ja das Ganze, was dazugehört. Aber wie gesagt, da haben die Kritiker, dann war es, wenn da mal Zürich dunkel wird oder die Schweiz dunkel wird, dann waren es sicher die bösen E-Autos, die um 17 Uhr Aber die haben sich auch mit der Digitalisierung schwergetan. Du hast es angesprochen. Die wollten kein Telefon, kein Smartphone. Meine Mutter wollte auch keinen Computer. Die hat ihre Schreibmaschine gelebt, wo sie noch wirklich schön drauf schreiben konnte. Aber auch da ist sie alle Wege mitgegangen. Das geht ja den ganzen anderen in dieser Generation auch so. Die gelernt haben, die Schreibmaschine war früher noch so und machte so. Und dann kam so ein Display. Was natürlich schön war, dass man nicht mehr Tippex da irgendwie hantieren musste. Dann kamen irgendwann noch modernere, wo man alles einspeichern konnte und dann runterschreiben lassen konnte. Dann kam der Computer und der wurde auch erst mal wie so ein Fernseher, so früher. Und dann ist es heute ganz flach. Und das hat dort auch alles funktioniert. Und das ist genau das. Ich kürze beim Interview beim Bundesamt für Straßen, beim Astra. Wir haben mit Herrn Rüthlisberger gesprochen, dem Direktor. Ich hab ihm auch die Fragen gestellt, was er denn zu dieser Frage, oder ob er auch glaubt, dass die ältere Generation deshalb nicht umsteigt. Der sagt, es ist jetzt Aufgabe, diese ältere Generation mitzunehmen. Aber dadurch, dass so viel nur über die Nachteile von E-Autos gesprochen wird, sie sind komplizierter, man kann nicht laden, werden die natürlich darin bestätigt, das kann ich nicht. Das ist viel zu kompliziert für mich, wenn der oder die das schon sagen. Es werden ja meistens Experten zitiert, die die Nachteile aufschreiben. Das fand ich ziemlich spannend. Aber die Boomer-Generation wird sich das sicher auch umstellen können. Er war sicher, dass meine Mutter irgendwann ein E-Auto fährt.

Andi: Ja, und eben vielleicht auch, wie es der TTS uns auch geantwortet hat oder wie es jetzt auch der Christoph gesagt hat oder beziehungsweise bestätigt. Das liegt, glaube ich, gar nicht so daran. Es kommt nicht unbedingt aufs Alter an. Ich meine, auch viele ältere Leute sind technikaffin, aber es gibt auch Junge, die jetzt technikunaffin sind. Also es gibt jetzt auch, glaube ich, Junge, die sagen, nee, nie ein Stromer. Kenne ich auch ein paar in meinem, oder noch ein bisschen jünger, die sagen, im Moment können sie sich das überhaupt nicht vorstellen. Andere, die dann schon älter sind, sagen ja unbedingt. Ich bin gespannt drauf oder ich freue mich drauf auf Elektroauto. Es ist jetzt nicht unbedingt auch nur eine Frage vom Alter. Umso älter man wird, ich glaube, das merkt jeder, umso, bis man sich dann wieder an so neue Sachen gewöhnt, dauert es halt dann vielleicht auch etwas länger oder man muss sich mehr damit befassen. Ja, aber eben, ich glaube, es ist wie mit dem Smartphone. Ich meine, heute, jeder hat eine WhatsApp-Gruppe mit seiner Mutter oder mit seinen Eltern. Ich meine, das war früher auch undenkbar und heute ist das so, heute schickt mir meine Mutter dann auch Verwackelte Bilder in der WhatsApp-Probe. Nein, sorry Mama. Nein, aber ja, es ist eben auch da, also man gewöhnt sich an alles letztlich, oder?

Wilma: Da sehen Sie auch die Vorteile. Meine Mutter lebt ja auch in Deutschland. Videotelefonie mit dem Enkelsohn war früher überhaupt nicht machbar. Sie sehen schon die Vorteile.

Andi: Und es ist so

Wilma: praktisch? Es ist praktisch. Ich glaube, um dein Lieblingswort Technologieoffenheit noch mal zu nennen, es ist eine andere Art von Technologieoffenheit. Es gibt mehr Digitalisierung. Es funktioniert vielleicht ein bisschen anders, wie sich die Telefonie auch verwandelt hat. Daher hängt es. Weil das heute die Frage war, hängt es nicht unbedingt an den Generationen.

Andi: Ja, und ich denke, wenn die Leute dann wirklich erst mal sehen, dass es geht, dass es funktioniert. Gerade wenn das mit dem Laden dann auch wirklich irgendwann hoffentlich mal, vielleicht einfach nur mit Kreditkarte oder mit dem neuen Standard, dass ich nur anstecke und das Auto lädt und du siehst die Vorteile. Du hast weniger Kosten allgemein. Über die Kosten geht es ja dann letztlich. Und wenn du dann wirklich siehst, es ist so angenehm auch zum Fahren. Ja, es muss sich jeder mal dran gewöhnen. Jeder muss auch mal so ein Elektroauto fahren und das geht sich. Wer es nie gefahren ist, wird das nie herausfinden können. Aber ich glaube, es dauert einfach wie alles, wie jede Technologie. Es dauert einfach ein bisschen, aber irgendwann werden die

Wilma: Vorteile überwiegen.

Andi: Ja, und der Großteil der Leute wird dann auch abgeholt, ob jünger oder älter. Ich glaube, es dauert noch ein bisschen. Und vielleicht so zum Abschluss genau zu dem Thema ist ja noch ein Kommentar reingekommen. Vielleicht möchtest du den noch ganz zum Abschluss der Folge noch kurz präsentieren.

Wilma: Jusa Dinimutta, wenn ich es richtig ausgesprochen habe, 539 schreibt, mein Mann wollte lange keines, also überzogen auf das E-Auto. Jetzt will er nur noch elektrisch. Auch meine 80-jährige Mutter fährt elektrisch. Sind aber halt keine Blickleser.

Andi: Okay, das hat dann wohl auch Blick gesehen.

Wilma: Definitiv haben wir das dort auch immer zu finden. Die ganzen Infos zu dieser Folge sind unter anderem auf Blick.ch wieder zu finden. Damit sind wir schon wieder am Schluss. Danke dir.

Andi: Danke dir auch, Wilma. Lasst Kommentare da, wie seht ihr das mit Elektroautos? Seid ihr auch immer noch skeptisch oder fahrt ihr schon? Wir werden da gerne dann natürlich in der nächsten Folge auch wieder auf die Kommentare eingehen.

Wilma: Wir haben gerade hingesehen, fahrt ihr schon oder ladet ihr noch? Was? Fahrt ihr schon oder ladet ihr

Andi: noch? Genau, ja, okay.

Wilma: Ja, wir freuen uns auf die nächste Folge und sagen

00:36:52: Porsche präsentiert Elektrogeflüster. Faszination Sportwagen. Elektrifiziert.

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