Hersteller werfen E-Auto-Strategien über Bord: Wohin fährt die Autobranche?
Shownotes
Ex-Ferrari-Chef lässtert über den Ferrari Luce
Lambo zieht geplantem Elektro-Boliden den Stecker
Das sind die wichtigsten Gründe für den Porsche-Absturz
VW mit einer Kampfansage an die chinesische Konkurrenz
Darum ist der Abgesang auf VW völliger Quatsch
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[0:01] Elektrogeflüster wird präsentiert von Toyota. Enjoy Toyota Electric.
Wilma:
[0:16] Ja, hallo, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elektrogeflüster. Und ja, wir schreiben das Jahr 2026 schon halb rum und Dir entgegenkommen sollte man ja eigentlich meinen, dass mittlerweile die Autowelt sich an das Steckerfahrzeug gewöhnt hat. Aber was da jetzt nun in Italien vor kurzem passiert ist, lässt gerade alle Gemüter hochkochen und die Medien ausflippen. Und weil Ferrari hat seinen allerersten Vollstrom enthüllt, den Ferrari Luce. Und da hagelt es Kommentare wie, also nicht nur die Autowelze, reisst einfach das Ding im Netz. Und es gibt Kommentare wie Enzo Ferrari rotiert im Grab wie ein Elektromotor. Und selbst der legendäre Ferrari-Chef Luca di Montecimolo war so fassungslos darüber, dass er gesagt hat oder gestimmt hat, dass man doch wenigstens das Pferd da wieder runternehmen solle. Und ja, sogar die Aktie ist eingebrochen nach der Enthüllung. Was war da los?
Andi:
[1:15] Ja, hallo Wilma auch von meiner Seite. Willkommen zurück zu Elektrogeflüster. Ja, bei dem Thema Ferrari Luce sind die Emotionen tatsächlich wirklich hochgekocht in der Autowelt. Wir haben ja auch ein paar, also wir haben natürlich die Enthüllung, haben wir natürlich auf Blick publiziert und ich habe dann dazu noch eine, zusammen mit unserem Korrespondenten, noch eine Geschichte gemacht, die grössten Design-Fails, weil warum haben die Emotionen, warum sind die hochgekocht? Es geht ja nicht per se darum, dass es jetzt einen vollelektrischen Ferrari gibt. Das ist, glaube ich.
Wilma:
[1:48] Zweitrangig.
Andi:
[1:48] Das ist wirklich zweitrangig. Es geht wirklich um das Design von dem Luce, warum es ja wirklich einen Shit-Orkan, kann man schon sagen, gegeben hat. Ja, weil es sicher gewöhnungsbedürftig ist. Es ist ja auch von dem Apple-Designer, von dem Johnny Ivy oder so heisst der, glaube ich. Und ja, er sieht halt schon nicht ganz aus, wie man sich ein Ferrari vorstellt und darum geht es hauptsächlich bei dem, oder?
Wilma:
[2:15] Ja, ich finde das Design auch schwierig, also ich habe gleich an so ein Playmobil-Auto von meinem Sohn denken müssen, als ich gesehen habe, er wurde ja dann noch in so einem komischen Blau irgendwie vorgestellt, was es nicht besser gemacht hat und ja, Weil es gerade Ansprachen, dass Ferrari jetzt auch Vollelektro rausbringt, ist zweitrangig in dem Fall. Aber für mich spielt es immer noch eine grosse Rolle. Du weisst, ich bin kein grosser Fan von rein elektrischen Sportwagen. Obwohl ich ja wie gesagt sagen muss, ich bin kürzlich den RS e-tron GT von Audi gefahren. Und das Fahren hat super viel Spass gemacht. Die Reichweite hat auch gut geklappt. Und trotzdem, also der RS-Sound hat mir dann doch gefehlt.
Andi:
[2:57] Ja, und eben nicht nur dir, das, scheint auch bei vielen Kunden so zu sein, weil zum Beispiel Lamborghini hatten ja auch schon letztes Jahr, glaube ich, angekündigt, dass sie das erste vollelektrische Modell, das war so ein Crossover, so Elektro-SUV, also auch ein, bisschen flacher, aber trotzdem so SUVig. Und der Lanzador, haben sie das damals genannt, der hätte so 2030 starten sollen und jetzt haben sie kürzlich dem Ganzen quasi den Stecker gezogen, dem Projekt. Sie machen jetzt trotzdem wieder ein Plug-in-Hybrid-Modell. Dazu haben wir auch auf Blick einen Kommentar dazu reingekriegt, den habe ich gerade heute noch entdeckt, von Hans-Peter Scherr, vor ein paar Tagen. Perfekt von Lambo, also zu dem, dass sie den Lanzador jetzt eingestellt haben. Ferrari ist leider mit dem Luce 100% auf dem Holzweg, die werden es merken in ein, zwei Jahren, wenn der Elektro-Hype-Flop vorbei ist.
Andi:
[4:00] Wobei ich da natürlich überhaupt nicht übereinstimme. Also der Elektro-Hype, das ist ja kein Hype, sondern Elektro wird sich wahrscheinlich mit allergrösster Wahrscheinlichkeit durchsetzen, aber es zeigt einfach, dass gerade bei den Sportwagen haben es Stromer einfach wirklich noch schwer. Und gerade eben, da gebe ich dir recht, bei gewissen Autos, ich hatte letztens auch mal wieder einen Porsche 911 Targa, mit dem ich ins Engadin gefahren bin. Und das ist halt schon cool, wenn du da den Sound hast, machst den Motor an, dann rührt es raus, heizt da hoch. Da sind die Emotionen, ja, es macht dann natürlich schon mehr Spass, also rein vom Klang her. Ja, natürlich Elektro ist wahnsinnig schnell öfter ja auch viel direkter vom Antritt. Aber ja, es macht ja so ein gewisser Sound und gerade bei so teuren Sportwagen, ich glaube, da sind die Leute, sind einfach noch nicht so weit. Deswegen, vielleicht war auch das der Hintergedanke von Ferrari, dass sie wirklich was komplett anderes machen. Das ist einfach nicht einfach ein normaler, also ein normaler Ferrari gibt es ja an sich per se schon mal nicht. Aber dass er sich nochmal ganz klar abhebt von den anderen Baureihen, die sie haben, dass der halt auch wirklich, wie du sagst, ein bisschen Playmobil-automässig aussieht.
Andi:
[5:24] Aber eben dieses Soundthema hatten wir auch schon mal in einer anderen Folge,
Andi:
[5:27] verlinken wir natürlich auch. Aber darum soll es ja heute nicht gehen, sondern wir wollen heute mal schauen, welche Elektrostrategien die einzelnen Marken, die einzelnen Hersteller verfolgen. Und da ist Porsche eben eigentlich gerade ein, guter Einstieg ins heutige Thema, weil eben Porsche, die waren ja relativ früh dran, dass sie das Ziel rausgegeben hatten, bis ich glaube 2030 war es rund 80 Prozent der Neufahrzeuge voll elektrisch. War, glaube ich, ihr Ziel, soweit ich mich erinnern kann. Aber in der Zeit, es haben wirklich quasi jeder grosse namhafte Hersteller, hat irgendwelche Jahreszeilen verkündet, bis wann nur noch Elektro verkauft werden soll oder, wie sie das dann aufteilen wollen. Vor allem die Europäer. Und eben viele sind auch jetzt wieder zurückgerudert. Unter anderem Porsche, aber nicht nur Porsche.
Wilma:
[6:21] Genau. Und manchmal hat man das Gefühl, man guckt schon gar nicht mehr durch. Also bei jeder Jahreskonferenz wird irgendwie was anderes verkündet oder wieder eine neue Strategie, wenn es um die E-Mobilität geht. Und wie du auch gesagt hast, dann gibt es Autohersteller, die kündigen irgendwie voll elektrische Modelle an und wenn sie dann entweder, wenn sie gar nicht erst produziert, kommen gar nicht mehr oder plötzlich heisst es, sie kommen in einer Hybridversion nur noch raus und da doch wieder als Verbrenner. Und daher ist der Plan, dass wir heute einfach mal gucken, was machen so die bekanntesten Hersteller? Wo geht die Reise eigentlich gerade hin? Im Augenblick, können wir ja nur sagen. Und bleiben wir noch ganz kurz bei Porsche, wie du auch eben gesagt hast. Die waren sehr strikt und haben das auch sehr laut verkündet, dass sie halt bis 2030, ich habe nachgeguckt nochmal, 80 Prozent nur noch Strom herausbringen wollen.
Andi:
[7:14] Global.
Wilma:
[7:15] Genau, global an Neuwagen, muss man ja sagen. Und da war der Cayenne, der sollte der nächsten Generation komplett auf E-Antrieb umgestellt werden. Aber es hat sich dann einfach gezeigt, dass der Markt das für sich nicht so akzeptiert. Und daher zum Beispiel gerade bei diesem Modell wird es auch leistungsstarke Plug-in-Hybride und auch noch Verbrenner geben.
Andi:
[7:40] Genau, der Cayenne, den gibt es jetzt erstmals voll elektrisch seit dem Jahr. Ist auch eine Wahnsinnsmaschine. Der Kollege Lorenzo hat den auch schon getestet, auch auf der Rennstrecke. Aber eben, genau, wie du sagst, gibt ihn noch als Benziner und Plug-in-Hybrid. Bei Macan, das ist ja auch so ein Beispiel, wie riskant diese Strategie war. Bei den Macan hatten sie ja wirklich, war ja der erfolgreichste Porsche, den es gibt. Oder ist, glaube ich, immer noch der erfolgreichste. Das ist halt so SUV kompakter als der Cayenne. Deswegen hat er sich super verkauft. Gibt es jetzt in Europa seit letztem Jahr nur noch rein elektrisch. Weil sie haben dann relativ, sie hätten ihn zwar auch noch weiterbauen können, die alte Version mit Verbrenner, aber da hatten sie mit den EU-Richtlinien der Cybersicherheit, da gab es dann Probleme und deswegen haben sie gesagt, okay, dann kappen wir den in ganz Europa. Ausser nach Schweiz, da wurde er noch ein bisschen länger verkauft.
Wilma:
[8:34] Weil das mit den EU-Richtlinien, ja.
Andi:
[8:36] Genau, aber deswegen wurde der Verbrenner Marcan bei uns noch ein bisschen länger verkauft und.
Andi:
[8:44] Ja, die Strategie ist dann nicht so gut aufgegangen, wie sie gedacht haben, weil doch viele Leute eben gerade auch bei Sportwagen oder so teuren Autos wollen halt weiter Verbrenner und deswegen sind dann auch die Verkäufe beim Marcan.
Andi:
[8:59] Recht eingebrochen. Wobei, ich habe jetzt mal geguckt von den Verkaufszahlen, also global wurden tatsächlich über 50% von Macan rein elektrisch verkauft. Ich glaube so 53%, aber eben, man sieht im Umkehrschluss, trotzdem fast auch die Hälfte sind immer noch Verbrenner Macans. Und deswegen hat jetzt Porsche dann auch, nicht nur bei Macan, aber an dem Beispiel sind sie dann umgeschwenkt und haben jetzt angekündigt, für 2028 wird es, Ein ähnliches Modell, also auch etwa in der Markaren Grösse, wird es dann auch wieder mit Verbrenner und Hybridantrieb geben. Projektname Oktan, habe ich gelesen, soll das dann heissen. Also passt dann halt auch vom Namen wieder mehr Richtung Benzin, oder? Ja, genau. Also Porsche hat gemerkt, okay, ganz rein elektrisch funktioniert noch nicht. Deswegen, wir brauchen immer noch Verbrennermodelle im Angebot, auch wenn sie natürlich immer noch auf Elektro setzen, aber nicht mehr ganz so stark, wie sie es vor ein paar Jahren verkündet hatten. Und Porsche musste da wirklich deftig zurückrudern, weil es einfach nicht aufging. Und ich glaube, das liegt wirklich auch an diesem hochpreisig Sportwagen. Ja, sind die Leute vielerorts noch nicht bereit, auf rein elektrisch umzusteigen. Sie wollen dann immer noch die Emotionen vom Motor dazu haben.
Wilma:
[10:22] Ja, kannst du dir auch vorstellen, das geht ja auch viel dazu. Du hast gut gesagt, der Marcan mit so einem Kompakt-SUV und auch beim SUV sind Leute oft noch so, weil es ein grosses Auto ist, dass sie vielleicht lieber ein Plug-in-Hybrid haben als einen Vollstromer. Wir haben in einer anderen Folge über Allrad gerade in der Schweiz gesprochen. In der Schweiz siehst du viele grosse Porsche herumfahren. Und kann natürlich auch sein, dass das da noch ein bisschen mit zusammenhängt.
Andi:
[10:46] Ja, gut, Allrad gibt es natürlich auch von dem Elektro-Makan. Also wir hatten ihn jetzt auch gerade wieder im Test. Also es ist ein tolles Auto. Kostet natürlich auch entsprechend. Aber der normale Macan-Verbrenner hat ja auch, also Porsche kostet einfach nur mal viel Geld. Das ist einfach so. Kann sich ja nicht jeder leisten, nicht niemand, aber nicht jeder.
Wilma:
[11:07] Also kann man sagen, Porsche hat von diesem nur noch Elektro auf Flexibilität umgeschwenkt oder dein Lieblingswort, die Technologieoffenheit und ja, also das Ziel bis 32, 80 Prozent ist nur noch elektrisch, hat man einfach mal wieder gelockert und reagiert jetzt einfach, indem man diese Dreifachstrategie fährt mit vollelektrisch, Hybrid und Verbrenner und will halt flexibel auf die Technologie. Das reagieren, was die Kunden wollen.
Andi:
[11:39] Ja, ich glaube, gerade wenn wir in Deutschland bleiben, ist das, glaube ich, so die allgemeine Strategie jetzt der Hersteller geworden. Also auch wenn wir jetzt bei zum Beispiel auf Audi gucken, die du vorhin schon angesprochen hast, haben wir auch schon früh gesagt, wir haben da auch eine schöne Übersicht im Blick zu gemacht, die allerdings nicht mehr ganz aktuell ist. Es war wirklich noch von vor zwei Jahren, welche Hersteller bis wann umschwenken wollen. Da habe ich dann vorhin auch noch mal kurz reingeguckt, wie das vor zwei Jahren noch aussah. Und es schwenken doch viele wieder von dem ganz Elektro auf wir möchten flexibel bleiben. Eben klar, aber trotzdem die also BMW ist noch ein bisschen anderes Beispiel, kommen wir gleich noch dazu. Aber Audi zum Beispiel, die haben hier mit Porsche zusammen, sind ja auch beides VW-Töchter Unternehmen. Und die haben jetzt halt ihre neue PPE-Plattform auf der unter anderem der Macan steht, aber zum Beispiel auch der Audi Q6 oder die ganzen, oder A6 e-tron, die stehen jetzt alle auf dieser neuen Premium-Plattform Electric PPE. Genau, und sie haben doch schon was im Köcher, aber anscheinend reicht das Ding, oder brauchen sie trotzdem noch die Vielfalt auch mit den Verbrennern.
Wilma:
[12:57] Ja, wir sprechen hier von dieser 800-Volt-Architektur. Ich glaube, der Q6-E-Tron und der A6-E-Tron, du hast auch gerade schon erwähnt, werden da auch drauf gebaut. Und ja...
Andi:
[13:11] Ja, die sind natürlich tolle Autos, tolle Technologie, 800 Volt, lädt man den Akku auch so in knapp 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent, Reichweite 600 Kilometer plus minus, teilweise sogar mehr. Also auch was, zum Beispiel auch Mercedes und BMW, die haben jetzt alle, da geht ja alles in Richtung 800 Volt und in diese Sphären, auch bei Reichweite und Schnellladegeschwindigkeit. Ähm... Genau, und Audi ist da auch gut aufgestellt, aber eben, dass ihre DNA, ja, sie verwässern es jetzt natürlich, oder von dem, dass sie es zuerst alles ganz elektrisch machen wollen, eben, sie kommen da wieder weg und gucken jetzt auch in andere Richtungen wieder.
Wilma:
[14:00] Ja, weil du die DNA ansprachst. Ich habe gelesen, irgendwie heisst es offiziell, das ist das neue Fundament unserer DNA. Wir machen das Laden so schnell und unkompliziert wie tanken. Ja, also das ist für mich Marketing-Sprech. Ich sage es mal direkt, weil wir haben auch schon oft darüber gesprochen. Es nähert sich an, aber bis es dann soweit ist, dass ich so schnell lade, wie ich tanke, das dauert sicher noch einige Jahre. Und ja, aber wenn man dann so auf die Website guckt und einfach auch so ein bisschen hinter die Kulissen guckt, weht auch in Ingolstadt der Wind ein bisschen schärfer.
Andi:
[14:33] Ja, klar. Was du eben noch gesagt hast mit den Schnellladegeschwindigkeiten, hatten wir ja auch schon darüber gesprochen. BYD, die haben ja ihre neuen Hypercharger, die dann wirklich aber innerhalb von weniger als zehn Minuten die Autos vollladen. Also das wird auch bei Audi und Co. in die Richtung gehen. Aber eben bis das dann für die breite Masse, bis das dann überall verfügbar ist. Es wird ja jetzt immer noch gejammert, dass es zu wenig Ladestationen gibt. Und bis dann wirklich über diese Hypercharger stehen, wo du dann wirklich mit, einem Megawatt laden kannst, das wird sicher noch ein bisschen dauern, bis das grossflächig ist.
Andi:
[15:13] Genau, aber wenn wir auch auf den ganzen VW-Konzern mal noch zu sprechen kommen, Und da hiess es ursprünglich mal, das war auch dann diese Aufzählung, die ich vorhin eben schon angesprochen habe, da hiess es ja wirklich ab 2026, wollen sie keine neuen Verbrennermodelle mehr entwickeln, also anbieten schon noch, aber nicht mehr entwickeln. Aber eben, das, hat sich jetzt auch verflüchtigt, also sie müssen jetzt trotzdem immer noch weiter auch Verbrennermodelle, anbieten und weiterentwickeln, also von diesem Statement, was sie dann hatten, ja, sie versuchen das jetzt wirklich mit so einer Leitstrategie wieder, dass sie trotzdem noch weiter Verbrenner anbieten und das dann so nach und nach, auslaufen lassen, oder? Also eben, wenn die Kunden, sie denken jetzt halt, wenn die Kunden noch keine E-Autos kaufen wollen, dann, müssen wir ihnen halt auch noch was anderes anbieten. Und im Moment weht der Wind in Europa, ist es schwierig noch für Stromer immerhin. Auch wenn die Verkaufszahlen jetzt auch gerade mit dem Iran-Krieg, mit den treibenden, Ölpreisen, das pusht schon die E-Mobilität auch.
Wilma:
[16:33] Definitiv, hat man ja auch gesehen, stand auch viel in den Medien. Ihr habt auch berichtet beim Blick. Und ja, es ist genau das, was du gesagt hast. Also wir haben jetzt mal so den VW-Konzern uns angeguckt, Porsche, Audi, VW selbst. Viele von denen fahren jetzt diese zweigleisige oder man kann sogar dreier Strategie, wie ich eben sagte, voll elektrisch, hybrid und Verbrenner. Und ja, viele investieren in die 800 Volt Zukunft. Aber parallel baut man sich so eine Art Sicherheitsnetz mit diesem Verbrennungsmotor auf. Wird auch leise, wenn es um klare Äusserungen dazu geht, wie die Strategie ist. Nämlich in diesem Fall, wir sind kundenorientiert.
Andi:
[17:13] Ja, klar. Also eben, sie lassen sich alle Möglichkeiten offen. Und das ist im Moment auch eben, es ist im Moment schwierig für die Autobauer, weil eben die EU sagt dann auch wieder aus vom Verbrenner aus und die Kunden kaufen nicht so recht. Und die Hersteller, wenn die Mercedes ja auch so ein Beispiel wie Porsche, haben ja auch sehr früh viel auf Elektro gesetzt, wirklich nur auf, also nicht nur, aber sehr stark auf Elektro und werden jetzt dafür bestraft, weil die Kunden einfach die Autos nicht kaufen. Und dann denkt man sich jetzt natürlich als Hersteller, hey, ja, dann müssen wir da eben, also für die Hersteller ist es im Moment extrem schwer, weil niemand so recht weiss, wo geht es jetzt hin oder wann kommt endlich der richtige Aufschwung, der ja auch von Corona ein bisschen gedämpft wurde. Ja, wann kommt der denn jetzt endlich? Und deswegen müssen jetzt alle wieder mehrgleisig fahren, statt sich wirklich voll, wie die Chinesen zum Beispiel, dass die wirklich nur auf die eine Schiene setzen, weil die es nicht anders kennen quasi. Aber unsere Europäer vor allem, Die Verbrennertechnik ist natürlich, also diese hocheffizienten Verbrenner, von denen man ja auch immer widerspricht, eben, also viel effizienter können sie auch nicht werden. Aber die Kundinnen sind da auch noch nicht bereit, jetzt umzuschwenken. Merke ich auch im Freundeskreis und mit Kollegen und sind alle noch sehr unsicher, ob sie sich jetzt ein Elektroauto kaufen sollen als nächstes.
Wilma:
[18:39] Ja, das haben wir auch schon mal eine Folge zu gehabt, dass die Leute auch verunsichert sind, teilweise durch diesen ganzen Wechsel. Die EU gibt wieder was Neues raus, jetzt das Aus vom Verbrenner aus und wo Leute dann auch sagen, okay, warte ich noch ein bisschen ab und guck mal, was da überhaupt passiert, bevor ich über ein Vollelektro nachdenke. Und das ist ja das, was die Autohersteller auch enorm merken, dass die Leute einfach noch zögerlich sind. Und da haben wir auch eine Folge mal zugemacht, die sich auch bestätigt fühlen, als wir über das Verbrenner ausgesprochen haben. Guckt nach dem Motto, wir haben es ja schon immer gewusst, jetzt stehen die
Wilma:
[19:10] alle mit ihrem Vollstrom mal irgendwie blöd in der Garage. Und ja, gucken wir auf den anderen grossen Player aus dem deutschen Raum, was macht BMW?
Andi:
[19:20] Ja, eben BMW ist von Anfang an eigentlich die Strategie, die jetzt alle wieder eingeschlagen haben. BMW hat davon wirklich von Anfang an gesagt, auch immer wieder mit ihrer Technologieoffenheit. Das ist ja auch so ein Unwort, finde ich. Aber BMW hat das tatsächlich vorgemacht und auch ziemlich erfolgreich. Sie haben gesagt, wir setzen jetzt nicht alles auf die Karte Elektro. Wir machen noch weiter unsere Benziner, Plug-in-Hybride, natürlich auch viel, teilweise noch Diesel und auch am Wasserstoff, den haben sie auch noch nicht ganz aufgegeben. Also auch da sind sie immer noch am Forschen und werden da auch, ich glaube den X5, werden sie auch, werden sie glaube ich auch bald mit Wasserstoff anbieten, wobei Wasserstoff aus meiner Sicht für PKWs und selbst für LKWs wird das nichts mehr, also im Moment zumindest nicht, aber eben, BMW hat sich da schön alles offen gehalten und, Ja, fahre im Moment gut mit der Strategie.
[20:21] Elektrogeflüster wird präsentiert von Toyota. Enjoy Toyota Electric. Ja, sind aber heftig, wie du sagst, auch dafür kritisiert worden. Also es hiess dann auch, BMW verschläft irgendwie die Zukunft und sieht nicht, wo der Trend hingeht. Aber wie gesagt, bei denen ist der grosse Vorteil, dass sie nicht irgendwie alte Fabriken abgerissen haben oder irgendwie komplett alle umgebaut haben, sondern von Anfang an diese zwei Strategien gefahren sind oder drei. Und ja, trotzdem liegt auch bei denen der Fokus auf Elektromobilität. Also mit der neuen Klasse, jetzt der iX3, wir sind die zusammengefahren. Und ja, weil sie haben wirklich viel Geld da investiert und da muss natürlich jetzt auch der Output kommen.
Andi:
[21:11] Ja, das ist auch so konsequent. BMW, also sie haben dann wirklich so quasi, wenn wir jetzt was machen, weil es hat ja auch relativ lang gedauert. Sie hatten ja den i3. Das war ja der kleine, dieses etwas skurrile City-Mobil. Das hatten sie ja schon 2013.
Wilma:
[21:25] Gestern fuhr wieder einer mir vorbei. Ich war ganz kurz.
Andi:
[21:27] Man sieht die auch noch recht häufig. Das ist so wie smart, auch wenn es es schon lange nicht mehr gibt. Aber man sieht die halt immer noch recht viel. Und da waren sie ja recht früh dran. Und dann gab es so wie so ein Gap, bis dann mal irgendwann i4, iX kam. Und jetzt haben sie aber wirklich mit der neuen Klasse, wo jetzt wirklich der iX3, der jetzt gestartet ist und i3, die Limousine und Kombi kommt dann ja auch, später dazu und da haben sie jetzt wirklich alles reingepackt und auch, mit dem CO2-Fussabdruck geguckt, dass es wirklich alles optimiert ist eben 800 Volt Architektur Reichweiten bis 800 Kilometer, also da hat BMW wirklich einen Hightech-Stromer, auf die Räder gestellt, aber eben, der läuft dann halt.
Andi:
[22:16] Der läuft dann halt auch vom selben Band wie auch die anderen Modelle. Also da kannst du dann wirklich parallel deine Benziner und dann kommt mal wieder ein Elektro und die können das dann alles, relativ variabel auf den Bändern, können sie das alles nebeneinander bauen, wobei das mit Fabriken abreissen. Also Audi zum Beispiel, die bauen auch im Stammwerk, bauen sie auch den Q6 zum Beispiel. Also der läuft da auch auf dem ganz normalen Band mit anderen Modellen zusammen. Also so von der Fertigungstechnik kann das nicht nur BMW. Aber ja, es zeigt schön, eben, sie sind da sehr flexibel auch von der Produktion her BMW und können dann wirklich ganz flexibel dann auch anpassen, was die Kunden dann halt auch gerade möchten.
Wilma:
[22:58] Also kann man als Fazit sagen, BMW hat schon mal einen sehr, sehr guten Weg gewählt und sich sehr früh entschieden, sich nicht festzulegen für eine Technologie und bringen damit ein kompromissloses, reines E-Auto behalten, aber ja altbewährten Systemen und auch Modelle bei.
Andi:
[23:14] Ja, das kann man schon so sagen. Wobei auch BMW sagt zum Beispiel, bis Ende 2030 allerspätestens soll weltweit jedes zweite verkaufte Auto ein reiner Stromer sein. Also es geht auch ganz klar bei BMW in Richtung Stromer. Aber eben, sie haben vielleicht nicht ganz so, japanisch ist das falsche Wort, aber manche haben dann wirklich sehr konsequent, zum Beispiel Ola Kelenius von Mercedes, der CEO, der ja wirklich ganz stark so mit EQS, EQE und den ganzen Modelle auf Elektro gepusht hat und die Kunden haben es nicht gekauft. Und jetzt eben rudern sie wieder überall zurück Und BMW hat es ein bisschen, gelassener, aber nicht weniger konsequent, aber halt, sie sind wirklich den Multi-Antriebsweg gegangen und nicht wie Mercedes zum Beispiel, wir wollen, setzen jetzt wirklich alles nur noch auf Stromer und das funktioniert. Quasi dieses Zögerliche kommt jetzt BMW zugute.
Wilma:
[24:17] Toyota hat es ja auch ähnlich gemacht. Und bei Ihnen heisst das Multipass-Strategie. Und auch die setzen voll auf eine Kombination aus Hybrid, Plug-in-Hybrid, dann Stromer und lustigerweise auch Wasserstoff. Die sind ja sehr weit vorn, was die Forschung in dem Bereich betrifft.
Andi:
[24:35] Ja, klar. Gerade Wasserstoff, das ist ja wirklich so ein Toyota-Thema. Haben auch mit oder hat BMW hat auch mit Toyota zusammengearbeitet für diese Brennstoffzellen, für die Stacks und so, für die Technik, weil Toyota ist da wirklich führend, und sie haben das ja auch gepusht zu Olympia zum Beispiel, war ja vor ein paar Jahren in Japan, das war noch in der Corona-Zeit, da wollten sie ja so den Startschuss geben, jetzt kommt weltweit Wasserstoff, Busse und ihren Mirai, japanische Zukunft, da das Auto, was sie hatten, dieser sehr skurrile, Pkw, den sie hatten. Ja, aber eben, das hat sich gezeigt, die Welt ist noch nicht bereit. Oder beziehungsweise, du brauchst einfach sechsmal so viel Energie, wenn du ein Auto mit Wasserstoff befüllst, als wenn du es gerade elektrisch machst. Also rein von dem her, Also ich finde, da hat sich, da hat wirklich Toyota viel zu lange daran festgehalten. Klar, sie haben das jetzt immer noch, aber es setzt sich nicht durch. Sie bauen ja auch die 20 Tankstellen, die es in der Schweiz gab. Ich weiss nicht, wie viele da jetzt noch von laufen, aber du hörst da eigentlich nichts mehr von. Es gibt auch keine Modelle. Also mit dem Brennstoffzähn-Ding haben sie sich wirklich ein bisschen verrannt.
Andi:
[25:46] Und ja, bei Toyota setzt natürlich viel auf Hybrid, oder? ihren klassischen Vollhybrid und auch Plug-in-Hybride. Und damit fahren sie halt auch extrem gut, weil das verkauft sich immer noch Blenden. Du siehst ja überall eben auch die ganzen Taxis oder in anderen Ländern. Die Hybride, die verkaufen sich echt gut, weil die sind doch wirklich effizient. Also da passt auch hier der hocheffiziente Verbrenner, wobei das ja auch mit Elektro unterstützt ist. Das passt da ausnahmsweise mal gar nicht so schlecht. Aber du musst halt auch sehen, ich habe da mal Zahlen nachgeguckt, Toyota-Anteil letztes Jahr Elektroautos weltweit unter 2% von ihren 10,8 Millionen Autos. Also das sind doch 300.000 Autos oder so. Und BMW im gleichen Zeitraum doch 18% rein elektrisch vom Ganzen, was sie alles verkauft haben. Und ganz ehrlich muss man sagen, also für mich zumindest, Toyota hat das auch lange Zeit, dieses Elektro, haben sie wirklich verpennt. Haben sie wirklich nicht drauf gesetzt, weil sie immer gesagt haben, nee, wir setzen auf Brennstoffzelle, Wasserstoff und wollten dann einfach nicht, auf die Elektro-Schiene setzen. Ja, mal gucken, ob sich das auch noch recht, früher oder später.
Wilma:
[27:01] Es wird die Zukunft zeigen, aber ich glaube, ihr Chef, der Akio, heisst der Toyota, der ist ja auch noch nicht so ganz überzeugt von Elektro, das hat er auch schon mehrfach geäussert.
Andi:
[27:12] Klar, daher kommt das ja auch, wenn es von oben vom Kopf her, ja.
Wilma:
[27:17] Aber die ziehen das jetzt knallhart ihre Strategie durch. Was in zwei, drei Jahren ist, wird man dann sehen. Und Aber jetzt haben sie sich kürzlich offiziell gegen die Pläne der EU gestellt und nach dem Motto, nein, also Verbrenner komplett verbieten, tun wir nicht oder wollen wir nicht, machen wir nicht. Und weil ihr Argument, und das zieht natürlich auch und findet viel Anklang, ist dieses, weil die Ladeinfrastrukturen in den Ländern einfach noch nicht flächendeckend ausgebaut sind.
Andi:
[27:51] Ja, gut. Also zum einen kann Toyota sonst noch sagen, sie wollen lieber Verbrenner verkaufen. Wenn das verboten ist in der EU, dann ist es verboten. Dann müssen sie die halt woanders verkaufen. Also ich glaube, so blauäugig ist da Toyota auch nicht. Die wissen schon, dass Elektro zumindest in Europa immer wichtiger wird. Und ja, das mit der Ladeinfrastruktur, ich sag jetzt mal irgendwo in der Wüste von Südamerika, ja klar, da wird es wahrscheinlich schwierig, eine Ladestation zu finden. Ich glaube, es gibt gewisse Regionen auf der Erde, wo die Verbrenner noch lange in der Überzahl sein werden. wobei wir hatten ja auch kürzlich die Folge gemacht, mit dem ETH-Professor, mit dem, sag mir schnell seinen Namen, ich habe es jetzt vergessen, tut mir leid, aber da ging es ja um Äthiopien zum Beispiel, dass sich da die Strome auch, oder beziehungsweise dass Verbrenner gar nicht mehr erlaubt sind, neu zuzulassen. Und da zeigt sich also selbst in Teilen auch von Afrika, es schwenkt schon auch überall um, dass es doch auch, Richtung Stromer geht, oder?
Wilma:
[29:04] Mhm. Also du hast es gerade schon gesagt, Toyota ist ihren Zielen treu geblieben, aber hat den Markt nicht ganz richtig eingeschätzt, oder?
Andi:
[29:17] Ja, ja, absolut. Eben, wie gesagt, die, ähm, Sie kommen jetzt zwar, also die Verkäufe sehen, die Verkaufslanden sehen immer noch gut aus, auch in Europa. Und auch die Elektroverkäufe nehmen jetzt langsam zu. Sie haben ja mittlerweile, drei Modelle im Angebot. Ich glaube, den Urban Cruiser, den wir ja auch letztens mal kurz getestet hatten. Dann den BZ4X und auch den CHR gibt es ja mittlerweile rein elektrisch. Und sie haben jetzt auch die Elektroverkäufe in Europa fast verdoppelt. Ich glaube, in diesem Jahr. Aber eben, das ist alles noch auf sehr kleinem Niveau. Also ich hatte jetzt mal die Schweizer Zahlen angeguckt. Das sind dann auch von dem Bestseller BZ4X, also vom Elektro-Bestseller, sind dann irgendwie 230 Stück, die sie jetzt bis Ende Mai verkauft haben. und die, Hybrid-Modelle sind natürlich noch auf einem viel höheren Niveau. Aber Toyota auch Toyota investiert. Das stimmt nicht, dass Toyota das jetzt links liegen lässt. Also bis nächstes Jahr wollen sie global schon sieben Modelle im Angebot haben. Und das ist vor allen Dingen auch für China wichtig. Auch für Toyota, die können China auch nicht ausklammern. Und da brauchst du halt Stromer.
Wilma:
[30:33] Definitiv. Und deshalb geben wir jetzt auch nicht auf die Strategien der Asiaten ein, weil wir das eigentlich gar nicht machen müssen. Weil was wir da jetzt auf den Strassen in der Schweiz sehen, sind vornehmlich ganz neue Marken, die es vorher gar nicht gab, die irgendwie auf dem weissen Blatt Papier entstanden sind und von Anfang an Stromer waren. Wenn wir von B-Widee, Elite Motors und wie sie heissen und NIO sprechen. Und ja, für die stand es ja nie zur Diskussion und haben wir auch schon eine Folge zu gemacht, zu chinesischen Modellen vor allen Dingen, dass sie es viel einfacher haben aufgrund der Unterstützung aus dem eigenen Land, aber einfach auch, weil sie nicht zweispurig fahren müssen, weil sie nie so gefahren sind.
Andi:
[31:17] Ja, klar. Eben, bei uns in Europa ist halt auch die Verbrennertechnik, die ist halt so in unserer DNA drin, oder? Wir fahren hier schon seit 130 Jahren, fahren die Verbrenner. Und in China ist man lang, oder nur die Vermögenden sind dann mit Auto gefahren. Der Rest ist mit ÖV oder mit Fahrrad dann gefahren, oder? Mit dem Velo. Und ja, da ist der Schwenk natürlich für die ganzen neuen Player. BYD zum Beispiel, die kommen ja eigentlich aus dem Batteriegeschäft. Die haben ja wirklich nur mit Batteriebau angefangen und haben da ja jetzt diesen ganzen Konzern aussenrum gebaut. Also das ist ja wirklich ein Megakonzern, der auch von dem Staat unterstützt wird.
Wilma:
[31:57] Xiaomi ja ähnlich, also die aus der Handysparte kommen.
Andi:
[32:02] Genau, und die haben natürlich ganz andere Voraussetzungen, auch weil sie wirklich auch vom Start halt so gepusht werden und die haben dann höchstens eben noch so, Range Extender oder Plug-in-Hybrider im Angebot, aber eben mehrheitlich für die, die kennen eigentlich gar nichts anderes als Stromer und deswegen sind die da jetzt auch überall so führend, oder? Schon in vielen, eben auch gerade in Afrika, wenn die da natürlich Autos für 5.000 bis 10.000 Euro oder Franken anbieten, Und ja, da kommen die Europäer halt im Moment zumindest noch nicht mit.
Wilma:
[32:34] Ja, schauen wir nochmal nach Deutschland zurück, weil Mercedes hast du eben nur so angerissen. Die sind ja auch ganz klar, wie du gesagt hast, den Kurs gefahren. Elektro-only und haben das jetzt aber auch knallhart revidieren müssen. Und weil es einfach wirklich die Modelle niemand kauft.
Andi:
[32:53] Ja, eben sie hatten dann der EQS, der hat ja diese Tröpfchenform auch gehabt. Also wirklich sehr aerodynamisch, CW-Wert, das ist so der Luftwiderstandsbeiwert, sagt man dem, war wirklich unter 0,2 und das ist, dann schon beeindruckend. Also der ist dann wirklich, der fliesst dann quasi nur noch so im Wind dahin. Nicht so wie so eine Schrankwand sondern wirklich, die hatten ja, also es waren auch sehr tolle Autos, der ist auch 700 Kilometer gekommen, und dann der EQE das war dann der eins kleinere, also der EQS das war ja so wie die S-Klasse einfach elektrisch, und auch da, die Leute haben trotzdem weiter lieber die normale S-Klasse gekauft vielleicht mit Plug-in, Antrieb und man sieht es auch jetzt bei Modellen der neue CLA, den es seit letztem Jahr gibt auch tolles Auto oder GLB der jetzt neu kommt, GLC. Es gibt sie zwar vordergründig, also nicht vordergründig, aber es gibt sie hauptsächlich wurden sie jetzt elektrisch vorgestellt, aber es wird auch zu einem späteren Zeitpunkt wird es überall noch Verbrennerversionen geben, die lustigerweise dann auch, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Benzinmotoren von Gili, also ein anderer chinesischer, also die Deutschen kaufen jetzt teilweise schon, ihre Verbrennermotoren von Chinesen, weil die das anscheinend auch schon so hocheffiziente, Verbrenner bauen können.
Wilma:
[34:15] Ja, technologieoffen.
Andi:
[34:16] Ja, genau. Und ja, da hat sich, ja, da ist Mercedes ein bisschen zu spät, haben sie das irgendwie, ja, haben das wirklich auch, Bisschen falsch eingeschätzt, so wie Porsche auch, dass sie da zu schnell, zu sehr auf Elektro gesetzt haben und rudern da jetzt auch ein bisschen zurück.
Wilma:
[34:34] VW hast du eben schon angesprochen, die haben ja einfach auch mit vielen, vielen Sachen zu kämpfen, also elf nur drei Marken, die der grosse Konzern da zu stemmen hat.
Andi:
[34:43] Also vier eigentlich, mit Porsche.
Wilma:
[34:45] Genau. Und was aber auch das grosse Problem gewesen ist bei diesen Strategien, da haben wir auch schon mal drüber gesprochen, dass die Leute irgendwie angefangen haben, als erstes mal elektrische SUVs zu bauen. Und dieses Kleinwagen-Segment, wo ja eigentlich der Stromer für am besten geeignet oder Vollelektro am besten für geeignet ist, hat man irgendwie so gar nicht gehabt. Und da sieht man jetzt, dass da direkt umgeschwenkt wird, also wirklich massiv umgeschwenkt wird bei den Herstellern.
Andi:
[35:12] Ja, also gut, das war ja bei allen Herstellern so, aber zuerst kamen ja wirklich die teuren Modelle, eben der Anfang war ja dieses Tesla Model S und da wurde ja 2013 war das auch, wo dann alle aufgeschreckt worden sind, weil davor haben ja die ganzen Vorstände in Wolfsburg, in Stuttgart, in München, Ingolstadt haben ja gelacht, so ja komm Elektro, das wird sich niemals durchsetzen.
Andi:
[35:36] Das hat ja auch unser Professor gesagt, auch selbst an der ETH, seine Spezialisten, haben ja lange gesagt, elektrisch wird sie nicht durchsetzen, die Batterien viel zu gross, viel zu schwer, zu wenig Reichweite. Und wenn man jetzt 13 Jahre später guckt, wie sehr sich das nur in 13 Jahren, heute mit 800 Kilometer Reichweite laden in 10 Minuten, also sage ich jetzt so die Top-Werte, aber es war natürlich einfacher. Das heisst, die grossen Autobauer sind dann gekommen mit den grossen, teuren Autos, weil es einfach, die Technologie war einfach wahnsinnig, oder ist immer noch ein bisschen teurer als Verbrennertechnik, die halt schon da ist, die du nicht entwickeln musst. Und es macht einfach keinen Sinn, einen Kleinwagen dann zu bauen, bei dem, Wenn du den dann für 50.000 anbietest, kauft einfach niemand. Deswegen bist du mit den hochpreisigen Modellen, hast du angefangen. Und jetzt nach und nach kommen die preiswerten Modelle. Deswegen auch bei VW. Ja, die haben natürlich am Anfang mit ihrem, gut, der ID.3 kam relativ früh, aber der war dann auch so um die 40.000. Das ist ja so Golfgrösse. Und dann mit ihrem ID.4, ID.5, ID.6, ID.7. Das sind ja eher so die teureren. Und jetzt der ID.Polo, der jetzt demnächst startet.
Andi:
[36:51] Eben den soll es für ab unter 30.000 geben, je nach Batteriegrösse natürlich, aber von dem her ja, VW hat dann noch einen anderen Fehler gemacht, dass sie da unter dem damaligen CEO dass die Qualität auch einfach massiv nachgelassen hat und alle einfach diese Innenräume einfach, Nicht gut fanden, sage ich jetzt mal. Es war wirklich nicht schön, was da teilweise verbaut wurde. Und auch da, VW besinnt sich wieder auf, wir wollen halt Volkswagen anbieten, sonst würden sie ja nicht Volkswagen heissen. Und so langsam, allmählich, neben den ganzen Hybriden und Plug-in-Hybriden,
Andi:
[37:32] werden auch bei VW die E-Autos langsam günstiger für die breite Masse.
Wilma:
[37:36] Ja, also kann man einfach sagen, zusammengefasst, wenn es um die Strategien geht, dass dieses Zweispurige, also nicht rein auf Strom ersetzen, sondern einfach nebenbei noch die Hybriden und Verbrenner bauen, dass das die meisten Marken, Konzerne wirklich tun und dass gleichzeitig aber viel in Elektromobilität investiert wird und jetzt einfach auch bezahlbare kleine Modelle kommen, auch bei den meisten Herstellern, gehe ich von aus.
Andi:
[38:03] Ja, das ist definitiv so. Eben VW-Konzern hatten wir gesagt, aber mittlerweile, wir machen da ja auch immer wieder Artikel, diese Budgetstromer oder Günstigstromer gibt es schon. Ich gucke jetzt trotzdem nochmal in diese Übersicht, welche Marken das damals geplant hatten. Und da sind ja wirklich manche dabei, so DS, das ist ja so die Edelmarke von Citroën. Die wollten ab 2024 nur noch rein elektrisch, laut unserer Jaguar. Gut, okay, Jaguar, die haben wir jetzt noch gar nicht angesprochen. Die haben ja komplett gebrochen mit ihrer Tradition. Ich weiss nicht, ob du das auch mitgekriegt hast.
Wilma:
[38:39] Genau, ein bisschen angelesen.
Andi:
[38:40] Weil die haben ja, also Jaguar gibt es ja eigentlich, also sie verkaufen nur ihre Modelle so F-Type und E-Type und was sie noch so hatten. Aber ab Ende von diesem Jahr kommen sie ja wirklich mit einem ganz neuen Modell. Das wird ja auch so ein richtig fetter, eckiger, ich weiss gar nicht, wie der heisst, einfach so ein Elektro-GT. Und Jaguar wird zum Beispiel dann nur noch elektrische.
Wilma:
[39:03] Stimmt, die haben die Modelle komplett eingestellt.
Andi:
[39:06] Genau. Und... Und es sind noch so ein paar andere Marken drin, die jetzt aber auch mittlerweile schon zurückgerudert sind. Also wer mal Interesse hat, gerne mal in diese Tabelle und in den Artikel reinlesen, so wie es vor zwei Jahren aussieht und wo wir jetzt heute drüber gesprochen haben. Unsichere Zeiten, allgemein, global, alles sieht man ja auch überall und genauso unsicher ist es für die Hersteller und deswegen, man will sich jetzt, statt zu sagen, hey, wir preschen jetzt vor und wir sind die Retter der Welt, mit den Strohmannn, sie bleiben jetzt erstmal noch so hybrid, aber sie müssen natürlich gucken, weil die Grenzwerte gehen natürlich überall zurück. Und ich meine, warum macht man dieses Ganze? Muss man auch den grossen Kontext sehen. Man will den CO2-Ausstoss ja letztlich runterbringen. Das geht nun mal halt, wenn man Öl verbrennt, geht das halt nicht. Und deswegen, die Grenzwerte kommen runter. Und deswegen, also ich empfehle sowieso jedem, also gerade in der Schweiz, ich würde eh nur wirklich nur noch Elektro kaufen. Aber eben für viele Kunden, die es auch noch nie ausprobiert haben, deswegen unbedingt auch mal ausprobieren. Das macht viel aus, hat Wilma ja auch schon erfahren.
Wilma:
[40:19] Ja, muss ich gestehen.
Andi:
[40:20] Aber die Kundinnen brauchen, glaube ich, einfach noch ein bisschen. Aber ich bin guter Dinge, dass das in, wenn wir in fünf Jahren hier sitzen und dann nochmal so eine Nach...
Wilma:
[40:28] Habe ich auch einen vor der Tür stehen.
Andi:
[40:30] Vielleicht du auch, aber dann wird es auch ganz anders. Ich glaube, dann wird es auch schon wieder anders aussehen. Dann sind die Autobauer, manche wird es vielleicht nicht mehr geben, aber die anderen, die es noch gibt, ja, dann wird es dann mit den Elektroautos auch nicht mehr so schwer sein, die zu verkaufen, weil dann viele Kunden, vielleicht der Nachbar hat dann mal einen, dann fährt man vielleicht mal mit, findet man es auch cool, geht mal Probe fahren, dann ist es mit dem Laden zu Hause einfacher, sind ja jetzt so ganz viele Sachen, Ladeinfrastruktur, ich glaube, das sind einfach so ganz viele Unsicherheitsfaktoren, die die Hersteller gerade zu spüren kriegen. Und wenn die erstmal alle mehr oder weniger behoben sind und die Spritpreise endlich vielleicht auch mal ein bisschen höher sind als jetzt, sie sind ja immer noch zu billig, dann wird sich das in absehbarer Zeit dann schon auch ändern.
Wilma:
[41:16] Das ist doch ein gutes Abschlusswort.
Andi:
[41:17] Oder so ein Plädoyer.
Wilma:
[41:18] So ein Plädoyer, ich wollte es so nennen, habe es dann aber gelassen. Und dann enden wir mit deinem Plädoyer und Schön war es wieder, interessant und bis zum nächsten Mal.
Andi:
[41:31] Ja, wenn ihr noch Einwände habt, vielleicht Kritik oder auch, irgendwelche Anregungen zu dem Thema, lasst Kommentare da, Likes natürlich auch immer gerne, freuen wir uns, gucken wir auch gerne rein, gucken uns die Kommentare an und dann sehen wir uns zur nächsten Folge Elektrogeflüster.
Wilma:
[41:49] Auf Wiedersehen.
Andi:
[41:50] Tschüss.
[42:01] Elektrogeflüster wurde präsentiert von Toyota. Enjoy Toyota Electric!
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