So lädst du dein E-Auto am besten
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00:00:00: Porsche präsentiert Elektrogeflüster. Faszination Sportwagen. Elektrifiziert.
Wilma: Willkommen zur dritten Folge von Elektrogeflüster, Ringiers Podcast zum Thema E-Mobilität. Ich bin Wilma Fasola, Redakteurin bei den Specials der Handelszeitung. Mir gegenüber sitzt mein Kollege Andi Engel, Redakteur beim Blick. Hallo Andi.
Andi: Ja, hallo Wilma. Schön, sitzen wir wieder zusammen. Hatte ich das Gefühl, du hast schon ein bisschen geflüstert jetzt auch. Könnte das sein, dass du jetzt vielleicht mal in letzter Zeit Elektroauto gefahren bist, deswegen schon Bisschen entspannter. Hatten wir uns das letzte Mal schon darüber unterhalten?
Wilma: Nein, ich bin derweil keinen gefahren. Aber du, in der ersten Folge hast du ja angekündigt, dass du den nächsten Langstrecken-Test machst mit einem Super Stromer. Wie ist es gelaufen und vor allen Dingen, wie war dein Ladeerlebnis?
Andi: In unserer ersten Folge ging es ja um Laden auf der Langstrecke. Wirklich die Gelegenheit, einen super Stromer zu testen, und zwar einen Porsche Taycan GT. Könnt auch gerne nachlesen, die HörerInnen, die das auch gerne schriftlich hätten. Den Test gibt es natürlich auch bei uns auf Blick.ch. Den Taycan hatte ich mit auf die Langstrecke nach Goslar genommen, wo meine Eltern wohnen, 700 Kilometer von Zürich. Also erstmal zum Thema Laden. Es lief wirklich super, weil der Taycan, der kann mit bis 320 kW laden. Da lädst du dann wirklich 16 bis 18 Minuten, bis du wieder bei 80 Prozent bist. Aber es kam natürlich, vor Ostern war das, es kam der Verkehr dazu, das Wetter. Es hat eigentlich permanent geregnet und eben dieser GT mit Weissach-Paket, der hat keine Rücksitzbank, sondern das ist wirklich nur noch Carbon. Er hat kein Abstandstempomat, er hat extreme Breitreifen, was dann für ein Regen auch gut war. Also ich sag mal, das Fazit durch zogen Laden lief super, aber sonst war es ein bisschen tricky, der Test. Aber heute unser Thema ist eben nicht die Laden auf der Langstrecke, sondern Laden im Alltag, also zu Hause, im Büro, beim Einkaufen und weil das auch, glaube ich, immer noch ein großes Hindernis auch für viele Leute ist, die noch kein Elektroauto fahren.
Wilma: Ja, Anfang des Monats hat Comparis ja wieder eine Studie veröffentlicht und ich sage mal, das Ergebnis hat, glaube ich, wenig überrascht, dich und mich wahrscheinlich überhaupt nicht. Ja, warum kaufen Leute kein Elektroauto? Es gibt die großen Gründe dafür. Das ist erstens hohe Anschaffungskosten für das Fahrzeug. Dann aber auch für die Ladeinfrastruktur sind die Kosten noch sehr hoch und vor allen Dingen die unzureichende Verfügbarkeit von Ladestationen. Und da geht es gar nicht so um das öffentliche Ladenetz, sondern vor allen Dingen geht es oft darum, oder das Problem, was beklagt wurde, war häufig, dass es an privaten Ladestationen
Andi: mangelt. Genau, das ist definitiv so, hat die Studie einmal mehr gezeigt. Also es kommt ja quasi im Monatstakt kommen solche Studien raus, warum die Leute immer noch skeptisch sind gegenüber E-Autos. Und ich glaube für viele, wenn sie nicht zu Hause laden können, dann ist das einfach ein Hindernis, sich ein E-Auto zuzulegen. Wobei ich jetzt da gerade auch gerne noch einhaken würde, weil meiner Meinung nach Finde ich. Für mich, für mein Fahrprofil ist es gar nicht so entscheidend, ob ich wirklich zu Hause laden kann. Entscheidend ist, dass ich irgendwo laden kann. Also in meinem Alltag, dass ich das integrieren kann. Weil ich sag mal, der Durchschnittsfahrer, sagt man ja auch immer, diese viel zitierten 35 Kilometer, die der durchschnittliche Schweizer, die durchschnittliche Schweizerin am Tag zurücklegt, Und dann kannst du dir hochrechnen, wenn ein Elektroauto 350, 400 Kilometer hat. Das heißt, eigentlich muss ich alle 10 Tage diesen Akku vollladen. Das heißt, ich muss nicht jeden Abend das Auto anhängen. Ich gehe auch nicht jeden Abend mit meinem Verbrenner an die Tankstelle und tanke das Auto wieder voll, weil ich jetzt 10% Sprit verbraucht habe. Entscheidend ist einfach, dass ich irgendwo laden kann. Sei es im Büro, sei es, wenn ich den Wocheneinkauf mache, in irgendeinem Einkaufszentrum. dass diese Lademöglichkeiten einfach entstehen, weil eben das Auto heißt zwar Fahrzeug, ist aber eigentlich ein Stehzeug und eigentlich müsste ich überall laden können, wo ich dann noch stehe mit dem Auto. Ich glaube, das ist so, was viele Leute vielleicht noch ein bisschen, meiner Meinung nach, nicht richtig beurteilen muss. Brauche ich wirklich eine Ladestation zu Hause? Ich finde eben nicht unbedingt, je nach Profil.
Wilma: Okay, aber ich glaube, das ist ein großer Punkt, dass sich die Leute dessen nicht bewusst sind, was du gerade angesprochen hast. Dieser Fakt, dass Leute glauben, wenn ich heimkomme mit dem E-Auto, muss ich es unbedingt sofort an die Steckdose hängen oder an die Wallbox, je nachdem. Ich glaube, das ist wirklich ein Punkt, der vielen nicht bewusst ist. Auch wenn es beim Benziner für jeden von uns klar ist, dass ich nicht jeden Tag sehen muss, dass ich auf der Rückreise oder auf dem Rückweg von der Arbeit noch eine Tankstelle aufsuche.
Andi: Das muss jeder halt auch selber ausprobieren. Aber ich glaube viele haben das Gefühl, wenn sie ein Elektroauto haben, dann wollen sie auch zu Hause laden können. Verstehe ich natürlich auch ein Stück weit. Aber ich glaube, wer jetzt regelmäßig immer weite Strecken fährt, muss das definitiv können. Aber so für den Alltagsfahrer, der jetzt jede Woche seine 200 Kilometer fährt, ist es eigentlich nicht zwingend nötig.
Wilma: Okay, da kommt wieder die Reichweitenangst dazu, wenn man schon eigentlich in seiner Höhle ist. Genau. Noch mal schnell die Umfrage von Comparis. Da wird ja oft beklagt, gerade von Mietern, dass der Vermieter ja eigentlich proaktiv am besten Ladeplätze zur Verfügung stellt. tun viele Vermieter nicht, weil er ist dazu ja auch nicht verpflichtet, gesetzlich. In Deutschland ist das schon ein bisschen anders seit ein paar Jahren. In der Schweiz ist jetzt gerade vor ein paar Tagen, glaube ich, eine Motion durchgekommen von dem Herrn Großen, dass auch die Mieter in der Schweiz ein Recht auf Laden haben.
Andi: Genau. Es war Anfang Juni. hat der Ständerat nach dem Nationalrat jetzt auch dem zugestimmt, dass die Mieter ein Recht auf Laden haben. Und als E-Auto-Sympathisant muss ich natürlich sagen, Gott sei Dank wurde die angenommen, weil es war sogar gegen den Willen des Bundesrats. Der Bundesrat wollte das eigentlich nicht. Warum auch immer, wirklich unsinnigerweise muss ich dazu sagen, weil die Schweiz will das pushen. Die Schweiz hat die Roadmap 2035. Sie will bis Ende Jahr eigentlich 50 Prozent Steckerfahrzeuge auf dem Markt haben, also Plug-in-Hybride und reine Stromer. Jetzt sind wir etwa bei 30 Prozent. Also es wird sowieso nichts bis Ende Jahr. Aber jetzt muss der Bundesrat, muss diesen Vorschlag eine gesetzliche Regelung ausarbeiten für das Recht auf Laden. Und das ist sicher ein bedeutender Schritt für Elektroautos in der Schweiz, dass die mehr und mehr in sich durchsetzen. Weil so haben halt auch die Mieterinnen, haben das Recht, dass sie eine Ladestation sich zumindest anschaffen können. Eine Förderung ist vorher nicht vorgesehen, was natürlich noch ein bisschen schade ist, weil wenn sie Pech haben müssen sie es dann selber übernehmen oder die Stockwerkeigentümer. Aber immerhin ist diese Motion jetzt durchgekommen. Also da bin ich jetzt schon mal Ist
Wilma: quasi der erste Step auf dem richtigen Weg. Bis ich das dann quasi umgesetzt habe, vergeht wahrscheinlich noch der eine oder andere Monat.
Andi: Ja, also ich würde eher sagen, so in den nächsten ein bis zwei Jahren, schätze ich jetzt mal. Es dauert natürlich immer, bis dann wirklich so die Gesetze auch umgesetzt werden. Habe ich so gehört. Ich habe mich mal ein bisschen umgehört. Ich denke, so in ein, zwei Jahren dürfen wir damit rechnen, dass das dann wirklich verankert ist im Gesetz.
Wilma: Kommen wir von der Politik zur Praxis. In der ersten Folge hattest du den schönen Tipp, dass, wenn ich auf der Reise bin und merke, oh Gott, mein Strom wird knapp, meine Batterie leert sich zusehends, dass ich doch am Restaurant halte und vielleicht den Restaurantbesitzer frage, ob ich es nicht an die klassische Steckdose hängen
Speaker 00: kann,
Wilma: zumindest so weit aufzuladen, dass ich dann die nächste Ladestation erreichen kann. Ist das wirklich nur gut für den Notfall, oder kann ich das ganz klassisch daheim auch so handeln? Wenn ich laden muss.
Andi: Dass man sich
Wilma: keine
Andi: Wallbox, sondern dass ich immer eine haushaltslose lade. Ja, hört man natürlich oft. Also ich muss sagen, wenn ich ab und an zu meinen Eltern fahre, dann mache ich das tatsächlich ab und zu, dass ich das Auto dann mal über Nacht ranhänge, beziehungsweise teilweise lädt man dann halt 40 Stunden, bis so ein Akku voll ist, je nachdem wie viel raus ist. Also grundsätzlich eben theoretisch für den Notfall beim Kollegen vielleicht, wenn man irgendwo übernachtet und will noch ein bisschen aufladen, geht das sicher mal zwischendurch. Aber eine Dauerlösung sollte es nicht sein, weil du hast doch sehr hohe Lasten und du hast natürlich dann so Gefahr für, du hast Brandgefahr, weil das kann natürlich auch überhitzen. Wobei es gibt auch gewisse Anbieter, die auch so Stecker anbieten oder so Ladestationen, so mobile Ladestationen, die dann wirklich so einen Fühler haben in dem Stecker und der merkt dann, hey es überhitzt und dann stellt er automatisch aus. Also es gibt schon auch, aber eben wie ich auch eben schon gesagt habe, es dauert auch wahnsinnig lange, Also eine Dauerlösung sollte das nicht sein. Das sagen auch alle Hersteller. Das sagt dir jeder, der sich damit ein bisschen auskennt. Also so eine Wallbox ist weitaus schneller und natürlich auch sicherer als einfach über die normale Haushaltssteckdose.
Wilma: Ja, weil du es gerade angesprochen hast, 40 Stunden Ladezeit an der normalen Steckdose, mit der Betonung auf, nur im Notfall tun. Was ist denn so die Durchschnitts-Ladezeit an einer Wallbox zu Hause? Also ich gehe davon aus, wenn ich es abends anstecke und morgens zur Arbeit fahre, dass mein Auto die 80 Prozent erreicht hat, von denen wir mal gesprochen haben, die man erreichen soll.
Andi: Genau, also ganz im Normalfall eben, das hängt natürlich davon ab, was habe ich für eine Wallbox. Was habe ich für ein Auto? Wie schnell kann das laden? Was habe ich für einen sogenannten Onboard-Lader? Wie schnell kann das Auto an so einer AC-Steckdose laden? Aber im Regelfall spricht man, heute sind das 11 Kilowatt, die das Auto aufnehmen kann und was auch die Wallbox abgeben kann. Es gibt aber auch Autos mit 22, gibt aber auch Autos, die noch weniger laden, also vielleicht mit 7 kW. Aber eben wenn wir von diesem Standard 11 ausgehen und ich habe, sage ich mal, ich habe einen 70 Kilowattstunden Akku, das
Speaker 00: ist
Andi: so eine recht groß schon, aber auch so durchschnittlich. Und dann kannst du rechnen, 70 Kilowattstunden durch 11, also habe ich etwa knapp sieben Stunden, wenn der Akku komplett auf Null ist. Aber du steckst das Auto ja selten an, wenn er wirklich noch ein Prozent hat. Also normalerweise kannst du jedes Auto, kannst du es über Nacht aufladen.
Wilma: Was kostet mich denn so eine Wallbox? Ich habe natürlich erstmal die Anschaffungskosten für die Box selber. Ich habe die Kosten für die Installation, die ich Auch wieder am besten nicht selbst machen, wenn man nicht Elektriker ist. Und dann kommen noch die laufenden Kosten. Recherchiere ich das im Internet, kriege ich irgendwas angesagt zwischen der Kauferleine, zwischen 500 bis 2.000 Fr. Bei der Installation habe ich dann auch wieder eine Range von 500 bis 1.500 Franken. Aber auf das allergünstigste Produkt zu setzen, da raten Experten auch meistens von ab. Aber das ist ja auch nicht anders bei anderen technischen Dingen. Da heißt es ja auch nicht, das günstige Produkt zu nehmen, sondern irgendwie zu schauen, dass Qualität und Preis irgendwo noch stimmen. Was würdest du den Kundinnen oder Kunden raten, aufs mittlere Preissegment zu setzen? Fährt man damit gut?
Andi: Ja, also ich denke, ich bin, ich muss dazu sagen, ich bin da jetzt auch nicht der allergrößte Experte auf dem Gebiet, wie teuer jetzt so Wallboxen sind und wie viel vielleicht diese Installation kostet. Ich habe mich da auch vorher noch mal ein bisschen schlau gemacht. Vielleicht an dieser Stelle noch ganz kurz. Wir sind zwar, wir kennen uns gut aus, aber ich glaube, wir sind auch nicht vollkommen. Also wenn irgendwo, wenn wir irgendwas übersehen oder vielleicht auch mal was Falsches sagen, dann schreibt uns das auch bitte, teilt uns das mit, das noch zum Thema Transparenz, dass wir hier auch nicht über einmal haben sind. Ja, sehr gut zusammengefasst. Aber ja, um auf die Ladestation zu kommen, ich denke, was ich so recherchiert habe, so eine gute Wallbox, ich würde jetzt nicht gerade eine für 100 Franken nehmen, aber so die Standardgeräte kosten so zwischen 500 und 1.500 Franken. Kommt immer darauf an, was ich für eine Wallbox brauche. Wenn ich jetzt zum Beispiel in einem in einem Mehrfamilienhaus wohne, wo dann vielleicht auch mehrere Leute irgendwann Elektroauto fahren, brauche ich eine sogenannte smarte Ladestation, die dann auch ein Lastmanagement drin hat. Also wenn dann gleichzeitig drei Elektroautos laden und du hast ja nur eine gewisse Leistung vom Hausanschluss, dass die Stationen das untereinander aufteilen können, dass es einfach nicht eine Überleistung gibt, dass dann der Hausanschluss zusammenbricht. Genau, das ist, denke ich mal, wichtig. Deswegen sollte man deswegen schon mal, glaube ich, nicht die günstigste Ladestation nehmen. Und dann das Zweite, was bei einer Ladestation dazukommt, ist eben dieser Netzanschluss. Dafür brauche ich 400 Volt in der Regel. Und wenn der in der Garage schon installiert ist, dann kann ich das dann, da bin ich wirklich kein Elektrotechniker, aber ich kann dann quasi nur noch ein Kabel zu meinem Garagenplatz ziehen und darin die Wallbox installieren. Wenn ich das aber nicht habe, wenn ich jetzt nur den normalen 230 Volt, dann wird es relativ teuer, weil dann muss ich dann wirklich vom Stromnetz, muss ich erstmal ein neues Kabel verlegen und dann wird es wirklich teuer. Aber in der Regel, auch bei neueren Überbauungen, ist das eigentlich immer vorhanden und dann rechne ich, oder rechnen Experten mit etwa 500 bis 1.000 Franken Installationskosten pro Platz. Also sage ich mal, man kann dann rechnen 1.500 bis 3.500 Franken in der Range für eine Wallbox zu Hause.
Wilma: Also wichtig ist, wenn ich so eine Wallbox installieren möchte in der Garage am Parkplatz, muss ich vor allen Dingen erst mal wissen, wie viele Autos sollen da laden.
Andi: Das wäre gut, ja. Vielleicht sich auch mit den anderen Parteien absprechen.
Wilma: Genau. Und zweitens ist wahrscheinlich auch unheimlich, oder ist das gar nicht wichtig zu sagen, was laden da für Autos sind? Oder sind diese Boxen einfach so konfiguriert, dass sie wirklich jedes Auto laden können?
Andi: Ja, das sind sie. Also das ist Standard für alle Modelle. Das ist für alle Modelle, ja. Okay, super. Was vielleicht auch noch ganz spannend ist, was ich vorher noch kurz vergessen hatte zu sagen, wenn wir noch bei den Kosten sind, Das letzte Mal hatten wir eben Laden auf der Langstrecke und da kostet das je nach Ladestation und je nach Leistung relativ viel, um so einen Akku aufzuladen. Da bin ich dann nicht viel günstiger als beim Benziner. Aber wenn ich jetzt natürlich zu Hause an so einer Wallbox lade und berechne mal mit einem 50kWh Akku oder mit einer 50kWh Vollladung, In Zürich kostet eine Kilowattstunde 27 Rappen und so kann ich dann einen Akku, quasi eine Vollladung, kostet dann 10 Franken. Und ausgerechnet bei einem normalen Verbrauch von 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer, ich bin etwa bei 5 Franken auf 100 Kilometer, die ich zu Hause lade. Also ich glaube, das kann sich jeder ganz gut vorstellen. Beim heutigen Benzinpreis sind das drei Liter auf 100 Kilometer. Also da muss ich schon sehr günstigen Benziner haben, dass ich da mit den Kosten reinkomme. Deswegen lohnt es sich schon natürlich, wenn ich zu Hause dann auch laden kann, oder? Weil es einfach wahnsinnig günstig ist, der Strom.
Speaker 03: Porsche präsentiert «Elektrogeflüster». Faszination Sportwagen. Elektrifiziert.
Wilma: Wie sieht es mit Schnellladestationen aus? Wir waren bei sieben Stunden, bis der Akku im Durchschnitt vollgeladen ist. Gibt es den Supercharger für den Eigenbedarf? Ich habe etwas recherchiert. Auf YouTube gibt es Videos, da wird die «Doing-Yourself-Schnellladestation» gezeigt, wie man sie zusammenbastelt. Betonung auf «basteln». Und dann habe ich einen Verrückten in einem deutschsprachigen Tesla-Forum gesehen, der sich eine Supercharger-Station für einen Tesla vor die eigene Hütte gestellt
Speaker 00: hat.
Wilma: Die Hülle hat er nicht von Tesla selbst bekommen, aber er durfte das Logo verwenden. Ich gehe aber davon aus, dass das keine gute Idee
Andi: ist. Ja, also ohne jetzt die Videos zu kennen, halte ich das grundsätzlich für eine ganz schlechte Idee. Also man sollte A, sollte man natürlich einen Fachmann dazuziehen, wenn man selber ein Fachmann ist. Ja, auch dann weiß ich nicht, ob ich mir jetzt selber so eine Ladestation zusammenschrauben würde, weil eben da hantiert man halt schon mit Starkstrom und das ist halt gefährlich. Erstmal lebensgefährlich für dich, du hast dann natürlich auch die Brandgefahr und dann frage ich mich, warum brauche ich zu Hause einen Supercharger, weil eben ich fahre ja nicht nach Hause und will nach 20 Minuten, also in der Regel, Muss ich in 20 Minuten nicht meinen Akku komplett vollladen und weiterfahren oder in 30? Hört sich sehr abenteuerlich an. Habe ich noch nicht gesehen, aber ich würde auf jeden Fall davon abraten, mir selber einen Supercharger zu Hause zusammenzubasteln.
Wilma: Gehe ich auch von aus. Also du bastelst ja auch keine eigene Tankstelle zu Hause und tankst Benzin daheim.
Andi: Aber selbst das ist, glaube ich, ungefährlicher, als dir selber eine Schnellladestation zusammenzuschrauben.
Wilma: Okay, do-it-yourself machen wir nicht mehr, aber do-it-yourself ist eigentlich das nächste Stichwort. Ich wollte kürzlich wirklich ein E-Auto mal in der Stadt testen und habe dann bei mir in der Umgebung einen kleinen Spaziergang gemacht, um einfach mal zu schauen, wo ist denn bei mir jetzt irgendwie die nächste Ladestation. Wir haben zum Beispiel keine bei uns, weder in der Tiefgarage noch vor dem Haus. Wir sind 40 Mietparteien und es ist trotzdem…
Speaker 00: Du wohnst in
Wilma: Zürich? Ich wohne in Zürich, genau. Ja, ich habe mich dann einfach mal umgeguckt und das, was ich wirklich gesehen habe, waren an den E-Mobil, also an den Mobility-Stationen gab es Charger, wo ich
Andi: hätte
Wilma: parkieren können.
Andi: Die Wagen, die man sich ausleihen kann, oder? Mit dem Abo, ja?
Wilma: Genau, die auch sehr viel auf E-Mobility gehen mittlerweile, wie ich gesehen habe. Und dann, das andere war halt irgendwie bei, ja, bei Autohändlern, die das anboten. Die Frage ist, darf ich da überhaupt mein Auto auftanken. Wenn ich einen Mercedes habe und zu einem Mercedes-Händler gehe, glaube ich, habe ich kein Problem. Wenn ich Ihnen bitte, also ich hoffe, wie ist das bei Mobility, und auf der anderen Seite die einzige Alternative, die mir in dem Augenblick geblieben wäre, ins Parkhaus zu gehen und dort an die Ladestation, heißt aber, ich zahle doppelt.
Andi: Wäre sicher auch nicht ganz optimal, wenn du dann doppelt zahlen musst, auch noch für die Parkgebühren im Parkhaus. Also Mobility bin ich mir ziemlich sicher, da darfst du nicht einfach, wenn da eine Ladestation steht, dein Auto hinstellen, weil ich glaube, du kannst auch nicht laden, weil du brauchst dann wahrscheinlich auch eine spezielle Karte, die du von Mobility kriegst. Ich denke, das würde gar nicht funktionieren, aber darfst du natürlich auch nicht. Das ist natürlich exklusiv für Mobility. Beim Autohändler Es gibt manche Händler, wo die tatsächlich auch öffentliche Ladestationen haben, wo du hin kannst. Im Zweifelsfall würde ich vielleicht dann kurz fragen gehen, also wenn du wirklich ein Mercedes hättest und es ist ein Mercedes Händler, ich glaube das wird er dir nicht verweigern, aber ich glaube nicht, dass er es so toll findet, wenn du dann jeden Tag dein Auto bei ihm auflegst, weil er muss ja die Autos auch laden. Also sonst den ersten Tipp, den ich hätte, Wenn du ein Elektroauto hast, guck einfach mal kurz im Navi oder suche nach Ladestationen, weil dann zeigt es dir schon überall an, wo ist die nächste überhaupt. Weil wie ich das letzte Mal schon gesagt habe, Tankstellen sieht man immer relativ gut und so Ladestationen, die sind auch manchmal ein bisschen versteckt. Manchmal sieht man gar nicht, dass irgendwo eine ist. Und dann, wenn du da mal drin guckst, vielleicht hat es tatsächlich irgendwo eine in der Nähe, die versteckt ist. Ich zum Beispiel, ich wohne auch in Zürich in Höngg und ich bin in der glücklichen Situation, dass wirklich gerade vor zwei Jahren hat EWZ gegenüber von mir zwei Ladeplätze installiert und da kann ich dann wirklich im Notfall, wenn ich jetzt nicht im Büro laden kann, warum auch immer, habe ich da auch schon zwei, dreimal das Auto dahingestellt. Aber ja, sonst, klar, wenn du keine in der Nähe hast, ist das natürlich nicht optimal. Das ist dann auch wieder das, es braucht einfach mehr. Überall, wo mein Auto steht, sollte ich laden können. Und da muss auch der Bund natürlich nachlegen und die Anbieter.
Wilma: Grundsätzlich, wie lange darf ich da parkieren, wenn ich lade? Ich würde jetzt einfach mal sagen, und die Kultur ist es auch, dass ich nur so lange da stehen darf, wie ich lade. Und dann soll ich das Auto wieder fortbewegen, um den nächsten Platz zu machen. Trotzdem nimmt dieses Phänomen der Ladeplatzpark oder Blockierer
Speaker 00: zu.
Wilma: Es gibt Leute, die parken stundenlang dort. Es gibt Leute, die parken dort, zwar ein E-Auto, aber laden nicht. Die gibt es natürlich auch. Tesla soll zur Kasse bitten. Ich habe kürzlich gelesen, bei Tesla, Teslas Supercharger, hat man fünf Minuten Zeit, nach dem Aufladen, sein Auto fortzubewegen. Sonst kostet es bis zu einem Franken pro Minute, die man da steht.
Andi: Das sind dann so Flughafen beim Departure, da zahlt es ja auch nach fünf Minuten eine Minute einen Franken, das ist dann etwa die Preispolitik. Das stimmt, das ist bei Teslas Supercharger, das ist aber auch bei meiner, die ich gegenüber bei mir vor der Tür habe, das ist tatsächlich so, Nach einer oder zwei Stunden ist das, glaube ich, begrenzt die Zeit. Und danach zahle ich dann wirklich pro zehn Minuten oder so einen gewissen Betrag. Also das wird dann richtig teuer. Wenn ich dann wirklich mein Auto einfach stehen lasse und es ist angeschlossen, es ist voll, dann checkt das die Station auch und dann wirst du richtig zur Kasse gebeten. Was es aber auch gibt und das kann ich auch, weil diese Station ist wirklich, ich kann von der Terrasse drauf gucken und es gibt da so einen Schlaumeier oder Schlaumeierin, ich weiß es nicht, der stellt da wirklich regelmäßig sein Elektroauto hin und bleibt dann da drei Tage und hat das zwar eingesteckt, aber ich glaube nicht, dass er Das kann sich niemand leisten, dass du drei Tage dafür den Elektroparkplatz bezahlst. Du kannst natürlich das Kabel pro Form einfach so einstecken, aber es ist gar nicht mit der Station verbunden. Das finde ich schon sehr dreist. Das
Speaker 00: ist es
Andi: auf jeden Fall. Weil es steht explizit, diese Plätze sind für ladende Elektroautos. Und wenn das dann eben bei mir zu Hause oder auch beim Supermarktparkplatz, wo alle Parkplätze voll sind, dann kommt dann jemand mit seinem Skoda Octavia und stellt sich dann halt hin, weil keine Parkplätze frei sind und die Lademöglichkeit ist blockiert. Und das ist natürlich, weil es sowieso noch nicht so viele Ladestationen gibt oder nicht überall, ist das dann natürlich richtig ärgerlich. Und das wird aber auch je nachdem dann rigoros, wird man dann auch abgeschleppt. Also bei uns jetzt nicht. Bei uns in Höngg, aber an anderen Orten denke ich schon. Das darfst du natürlich nicht. Darfst du natürlich nur, wenn du lädst, darfst du auf dem Parkplatz stehen.
Wilma: Du hast es ganz schön gerade gesagt, man sieht es an der Station, ob das Auto wirklich geladen wird und
Andi: ob
Wilma: da einfach pro forma das Ladekabel angeschlossen wurde, dass es so aussieht. Also das ist relativ schnell sichtbar, ob geladen
Andi: wird oder nicht. Ja, da müsste halt der Anbieter das kontrollieren, weil es ist natürlich auch, in dem Fall ist es EWZ, glaube ich. Die können dann natürlich auch, wenn das Auto da drei Tage steht, können die natürlich mit dem Platz auch drei Tage kein Geld verdienen. Am Ende, ich muss so wenig laden, aber es müsste ja in ihrem Interesse sein, dass der Platz nicht immer blockiert ist. Bisher habe ich ihn, aber wurde er noch nicht abgeschleppt. Wenn ich da war zumindest.
Wilma: Vielleicht ändert sich das
Andi: jetzt. Ja, vielleicht. Ich mache dann ein Bild.
Wilma: Sehr gut. Schauen wir doch noch ein bisschen in die Zukunft, das Laden der Zukunft. Am Anfang gab es die normale Ladestation, dann kamen die Supercharger dazu, und jetzt kommt es zum induktiven Laden. Eigentlich ist es etwas, was wir mit unserem Smartphone schon kennen. Es gibt zum Beispiel auf dem Tisch Flächen, wo ich mein Smartphone drauflege, und es lädt dann automatisch über diese Fläche.
Andi: Genau. Oder ein Rollwagen ist das eigentlich auch überall mittlerweile.
Wilma: Okay.
Andi: Das ist
Wilma: ein magnetisches Feld,
Andi: wo es
Wilma: dann geladen wird. Und ja, das gibt es mittlerweile auch mit Parkplätzen. Also ich fahre einfach drauf, schließe kein Kabel mehr an, sondern das Auto lädt über ein magnetisches Feld. Hast du dich damit schon mal wirklich auseinandergesetzt,
Andi: befasst? Ja, wir haben tatsächlich auch schon Berichte gemacht, auch schon vor einigen Jahren. Aber in letzter Zeit habe ich ehrlich gesagt nicht mehr viel drüber gelesen, über dieses Induktivladen. Wir haben mal einen Bericht gemacht, das war eine Firma aus Israel und die hatte die Idee, dass man direkt in der Fahrbahn Spulen integriert, wo dann quasi das Auto beim Rüberfahren dann lädt. Also ich denke mal, So für so einen Anwendungsfall vorm Gubris-Tunnel, weil da staut jeden Abend der Verkehr. Und wenn ich dann da für den einen Kilometer eine halbe Stunde brauche, ist das eigentlich keine schlechte Idee. Kostet aber einfach wahnsinnig viel, weil du halt diese Fläche, erstmal die ganze Baustelle vorm Gubris ist das sowieso völlig unrealistisch, dass man das da macht, weil das war ja erst die große Baustelle. Dann habe ich tatsächlich gelesen, es soll kurz vorm Durchbruch sein, dass es jetzt wirklich so Systeme gibt, wo ich auch Du hast natürlich recht große Verluste, oder hattest du früher, weil du hast natürlich jeden so ein magnetisches Feld. Du hast es nicht an einem Kabel angeschlossen. Aber jetzt gibt es Systeme, die schon wirklich über 90 Prozent Wirkungsgrad haben, wo das Auto dann drüber fährt, also wo die Verluste vergleichbar sind mit einer normalen Ladestation. Und da hat ein großer deutscher Zulieferer, ist da kurz vor der Marktreife, habe ich gelesen. Also ich denke, früher oder später, Könnte das kommen, wenn die Autos das auch können? Ich denke es ist wie beim Smartphone, es kann auch nicht jedes Smartphone aufladen. Du brauchst da halt gewisse Technik drin. Wer weiß, vielleicht wird sich das durchsetzen. Ja, das wird die Zukunft zeigen. Aber von Herstellerseite, von Autoherstellerseite hatte ich da schon lange nichts gehört. BMW hatte das mal getestet, aber seitdem habe ich da wirklich nicht mehr viel drüber gelesen über das Thema.
Wilma: Es würde aber schon dem Fakt zuspielen, dass die Leute einfach Bequemlichkeit haben wollen, wenn es um das Thema Laden geht. Also es ist ja das Allerbequemste. Ich parkiere mein Auto und ich mache nichts mehr und es lädt trotzdem.
Andi: Auf jeden Fall, weil du musst nicht jedes Mal mit dem Kabel wieder rum hantieren. Das ist ja auch immer. Du musst dann erstmal aufmachen, dann ist es vielleicht noch dreckig oder nass und dann muss ich das wieder einstecken und dann scheint bei den Stationen, selbst wenn Schnee oder Laub drüber liegt, Macht das dann nichts aus für den Wirkungsgrad? Das Auto navigiert dich dann quasi, wo die optimale Stelle ist. Also es kommuniziert und dann sagt sie, okay, noch 30 Zentimeter, Stopp. Das wäre natürlich super bequem. Dann kann ich natürlich einfach drüber fahren, aussteigen und gehen und das Auto lädt dann gerade auf. Wäre natürlich auch wieder ein Punkt noch mehr Komfort beim Elektroauto.
Wilma: Damit sind wir wieder am Schluss angekommen. Gerne uns schreiben. Wir wissen auch nicht immer alles.
Andi: Genau. Definitiv nicht. Ganz
Wilma: wichtig. Und ansonsten freuen wir uns auch einfach Feedback zur jeweiligen Folge. Daher gerne uns abonnieren auf den gängigen
Andi: Kanal. Auf jeden Fall. Alles, was wir angesprochen haben, natürlich wie immer in den Show Notes. Also die wichtigsten Links zu Artikeln, zu Seiten, die vielleicht noch interessant sind für unsere ZuhörerInnen, die das vielleicht noch ein bisschen genauer sich dazu informieren wollen.
Wilma: Dann ist nur noch von meiner Seite Tschüss zu sagen und bis zum nächsten Mal.
Andi: Ja, Tschüss Wilma, hat wieder mal Spass gemacht. Bis zum nächsten Mal.
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