Das kostet ein Stromer

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00:00:00: Porsche präsentiert Elektrogeflüster. Faszination Sportwagen. Elektrifiziert.

Wilma: Und wieder heißt es Elektrogeflüster. Zuerst einmal ein herzlicher Dank an unsere Hörerinnen und Hörer, die den Podcast rund um das Thema E-Mobilität verfolgen. Ich bin Wilma Fasola, seit über 20 Jahren Journalistin und in diesem Duett der Petrolhead. Und damit übergebe ich.

Andi: Danke Wilma von meiner Seite auch. Herzliches Hallo an alle HörerInnen und willkommen zur Folge 5. Ganz kurz vielleicht auch noch zu mir. Andi Engel. Ich bin seit rund zwölf Jahren bei diversen Ringier-Titeln tätig und befasse mich seitdem auch mit der Elektromobilität. Und ja, in den letzten Folgen haben wir bereits viel über das Laden gesprochen, Unterwegs laden im Ausland oder zu Hause. Und das Thema Ladekosten kam da aber nur so am Rande, sage ich mal, haben wir das erwähnt, haben es kurz thematisiert, wie teuer ist das überhaupt. Aber ich denke, eben viele, die uns jetzt zuhören, Und die vielleicht noch nicht so viel Erfahrung haben, für die ist das natürlich ganz zentral, also wie viel bezahle ich eigentlich, bis so ein Akku voll ist und darauf wollen wir heute etwas genauer eingehen. Vielleicht aber nicht nur das, sondern auch auf die Gesamtkosten von einem Elektroauto eingehen und einen Blick darauf werfen, weil Treibstoff, also in dem Fall Strom, ist das eine, Anschaffungs- und Betriebskosten der Fahrzeuge aber noch was ganz anderes.

Wilma: Genau, die spielen eine zentrale Rolle in der Gesamtrechnung.

Andi: Richtig.

Wilma: Ich würde dann gerne mal mit ein paar Zahlen einsteigen. Ich wusste ja, um was für ein Thema es geht, daher habe ich mich schlau gemacht und es gibt den sogenannten Ladesäulen-Ccheck 2025. Der zeigt zwar die deutschen Zahlen, aber trotzdem fand ich es sehr plakativ und spielt mir in die Karten, weil das Fazit ist, Laden unterwegs bleibt teuer. In Zahlen ausgedrückt hat man herausgefunden, dass für eine 100-Kilometer-Strecke Mobilistinnen und Mobilisten im Schnitt mehr als 10 Euro zahlen an normalen Ladepunkten. Dass es sogar noch teurer ist beim Schnellladen. Da liegt der Durchschnittspreis bei knapp über 12 Euro. Das Fazit ist, Verbrenner sind günstiger unterwegs.

Andi: Zumindest in Deutschland. Zumindest in Deutschland. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Da hast du ja auch schon gesagt, Deutschland ist eines der Länder, wo Strom wirklich extrem teuer ist, soweit ich weiß sogar das Land in Europa mit den höchsten Strompreisen. Auf der anderen Seite ist das Problem aber auch, Benzindiesel ist immer noch viel zu günstig. Ich habe letztens auch mal einen Artikel darüber gemacht, wie haben sich so die Benzinpreise entwickelt. Und wenn du dir andere Konsumgüter anschaust, sei es Brot, Eier oder was jetzt auch in letzter Zeit mit der Inflation immer wieder angesprochen wurde, was alles so teuer geworden ist. Wenn du dir einen Liter Benzin anguckst, also ich glaube jetzt letzte Woche 1,70 in der Schweiz und ich meine das hast du Vor zehn Jahren hast du auch etwa gleich viel bezahlt. Eben, es kamen natürlich immer Schwankungen mit Corona, mit dem Ukraine-Krieg natürlich, weil genau Rohöl immer noch so günstig ist, so billig. Das hemmt einfach auch den Ausbau der alternativen Energien. Ja, da überlegen sich natürlich auch die Konsumentinnen, wieso soll ich jetzt in eine Photovoltaikanlage investieren? Wieso soll ich mir ein Elektroauto kaufen, wenn Öl immer noch so billig ist und Benzin? macht in Deutschland teilweise wirklich dann noch nicht ganz so viel Sinn wie vielleicht in der

Wilma: Schweiz. Und gerade Deutschland, Deutschland das Land der Autobauer, müsste ja eigentlich was dafür tun, dass die eigene Industrie angekurbelt wird. Ja, aber wie du sagst, also Deutschland ist einfach super teuer, das wird sich wahrscheinlich auch erstmal in den nächsten Jahren nicht so ändern, gehe ich von

Andi: aus. Ja, wobei es kann schnell gehen, also je nachdem, Ich erinnere mich jetzt nicht dran an die Ölkrise der 70er Jahre, du wahrscheinlich auch nicht mehr, aber wenn die, sag ich mal, die Saudis dann den Ölhahn zudrehen oder wer auch immer, dann kann es dann halt schon sein, dass du dann für Öl auf einmal, ist dann Öl knapp, oder? Wenn sie das dann extra künstlich verknappen, dann kann es natürlich sein, dass du übermorgen für einen Liter Benzin auf einmal 2,50 € zahlst. Kann natürlich passieren. Was das halt so zeigt, der Mensch ist einfach extrem abhängig von Öl. Und um damit auch ein bisschen wieder auf die Elektromobilität überzuleiten, alle Probleme, die wir im Moment haben auf dem Planeten, also Stichwort Erderwärmung und so weiter, es basiert halt alles auf Öl. Alles ist Öl sozusagen. Also nicht nur so Autos fahren mit Öl. Die ganze Industrie, unser ganzes Energiesystem basiert eigentlich auf Öl. Und deswegen ist es wichtig, dass wir jetzt möglichst schnell umstellen und halt auch für unsere Autos Strom nutzen. Aber eben, wenn das Benzin und Diesel so günstig ist, ist es halt schwer, das den Konsumenten und Konsumentinnen dann auch schmackhaft zu machen.

Wilma: In dem Zusammenhang hat ja ein Kollege von uns auch einen Artikel geschrieben und in der Schweiz ist es belegt, dass es eigentlich günstiger ist, einen Stromer zu tanken als einen Verbrenner auf lange Sicht.

Andi: Ich glaube, du sprichst den Artikel von dem Gabriel Knupfer an. Das ist aktuell auch ein Arbeitskollege von mir. Er schreibt auch ein bisschen im Moment für Auto, hilft uns da ein bisschen aus. Und in seinem Artikel geht es, glaube ich, um die Kosten pro 100 Kilometer. Also nicht pro Vollladung, sondern wirklich auf diese Vergleichsgröße 100 Kilometer. So Untersuchungen gibt es natürlich zuhauf, gibt es alle paar Wochen, kommt mal wieder was Neues und jede kommt ein bisschen auf andere Ergebnisse. Das war jetzt von so einem europäischen Institut, was sich so mit Treibstoffkosten befasst hat. Und da ist die Range von europäischen Ländern ist auch extrem. Also ich bin dann auf Island, wo Energie halt auch sehr günstig ist. Da kostet dann pro 100 Kilometer so nicht mal drei Franken. In komischer Weise Norwegen, wo eigentlich auch genug Energie vorhanden ist, kostet es fast 18 Franken pro 100 Kilometer. wo auch immer diese Zahlen her sind, aber ich glaube das jetzt mal. Die Schweiz liegt schön im Mittelfeld oder sogar in der oberen Hälfte mit knapp 7,50 Franken. Soll man jetzt nicht in Stein meißeln, die Zahlen, aber ich glaube, was man ganz gut sehen kann oder was die Aussage ist, dass in den allermeisten Ländern das Laden an der öffentlichen Ladestation ist doch meist deutlich günstiger als Benzin oder Diesel. Eben laut dieser Studie in der Schweiz sogar 80 Prozent günstiger. Also ich zahle fast das Doppelte für 100 Kilometer mit Benzin als mit Strom.

Wilma: Und einfach um es nochmal gesagt zu haben, dass jetzt alles öffentliche Stationen, über die wir bislang gesprochen haben, es ist immer noch am günstigsten daheim zu tanken.

Andi: Wahrscheinlich. In der Regel müsste das günstig aussehen. Du hast wirklich eine super günstige irgendwo unterwegs. Aber klar, wenn du zu Hause laden kannst, ist das in der Regel vielleicht sogar mit Niedertarif. Gibt es ja teilweise auch noch ein bisschen Unterschiede. Da ist in der Nacht Weniger lädt es, wobei das immer mehr aufgehoben wird, gerade mit Solarstrom, weil jetzt mittlerweile am Tag einfach große Überschüsse da sind durch die Sonnenenergie. Aber ja, normalerweise lädt es zu Hause am günstigsten.

Wilma: Was aber in der Schweiz ja ist, dass es gerade kantonsübergreifend große Unterschiede gibt.

Andi: Das ist so, ja. Und das ist auch nicht so ganz konsumentenfreundlich. Es gibt etwa in der Schweiz rund 600 Energieversorger im ganzen Land. Und es ist wirklich, die Stromtarife unterscheiden sich extrem, wirklich von Gemeinde zu Gemeinde teilweise. Also ich sag jetzt mal wir, also ich in Zürich, ich zahl glaube ich durchschnittlich 27 Rappen für die Kilowattstunde zu Hause. Und manche Gemeinden ist das natürlich ein Vielfaches teurer. Aber was natürlich ist, wenn ich mir dann die Strompreise angucke, ist es auch unterwegs, ist es deutlich günstiger in der Schweiz als zum Beispiel in Deutschland. Denn Deutschland, was du vorhin gesagt hast, die Zahlen zahle ich im Schnitt über 50, 60 Cent unterwegs. Und hier, ich habe mich mal Ich habe mal ein bisschen rumgeguckt. Es gibt da so eine schöne Map von Swiss E-Mobility. Das ist so der Verband für die Elektromobilität in der Schweiz. Verlinken wir natürlich auch in den Show Notes diese Zahlen, die ich jetzt hier nenne. Weil da gibt es wirklich eine schöne Karte. Da kann ich wirklich alle öffentlichen Ladestationen angucken, wie teuer ist da der Strom für unterwegs. Und da habe ich gesehen, da geht es wirklich bei knapp unter 30 Rappen los. Wenn ich jetzt vielleicht nicht ganz so schnelle Lader habe, Und das wären dann umgerechnet auf die 20 Kilowattstunden, die du vorhin gesagt hast, für 100 Kilometer, die ich verbrauche, wären das 6 Franken. Was hattest du vorhin gesagt? Die 12 Euro, die du für 100 Kilometer, also in der Schweiz zahlst du im Schnitt, ich sage wirklich, das sind alles Durchschnittspreise, aber im Schnitt zahlst du bei uns etwa die Hälfte, wenn du unterwegs lädst. Aber ganz klar, wenn du natürlich an Schnellladestationen gehst, vor allem entlang der Autobahn, Umso schneller du laden willst, umso teurer. Da kostet dann halt eine Kilowattstunde auch schnell 60 bis 80 Rappen. In seltenen Fällen sogar

Wilma: mehr. Normales Tanken ist an der Autobahn auch einfach teurer und schneller. Da kosten sowieso so mehr als normale Ladepunkte. Und was ich einfach oder was mich stört, ärgert, ich weiß gar nicht, wie ich es ausdrücken möchte, aber wenn ich tanken fahre, sehe ich aus 50 Meter Entfernung, was ich da gleich über den Tresen reichen muss für einen Liter Benzin. Warum kriegen die das an so E-Stationen nicht hin? Also ich habe es noch nie gesehen, dass da auch so eine Riesensäule steht, weil das lässt sich ja eigentlich genauso automatisieren wie an der Tankstelle, oder nicht?

Andi: Das stimmt. Du meinst natürlich die großen Schilder an den Hangstellen, wo das dann so drauf steht. Ja, das habe ich jetzt auch noch nie gesehen. Wäre vielleicht durchaus mal was bei so einem großen Ladepark, dass man wirklich hinschreibt, wie teuer das ist. An den allermeisten Stationen ist es aber tatsächlich so, dass du das im Display an der Station, also wenn die Station ein Display hat, was eigentlich fast jede Ladesäule hat, Kriegst du das dann auch angezeigt, wie teuer ist eine Kilowattstunde? Oder du nutzt eine Lade-App, zum Beispiel von Swisscharge, die ich ja auch schon mal angesprochen hatte. Da kann man sich auch vorab schon mal informieren, wie teuer ist es jetzt in dem Dorf, wenn ich da zum Beispiel einkaufen gehe? Oder wenn ich an irgendeinem Heidi-Land am Schnelllader mein Auto, wie viel muss ich dann da zahlen? Da kommt halt wieder die Problematik der schwankenden Preise. Sie sind halt überall anders. Also es ist jetzt nicht so wie, gut, Benzin ist auch überall ein bisschen anders. Aber bei Ladesäulen ist es halt wirklich, die Unterschiede sind groß. Auch je nachdem, was ich für einen Vertrag habe, ob ich ein Abo habe, wenn ich eine spezielle Ladekarte habe, zahle ich dann halt vielleicht auch weniger als einer, der dann keine spezielle Ladekarte von dem Anbieter hat, oder?

Wilma: Okay, die Ladekarte komme ich gleich nochmal

Andi: drauf.

Wilma: Ich habe vorher noch eine andere Frage.

Andi: Auf jeden Fall eine stärke Vereinheitlichung. Wäre auf jeden Fall wünschenswert. Das wollte ich da auch noch für die Preise.

Wilma: Eine Frage hätte ich noch vorher und zwar, wir wissen ja oder das hast du auch schon mal darüber gesprochen, ich habe es auch schon gesehen, dass du dir ja oft in den Displays der Autos schon anzeigen lassen kannst, gerade bei Tesla oder so. Wo ist die nächste Ladestation? Kriege ich da Preise schon angezeigt oder noch nicht?

Andi: Oh, das... Ehrlich gesagt weiss ich das nicht gerade, ob das wirklich Preise anzeigt. Bei Tesla weiss ich, dass du sicher, wenn du lädst, siehst du direkt die Kosten, für wie viel du lädst. Ob dir das dann auch schon vorher... Könnte gut sein, dass du es angezeigt kriegst, bin ich mir aber nicht sicher, ob das wirklich so ist.

Speaker 01: Okay.

Wilma: Dann zurück zu den Ladekarten. Du hast mir deine schon mal gezeigt. Da gibt es ja auch große Verwirrung. Also Ladekarte, Lade-App. Und das hat große Auswirkungen auch auf den Preis. Wie ich dann lade, mit welcher Karte ich lade.

Andi: Ja. Es gibt so viele Anbieter auf dem Markt. Ich nenne nachher auch noch ein paar. Ich sage jetzt nochmal als Beispiel die AMAG. Das ist ja VW, Audi, Seat, Skoda, Cupra. Wenn ich da ein Elektroauto kaufe, dann kriege ich eigentlich eine Kundenkarte von AMAG, wenn ich die möchte. stellen sie dir zur Verfügung. Und die sind der VW-Konzern in Deutschland. Der ist auch beteiligt an dem Schnellladesäulen-Anbieter Ionity. Sagt dir vielleicht auch was. Ist in Deutschland auch in der Schweiz recht weit verbreitet. Und da zahle ich dann nicht die 70 oder 80 Rappen, die ich als Nicht-AMR-Kunde zahle, sondern da zahle ich dann wirklich 59. Zahlst auf jeden Fall weniger, als wenn du Nicht-Kunde bist. Da habe ich jetzt gerade ganz frisch, also Anfang Juli, hat Energie360, das ist ja auch so ein... Energieunternehmen in Zürich, also Sitz in Zürich und in Lausanne. Aber die haben bekanntgegeben, dass sie einen weiteren Konkurrenten, der auch Ladesäulen anbietet, Move Mobility aus der Westschweiz, haben sie übernommen. Und die sind jetzt eigentlich vier Marken, also Energie 360, Swiss Charge auch sehr bekannt, GoFast und eben das Move Mobility. Und die haben jetzt wirklich über 24.000 Ladepunkte in der Schweiz. Und da habe ich schon mal gute Konditionen, wenn ich von einem dieser Marken Kunde bin oder Kundin und ab 1. November entfallen da dann auch die Roominggebühren, was dann das Laden noch mal günstiger macht. Also ich sage mal, wenn ich viel unterwegs bin, dann mit dem E-Auto oft unterwegs laden muss, lohnt es sich auf jeden Fall, wenn ich so irgendeine Karte oder so ein Abo habe.

Wilma: Okay. Roaminggebühren?

Andi: Ich

Wilma: glaube, das ist vielen nicht bewusst.

Andi: Ja, das ist dann, wenn ich nicht Kunde bin und ich lade an irgendeiner Säule, wenn ich dann länger als eine Stunde stehe, zahle ich dann danach, ich weiß nicht, teilweise ist es pro Minute, teilweise pro zehn Minuten, ich zahle dann noch einen gewissen Betrag extra, den ich als Kunde nicht zahlen muss. Das sind eigentlich so Roaminggebühren. Oder du zahlst noch was extra dazu, So wie im Ausland, wenn ich im Ausland mein Handy benutze, da hast du ja auch Roaming-Gebühren. Das kannst du dir so ähnlich vorstellen, dass du dann einfach noch extra zahlst, als wenn du eine Abonnentin bist, die das nicht zahlen muss. So kannst du dir das

Wilma: vorstellen. Dann lohnt sich so ein Abo-Modell ja eigentlich grundsätzlich. Habt ihr da schon mal irgendwie Tests gemacht oder irgendwie mal drüber geschrieben, ab wann lohnt es sich

Andi: denn

Wilma: wirklich für

Andi: mich? Test haben wir wirklich noch nicht gemacht. Wir haben natürlich in unseren Testwagen ist meistens so eine Karte drin, die zumindest in der Schweiz funktioniert. Deswegen müssen wir uns da selten bei unseren Autos Gedanken machen. Aber man kann es eben, wie ich es eben schon gesagt habe, mit so einem Smartphone-Abo kannst du es so vergleichen. Teils hast du eine monatliche Grundgebühr plus dann günstigere Ladekosten, teils hast du keine Grundgebühr, aber dafür zahlst du dann halt ein bisschen mehr. Teilweise gibt es auch jährliche Gebühren und dann hast du einen Fixpreis für eine Kilowattstunde. Also eine Ladekarte würde ich jedem und jeder empfehlen, die dabei zu haben, wenn du ein Elektroauto hast. Aber dass du monatliche Gebühren zahlst, ... ... da musst du dann wirklich schon ... ... vielleicht so zwei-, dreimal im Monat ... ... wenigstens irgendwo unterwegs mehr laden, ... ... dass du halt diese Abogebühren ... ... dann auch wieder rauskriegst, oder? Weil umso mehr du dann lädst, ... ... umso mehr Geld sparst du dann auch. Das ist eigentlich wie beim Telefonieren, oder? Wenn ich natürlich ein teures Abo hab ... ... und ich telefoniere kaum, ... ... dann lohnt sich das auch nicht. Aber wenn ich natürlich ... ... ständig am Telefon hänge ... ... und vielleicht noch ins Ausland telefoniere, ... dann lohnt sich das. Und wie ich es vorhin schon gesagt habe, neben den Importeuren, es gibt so viele Anbieter. Ich bin da wirklich auch nicht der Experte für, aber es gibt unzählige Anbieter und die heißen dann auch überall teilweise gleich. TCS heißt es, glaube ich, eCharge, das ist die App. Dann von Shell, also so Tankstellenbetreiber führen das ja jetzt auch ein mit den Ladesäulen. Da heißt es dann reCharge, also hast eCharge, reCharge und dann irgendwas mit Charge ist es meistens. Genau, und dann hast du halt noch so große Infrastrukturanbieter wie Energie 360. Also du hast wirklich Dutzende Anbieter. Da muss sich dann wirklich jeder, wer sich ein Elektroauto kauft, möglichst auch gerade vom Importeur beziehungsweise vom Händler gerade beraten lassen, was da so am besten auch zum eigenen Profil passt.

Wilma: Das ist eigentlich wie bei allen Abo-Modellen. Egal welches Abo, sei es das fürs Fitnessstudio oder sonst was, ist der Fakt, wenn ich es viel nutze, zahlt es sich meistens aus. Und ich muss mich selber wirklich erkundigen, was speziell zu meiner Person passt.

Andi: Aber

Wilma: da ist dann ja das große Angebot eigentlich wieder gut, aus dem ich auswählen kann. Du hattest anfangs auch schon gesagt, dass man immer eigentlich die Gesamtkosten sehen sollte, wenn es um E-Autos geht. Und das wird oft schnell vergessen. Sie fokussieren sich, so wie wir das jetzt auch gemacht haben, auf diese Ladepreise und dieser ganze Überblick wird oft einfach vergessen.

Andi: Richtig. Wie man ein bisschen zusammenfassen kann, Ladekosten oder die Treibstoffkosten beim Stromer sind sicher günstiger, aber eben die Meinung herrscht natürlich immer noch vor, teilweise immer noch auch zu Recht, dass E-Autos deutlich teurer sind als vergleichbare Verbrenner. Das hatten wir zum Beispiel auch in Folge 2 unseren Mythen hatten wir das schon so ein bisschen thematisiert. Aber da nenne ich dann auch gerne wieder, beziehungsweise es wird immer weniger, die Preisunterschiede von vergleichbaren Autos. Da hatte ich auch das Beispiel genannt von Skoda Elroc. Das ist jetzt ein neuer Elektro-SUV und dem Skoda Karoq. Das ist quasi das gleiche Größe, gleiches Auto, auch ein SUV, einfach nur mit konventionellen Antrieben, also mit Benzin. Und da ist es wirklich mittlerweile so, dass der Stromer, wenn du dann die Leistung auch anguckst, sogar schon leicht günstiger ist als der Benziner. Und das wird immer mehr so sein in Zukunft. Eben auch die vielen günstigen Modelle, die in letzter Zeit auf den Markt gekommen sind und bald kommen werden. Das wären die Anschaffungskosten. Oft, was du eben angesprochen hast, außer Acht gelassen wird, sind eben die Betriebskosten, also die Gesamtkosten von so einem Auto. Nennt man, Fachwort ist dafür Total Cost of Ownership, TCO. Aber die sind meist deutlich tiefer als bei einem konventionellen Auto, bei einem Elektroauto. Hatte ich auch eine interessante Analyse gesehen von Comparis, dem Vergleichsportal. Stellen wir auch in die Schaunotes natürlich. Die durchschnittlichen Gesamtkosten bei einem E-Auto liegen bei 6 Franken pro 100 Kilometer, bei einem vergleichbaren Verbrenner bei 10 bis 15. Da sieht man schon, dass es teilweise auch bei den Betriebskosten deutlich günstiger ist. Und als Gründe nennt Comparis eben die günstigen Energiepreise, aber auch die Wartungskosten sind deutlich günstiger. Dann teilweise gibt es auch Subventionen, Steuervorteile je nach Wohnort. Abgesehen mal vom Anschaffungspreis, der vielleicht noch nicht günstiger ist im Betrieb und mit den Energiekosten, kommt man mittlerweile mit dem E-Auto fast billiger als mit einem Benziner. Oder teilweise sogar deutlich billiger als mit einem Benziner.

Wilma: Okay. Aber es ist wieder der klassische Effekt. Ich sehe am Anfang nur, was das Auto kostet und was danach dann irgendwie kommt, habe ich meistens gar nicht auf dem Schirm. Genau. Da werden Leute ja auch bei Verbrennern oftmals überrascht, wenn sie dann aus dem ersten Service

Andi: kommen. Es ist halt auch derselbe Effekt. Du kannst es auch auf andere Konsumgüter anwenden. Dann kauft man sich halt lieber die Jeans irgendwie für 30 Stutz, statt dass ich mir die Gute kaufe für 100. Die hält dann vielleicht aber auch sieben Jahre. Und die andere schmeiß ich nach zwei Jahren weg. Also am Ende zahl ich dann, wenn ich mir in der gleichen Zeit drei Jeans kaufen muss, hab ich erstmal viel mehr Materialverschwendung. Am Ende kommt man dann eigentlich aufs Gleiche raus. Also sag ich mal, lieber dann auch auf Qualität setzen. Aber das jetzt nur so am Rande. Ja, aber das ist das

Speaker 02: Problem der Wegwerfgesellschaften. Da sind wir eh was Kreislaufwirtschaft.

Andi: Aber sich nicht immer sofort auf den günstigeren Preis verlassen, sondern vielleicht auch mal ein bisschen in die Zukunft schauen. Vielleicht ist es auch günstiger, sich sogar das Teure zu kaufen.

Wilma: Wenn wir noch mal in die Zukunft schauen, sieht man zum Beispiel auch, dass der ganze Schwerlastverkehr, auch gerade in der Schweiz, immer öfter jetzt auch schon umsteigt auf Elektromobilität. Und wir hatten es kürzlich in unserem Special-Nutzfahrzeuge. Ich glaube, die Hälfte der Artikel ging um alternative Antriebe. Das ist auf der einen Seite natürlich Wasserstoff, aber ganz viel Elektrifizierung auch der Flotte. Ja, und ich glaube sogar, in der Schweiz ist mittlerweile der größte Schnellladepark Europas für LKWs.

Andi: Du sprichst, glaube ich, den Herrn Lörtscher an mit seiner Hugelshofer Logistik AG. Genau. Da haben die Kollegen vom Tagesanzeiger, habe ich wirklich gerade erst kürzlich gesehen, haben da einen ganz interessanten Artikel gemacht. Stellen wir ausnahmsweise auch in die Shownotes, also auch wenn es jetzt die Konkurrenz ist, aber es ist wirklich ein toller Artikel, weil der zeigt, wenn selbst die Chauffeure beziehungsweise die Lastwagenunternehmer die Logistika auf Elektro setzen, Und die müssen ja viel spitzer rechnen, als wenn ich jetzt privaten Elektroauto fahre. Besonders spannend fand ich da eben die Passage, was der Martin Lercher sagt. Er war selber Lastwagenfahrer und würde sich als Mann mit diese im Blut bezeichnen und sicher nicht als Grünen. Er sei aber auch ein Geschäftsmann, der rechne und darum müsse er sagen, Strom lohnt sich. Wer es nicht macht, ist dumm. Finde ich noch eine krasse Aussage, oder? Für einen, der jetzt Der sich wirklich mit Diesel im Blut bezeichnet. Mittlerweile eben der besitzt 52 Elektro-Lkw. Bis 2028 sollen es sogar 100 werden. Und nebenbei, wie du gesagt hast, betreibt er jetzt in Frauenfeld den größten Schnellladepack für Lkw in Europa, den er sich selber aufgebaut hat. Für irgendwie 7 Millionen oder Franken hat er da investiert. Er nennt dann auch Zahlen. Also ein E-LKW kostet heute immer noch doppelt so viel wie ein konventioneller Diesel. Vor ein paar Jahren war es doch viermal so viel anscheinend. Aber trotzdem sagt er, es lohnt sich einfach der Aufwand, weil du hast keine, die Schwerverkehrsabgabe hast du bis 2029 nicht und das ist doch fast 100.000 Franken pro Jahr für so einen normalen 40-Tonner. Und da hast du quasi schon nach weniger als einem Jahr ist der quasi schon amortisiert darüber. Und eben dann kommt noch die Ladekosten dazu. Er sagt, mit öffentlichem Strom sind seine Treibstoffkosten während schon deutlich günstiger. Mit dem, was er selber halt noch produziert, sind es halt noch mal deutlich günstiger. Also es lohnt sich für ihn so oder so, dass er auf Elektro umgestellt hat, vor allen Dingen auch wegen den Treibstoffkosten.

Wilma: Also es tut sich was in Sachen Ladeleistung, es tut sich vor allen Dingen was in Sachen Betriebskosten, in Sachen Ladekosten und wenn jetzt schon, sag ich mal, jemand mit so einem großen Vorbild vorangeht, dann haben wir noch genug zu beobachten.

Andi: Ja und vor allen Dingen muss man glaube ich auch sagen, also Experten gehen wirklich davon aus, dass die Strompreise entgegen vielleicht auch der landläufigen Meinung, dass die steigen werden, aber die Strompreise werden eher noch günstiger werden in den nächsten Jahren und auf kurz oder langen Benzin und Diesel oder Öl wird teurer werden, auch gerade wenn dann irgendwann vielleicht nicht mehr so viel gefördert wird. Also es lohnt sich auf jeden Fall, rein schon von den Betriebskosten, von den Energiekosten, auf Elektroauto umzustellen, auf Elektro. Nicht nur für LKW-Firmen, sondern auch für die privaten Nutzer. Ja,

Wilma: ich glaube, man muss sich das auch wirklich mal durchrechnen. Wir haben jetzt viel darüber gesprochen, Thema Ladekarten, wie man sich das Laden günstiger machen kann, ein Abo für sich zu finden vielleicht und alles, was wir noch angesprochen haben, Artikel. Interessante Webseiten verlinken wir in den Show Notes. Damit würde ich mich verabschieden. Danke fürs Zuhören und übergebe nochmal ein Licht.

Andi: Ja, vielen Dank Wilma. Wieder einmal eine Freude, mit dir hier gesessen zu sein. Und mir bleibt eigentlich auch noch zu sagen an alle HörerInnen da draußen, wenn ihr das noch nicht gemacht habt, bitte abonniert uns doch, wenn es euch gefallen hat. Wir würden uns freuen, wenn ihr dann das nächste Mal wieder einschalten würdet, wenn wir hier wieder etwas zu Elektro flüstern.

00:25:01: Porsche präsentiert «Elektrogeflüster». Faszination Sportwagen. Elektrifiziert.

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